Parteileben

Robin Mesarosch will SPD-Chef in Baden-Württemberg werden

16. März 2026 22:08:58
Nach der verheerenden Niederlage bei der Landtagswahl hatte er deutliche Kritik an der Kampagne der Partei geübt. Nun will Robin Mesarosch es selbst besser machen. Am Montagabend gab der 34-Jährige bekannt, für den Parteivorsitz der SPD Baden-Württemberg zu kandidieren.
Robin Mesarosch bei einer engagierten Rede im Bundestag

Engagiert im Bundestag und bald als Landeschef? Robin Mesarosch kandidiert als Vorsitzender der SPD in Baden-Württemberg.

Schon als Bundestagsabgeordneter war Robin Mesarosch für seine Inhalte in den sozialen Medien bekannt. Auf seinem Instagram-Account setzte sich der 34-Jährige zuletzt in deutlichen Worten mit dem geplanten Gebäudeenergiegesetz der Bundesregierung auseinander. Vielen gilt Mesarosch als Vorbild, wie Politiker*innen soziale Medien einsetzen sollten.

Robin Mesarosch: „Ich kann nicht mehr“

Sein neuestes Video dürfte aber eigene Reichweitenrekorde der Vergangenheit in den Schatten stellen. Innerhalb der ersten Stunde nach der Veröffentlichung am Montagabend erhielt der Clip mit dem Titel „Ich kann nicht mehr“ 10.000 Likes und fast 1000 Kommentare. Der Grund: Mesarosch kündigt darin an, beim Parteitag im Juni für den Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg zu kandidieren.

Die war bei der Landtagswahl am 8. März mit 5,5 Prozent der Stimmen auf ein historisches Tief gestürzt. Robin Mesarosch hatte zwei Tage danach – natürlich in einem Instagram-Video – deutliche Kritik am Wahlkampf geäußert. Auch dieses Video erhielt viel Zustimmung. „Der SPD-Landesvorstand hat am Tag nach der verheerenden Wahl eine Handvoll Maßnahmen beschlossen, die auf den ersten Blick nicht falsch sind. Aber sie sind eben auch nicht das Richtige“, schreibt Mesarosch zu seinem Kandidatur-Video.

Viel Zustimmung von den Kommentator*innen

„Lasst uns einen anderen Weg gehen. Lasst uns mutig sein und endlich mal was anders anders machen. Nicht irgendwas. Sondern das, woran wir glauben“, fordert er seine Follower*innen auf und erklärt: „In diesem Sinn will ich den ersten Schritt machen: Ich kandidiere als Landesvorsitzender für unsere SPD in Baden-Württemberg.“

Von den Kommentator*innen auf seiner Instagram-Seite gibt es für den Schritt viel Unterstützung. „Du sprichst hier nicht nur sehr vielen Genoss:innen in BaWü aus der Seele. Genau das brauchen wir! Volle Unterstützung!“, schrieb etwa der Berliner Abgeordnete Marcel Hopp. Und die sächsische Landtagsabgeordnete Sophie Koch wünschte: „Viel Erfolg lieber Robin!“. Mit beiden betreibt Mesarosch seit Dezember den Podcast „Was wird?“ Die rheinland-pfälzischen Juso-Vorsitzende Beatrice Wiesner schrieb: „Das ist sehr gut – es macht Hoffnung! Danke.“ Auch von zahlreichen SPD- und Juso-Accounts aus Baden-Württemberg gibt es Unterstützung.

Wahl des neuen Landesvorstands am 20. Juni

Die Wahl des neuen Landesvorstands in Baden-Württemberg soll auf einem Parteitag am 20. Juni stattfinden. Der bisherige Landesvorsitzende Andreas Stoch hatte nach der Niederlage bei der Landtagswahl seinen Rücktritt erklärt. Der bisherige Generalsekretär Sascha Binder dagegen war einstimmig zum Vorsitzenden der Landtagsfraktion gewählt worden.

Autor*in
Kai Doering
Kai Doering

ist stellvertretender Chefredakteur des vorwärts und auf Bluesky unter @kaid.bsky.social zu finden.

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Gespeichert von CK (nicht überprüft) am Mo., 16.03.2026 - 23:53

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Dieser Kommentar wurde gelöscht mit Verweis auf unsere Netiquette: 5. Aus Gründen des deutschen Namensrechts werden Beiträge gelöscht, deren Autor unvollständige (nur Vor- oder Zuname), geschützte Namen oder Pseudonyme benutzt.

Gespeichert von Peregrinus Tyss (nicht überprüft) am Di., 17.03.2026 - 08:58

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Die Kandidatur ist mutig und dürfte für die SPD BW die letzte Chance sein, die Mitglieder für einen Neuanfang zu gewinnen.

Bedingung ist, dass diejenigen,die die Karre während der letzten 25 Jahre in den Dreck gefahren haben, sich jetzt mal zurückhalten: die Schmids, Castellucis, Masts, Stochs, Binders etc. - Sie haben ja hinlänglich bewiesen, dass sie es nicht können und sind dafür immer die Treppe hochgefallen.

Und dass die Masse an zweifelhaften Charakteren nicht wieder ihre ganze Kraft dafür aufwendet, sich zu retten und die Partei zu beschädigen.

Es ist eine wegweisende Entscheidung: Entweder Aufbruch mit glaubhaftem Programm und Personal, oder Abschied von der Partei.

Gespeichert von max freitag (nicht überprüft) am Di., 17.03.2026 - 12:23

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in BW, bin umso mehr erschreckt über die im Artikel sich findenden Superlativen. Verheerend soll das Ergebnis gewesen sein? Das ist nicht meine Meinung, ich sehe darin einen durchaus erfolgreichen Start für die kommende Legislatur. Weniger geht immer, und verheerend ist gleichbedeutend mit Tot, und davon kann ja nun wirklich nicht die rede sein. Wir sind sehr lebendig, fast 6 %, von einem solchen Wert träumen andere Parteien

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