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#WirSindDieBrandmauer: Die wichtigsten Infos zur Großdemo am 3. Februar in Berlin

Das Bündnis „Hand in Hand“ hat für den 3. Februar zur Großdemo gegen Rechts in Berlin aufgerufen. Es werden 100.000 Menschen erwartet, aus ganz Deutschland gemeinsame Anreisen organisiert. Ein Überblick

von Finn Lyko · 1. Februar 2024
Bereits am 21. Januar wurde vor dem Reichstagsgebäude demonstriert. Am Samstag sollen es noch mehr Menschen werden.

Bereits am 21. Januar wurde vor dem Reichstagsgebäude demonstriert. Am Samstag sollen es noch mehr Menschen werden.

Es könnte die größte Demonstration in Berlin seit vielen Jahren werden. „Ja, unsere Demokratie ist in Gefahr“, heißt es im Aufruf des Bündnisses „Hand in Hand“, der bereits von mehr als 1.400 Organisationen unterzeichnet wurde. Deshalb soll am Samstag, den 3. Februar ab 13 Uhr auf der Bundestagswiese in Berlin demonstriert werden – inklusive Menschenkette um das Reichstagsgebäude. „Wir sind die Brandmauer“ lautet das Motto. Hintergrund sind die Enthüllungen der Rechercheplattform „Correctiv“ über ein Treffen mit CDU- und AfD-Politiker*innen mit Rechtsextremist*innen.

Bei der Großdemo am Samstag erwartet die Teilnehmer*innen neben Redebeiträgen von Journalist*innen, Aktivist*innen und Verbänden Musikbeiträge von Nina Chuba, Deichkind und anderen. Insgesamt ist das Programm von 13 bis 16 Uhr angesetzt.

Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland erwartet

Für die Veranstaltung wurden 100.000 Personen angemeldet – und es werden Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland erwartet. Sollten mehr Menschen als geplant vor Ort sein, sind neben der Bundestagswiese auch die Grünfläche südlich des Kanzleramts, der Park im Spreebogen, die Straße des 17. Juni zwischen Platz des 18. März und Yitzhak-Rabin-Straße sowie der Washingtonplatz am Hauptbahnhof als zusätzliche Demonstrationsorte vorgesehen.

Auch außerhalb von Berlin wurden in der vergangenen Woche Menschen mobilisiert. In vielen weiteren Städten sind ebenfalls Demonstrationen für den Aktionstag geplant. Anreisemöglichkeiten nach Berlin für Demo-Teilnehmer*innen aus ganz Deutschland wurden auf den sozialen Medien angekündigt. So werden aus Köln beispielsweise gemeinsame Nachtbusfahrten organisiert, aus dem Landkreis Prignitz in Brandenburg ist die gemeinsame Anreise per Regionalverkehr ab Bahnhof Wittenberge geplant.

SPD ist mit vor Ort

Auch die SPD wird am Samstag mit vor Ort sein. Wer die Demokratie unterwandere, der müsse mit Widerstand rechnen, heißt es in einem Mailing der Bundesvorsitzenden Saskia Esken an die Mitglieder, in dem ebenfalls zur Teilnahme an der Demonstration am 3. Februar aufgerufen wird. Dieser sich bildende Widerstand sei eine gute Nachricht „für unsere Demokratie, für unsere Partei und für jeden einzelnen von uns“, so Esken.

Autor*in
FL
Finn Lyko

ist Praktikantin in der vorwärts-Redaktion.

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