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Verteidigungsminister: Boris Pistorius ist „Politiker des Jahres“

In der Bevölkerung gilt Boris Pistorius schon seit seinem Amtsantritt als beliebtester Politiker. Nun hat ihn das Magazin „politik&kommunikation“ als „Politiker des Jahres“ ausgezeichnet. Auch eine SPD-Kampagne durfte sich über einen Preis freuen.

von Kai Doering · 11. Juni 2024
Politiker des Jahres: Verteidigungsminister Boris Pistorius wurde „für seinen authentischen Politikstil sowie seine Bemühungen um die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands“ geehrt.

Politiker des Jahres: Verteidigungsminister Boris Pistorius wurde „für seinen authentischen Politikstil sowie seine Bemühungen um die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands“ geehrt.

Es dauerte nur wenige Tage. Schon kurz nach seinem Amtsantritt als Verteidigungsminister im Januar vergangenen Jahres schoss Boris Pistorius auf Platz eins der beliebtesten Politiker*innen in Deutschland. Dort steht der Niedersachse bis heute. Dazu gemacht habe Pistorius „seine unprätentiöse und zupackende Art“, meint die Jury des „Politikaward“. Der Preis wird jährlich vom Magazin „politik&kommunikation“ gemeinsam mit der Quadriga Hochschule Berlin verliehen. Am Montag wurde Pistorius als „Politiker des Jahres“ ausgezeichnet.

Ehrenpreis für die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer

Geehrt wurde der SPD-Mann „für seinen authentischen Politikstil sowie seine Bemühungen um die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands“. Die Laudatio hielt Pistorius‘ französische Amtskollege Sébastien Lecornu. In einer Videobotschaft würdigte Frankreichs Verteidigungsminister Boris Pistorius als „Patrioten“ zu dessen hervorstechenden Merkmalen „Freiheit“, „Klarheit“ und „Pragmatismus“ gehörten.

In der Kategorie „Aufsteigerin des Jahres“ wurde die Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang auszeichnet. Sie wurde für ihre Führungsqualitäten sowie ihren Einsatz für demokratische Werte und Streitkultur geehrt. Für sein jahrzehntelanges Engagement in der deutschen Politik wurde der CSU-Politiker Edmund Stoiber mit dem Politikaward für sein „Lebenswerk“ ausgezeichnet. „Der Ruhestand ist ein kulturhistorischer Irrtum, in dem unsere Gesellschaft gefangen ist“, sagte der frühere SPD-Vorsitzende Franz Müntefering in seiner Laudatio. Einen Ehrenpreis für ihren unermüdlichen Einsatz gegen das Vergessen erhielt die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer.

„Wahlkampf-Kampagne des Jahres“ in Bremen

Auch der Preis für die „Wahlkampf-Kampagne des Jahres“ ging schließlich an die SPD. Ausgezeichnet wurde der Wahlkampf der SPD Bremen im Frühjahr vergangenen Jahres, den die Agenturen „Pahnke“ aus Hamburg und „ASK Agentur für Kommunikation & Sales“ auf Berlin, ein Schwesterunternehmen des „vorwärts“ gemeinsam ausgerichtet hatten. Im Wahlkampf hatten sie unter anderem Großflächenplakate aufgestellt, bei denen Spitzenkandidat Andreas Bovenschulte über die Plakatfläche hinausragte. Am Ende konnte die Bremer SPD knapp fünf Prozentpunkte hinzugewinnen und wurde klar stärkste Kraft in der Bürgerschaft.

Autor*in
Kai Doering
Kai Doering

ist stellvertretender Chefredakteur des vorwärts. Er betreut den Bereich Parteileben und twittert unter @kai_doering.

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Gespeichert von Armin Christ (nicht überprüft) am Mi., 12.06.2024 - 11:15

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Wie die Umfragen zustande kommen die ihn auf Platz 1 der Beliebtheitsumfragen stellen ist mir nicht ganz klar. In meinem persönlichen und beruflichen Umfeld ist mir niemand bekannt der/die/das so abstimmen würde.

Gespeichert von Martin Holzer (nicht überprüft) am Do., 13.06.2024 - 12:59

Antwort auf von Armin Christ (nicht überprüft)

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Ist bei mir genauso. Mich würde ja mal interessieren, wie die Beleibtheitsmeinungen ermittelt werden. Muss man da aus einer vorgegebenen Menge an Politikern wählen oder kann man jeden Politiker nennen? Vermutlich ist es wohl ersters und somit ist Pistorius eher der am wenigsten Unbeliebteste.

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