SPD-Sozialexpertin Cornelia Hoffmann-Bethscheider: "Vor allem Kindertagesstätten leisten dazu einen wichtigen Beitrag, denn das frühe Lernen ist von besonderer Bedeutung. Doch gerade hier wollte das Land massiv sparen und hatte zeitweise eine komplette Mittelsperre beim Ausbau der Kinderbetreuung verhängt. Der öffentliche Druck der SPD und anderer Organisationen hat hier das Schlimmste verhindert. Dennoch fällt der Haushaltsansatz der Jamaika-Regierung weit hinter den Bedarf zurück. Das bedeutet: Auch laufende Projekte in den Kommunen hängen mancherorts weiter in der Luft - und geplante, dringend notwendige Baumaßnahmen und Investitionen in die Kinderbetreuung werden gänzlich auf die lange Bank geschoben."
Dabei hinkt das Saarland im bundesweiten Vergleich schon heute hinterher: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom 1. März 2009 hat das Saarland bei den Kinderkrippen eine Betreuungsquote von 15,2% und ist damit noch weit entfernt davon, bis 2013 das Ausbauziel von 7.500 Plätzen zu erreichen und somit für 35% der unter Dreijährigen einen Betreuungsplatz zur Verfügung zu stellen.
SPD-Parlamentarier Magnus Jung: "Die Kommunen und freien Träger dürfen jetzt nicht allein gelassen werden. Bereits jetzt tragen die Kommunen (Landkreise, Städte und Gemeinden) bei den Investitionskosten für neue Krippenplätze, die nicht durch Bundeszuschuss abgedeckt werden, 60% der Finanzierungslast. Das Land muss daher seinen Anteil von 40% für Krippenplätze und von 30 % für Investitionen in Kindergärten ohne Wenn und Aber gewährleisten."