Aktuelle Rezensionen

13.03.2010 - Können wir aus der Geschichte Lehren für Gegenwart und Zukunft ziehen? Wie fällt rückblickend die Bilanz des 20. Jahrhunderts aus? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen Altbundeskanzler Helmut Schmidt und dem amerikanischen Historiker Fritz Stern. Der Dialog, jetzt unter dem Titel „Unser Jahrhundert“ als Buch erschienen, ist ein Parforceritt durch die transatlantische Geschichte. » Weiterlesen

12.03.2010 - Ein wissenschaftliches Großprojekt hat sich das renommierte Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung unter Leitung von Wolfgang Benz vorgenommen: ein „Handbuch des Antisemitismus „mit Untertitel „Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart“. Dieser Tage ist der zweite Band des auf sieben Bände angelegten Nachschlagewerkes erschienen. » Weiterlesen

10.03.2010 - Es ist die sehr persönliche Erinnerung an eine ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete: In „Ich schenke Dir eine Sommerwiese“ hält Berend Hartnagel, der Mann von Anke Hartnagel, zahlreiche bewegte Momente aus dem Leben der engagierten Politikerin fest. Wie sehr sie auch innerhalb der Partei geschätzt wurde, zeigen die bewegenden Nachrufe anlässlich ihres Todes im Jahr 2004, die im Buch als Zeitdokumente integriert wurden. » Weiterlesen

08.03.2010 - Seitdem um die Jahrhundertwende die soziale Frage neu gestellt wurde, beteiligten sich Frauen aktiv an der öffentlichen Auseinandersetzung. 1933 wurde diese Tradition zerstört und ihre Protagonistinnen verfolgt und ins Exil verbannt. In dem neuen Sammelband „Die Vertreibung des Sozialen“ werden die Folgen diskutiert und die Erinnerung an die Aktivistinnen belebt. » Weiterlesen

05.03.2010 - „Das letzte Wort ist nicht gesprochen“, heißt es in Dietmar Daths Biografie zu Rosa Luxemburg. Ganz in diesem Sinne widmet er sich der streitbaren Frau: Er macht die Theoretikerin stark, bejubelt nicht die Märtyrerin. So trägt er einem bedeutenden Werk Rechnung und unterstreicht die Aktualität der Denkerin. » Weiterlesen

03.03.2010 - Kann die Liebe zweier junger Menschen das Trauma des Balkankrieges überwinden? „Meeresstille“ heißt der zweite Roman von Nicol Ljubić, der den Leser in einem moralischen Zwiespalt zurücklässt. » Weiterlesen

01.03.2010 - Seit dem zweiten Weltkrieg hat es keine vergleichbare Rezession gegeben. Um fünf Prozent ist das BIP 2009 gesunken und wie zu erwarten, wird diese Krise die Arbeitslosenzahlen 2010 in die Höhe treiben. Während die überwiegende Mehrheit in Politik und Wirtschaft das alte Mantra von „Wachstum schafft Arbeit“ anschlägt, wird die naheliegende Frage, ob nicht gerade jener bedingungslose Wachstumshunger die Krise erst ausgelöst hat, wohlweißlich ignoriert. Welche Alternativen für Vollbeschäftigung und mehr Gerechtigkeit in der Arbeitswelt denkbar sind, sind Thema des vorliegenden Sammelbandes. » Weiterlesen

27.02.2010 - Nichts als Krise? Die von effektvollen Reibereien begleitete Präsidentenwahl hat der Ukraine im Ausland reichlich Aufmerksamkeit beschert. Wer einen tieferen Blick auf den großen Nachbarn der EU im Osten riskieren möchte, sollte das sehr persönliche Porträt von Viktor Timtschenko lesen. » Weiterlesen

25.02.2010 - Im 20. Jahr nach dem Fall der Mauer sind viele Bücher über dieses Ereignis geschrieben worden. Auch "Ost-West-Denkstrukturen" hat damit zu tun. Allerdings geht es weniger um die Mauer, die eingerissen wurde, als die, die weiter exitiert: Der mehr als 12 Jahre andauernde Briefwechsel zeigt, dass die Mauer in den Köpfen auch nach dem 9. November 1989 noch vorhanden ist. » Weiterlesen

23.02.2010 - Es geht um moralische Verantwortung und Mittäterschaft. Ceridwen Doveys Roman „Der Koch, der Maler und der Barbier des Präsidenten“ handelt von Alltäglichem im Umfeld eines Diktators. Und es geht darum, dass ein Regimewechsel oft mehr Kontinuität als Veränderung mit sich bringt. » Weiterlesen

21.02.2010 - Bedeutet ein Europa ohne Grenzen wirklich mehr Freiheit für den Einzelnen? In zwölf Interviews thematisieren Karin Resetarits und Alexander Graf Lambsdorff diese Frage. Sie forschen nach dem Verständnis ihrer Gesprächspartner für Liberalität. Politiker, Autoren, Wissenschaftler und kirchliche Würdenträger liefern in „Grenzgänge – Reden über Europa“ sehr persönliche Antworten. » Weiterlesen

19.02.2010 - „Gottverdammte Tage auf einem gottverdammten Planeten“: So lautet der Titel von Dimitri Verhulsts Zivilisationsgeschichte. Mit bitterer Ironie und schwarzem Humor widmet der flämische Schriftsteller sich dem Wesen, das „aus den Wassern kroch“, um die Kontrolle über den Kosmos zu übernehmen. » Weiterlesen

17.02.2010 - Über die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise wurden schon viele Bücher geschrieben, darin Ursachen, Folgen und Lösungsvorschläge genannt. Ulrich Magnus Hammer, ehemaliges Mitglied der Band „Ton-Steine-Scherben“ handelt sie in seinem Roman „Fanal“ allerdings ganz anders ab. Die Finanzkrise ist hier der Auftakt für eine fiktive Entwicklung, die womöglich in einer Katastrophe endet… » Weiterlesen

15.02.2010 - Migrantengeschichten gibt es en masse. Vielfach schreiben die Autoren als „Eiskunstläufer“ der deutschen Sprache für ein deutsches Publikum. Das vor allem eines hören will: Es ist einfach zu schön, um wahr zu sein! Maxim Biller dagegen strotzt vor Unberechenbarkeit – in seiner Art zu denken und zu schreiben. Sein neues Buch „Der gebrauchte Jude“ hat eine eigene Richtung. Es handelt von seinem Werdegang zum Schriftsteller und seinem Jüdischsein. » Weiterlesen

13.02.2010 - Absolute Kontrolle und unbedingte Loyalität sind wesentliche Bestandteile einer Diktatur. Die Nationalsozialisten beherrschten die Indoktrinierung des deutschen Volkes perfekt. Doch nicht nur im deutschen Reich sollte das Gedankengut der Nazis verbreitet werden. Volker Koop beschäftigt sich in "Hitlers fünfte Kolonne" mit der Auslandsorganisation der NSDAP, einem bisher wenig beachteten Thema. » Weiterlesen

11.02.2010 - Den Sommer 1953 verbrachte der Slawistikstudent Ulrich Schiller in der westlichen Herzegowina. Der Aufenthalt entschied über seinen Berufsweg, der ihn ab 1960 als ARD-Korrespondent nach Belgrad, Moskau und Washington führte. Und er öffnete ihm die Augen für deutsche Mitschuld und Mitverantwortung auf dem Balkan. Über die hat er nun ein Buch geschrieben. » Weiterlesen

09.02.2010 - „ ... ich bin ein Seiltänzer ohne Seil und der Abgrund ist nicht nur unten“, so Thomas Bernhard. Am 9. Februar wäre er 79 Jahre alt geworden. Zu seinem Geburtstag liegt der lange erwartete Briefwechsel zwischen dem Schriftsteller und seinem Verleger Siegfried Unseld vor. Ein letzter großer Bernhard in all seiner Sprachgewalt und ein Lesevergnügen ersten Ranges. » Weiterlesen

07.02.2010 - In vielen Wissenschaftsgebieten gilt Alexander von Humboldt als Pionier. Vor allem wegen seiner abenteuerlichen Forschungsreisen erlangte der Preuße Weltberühmtheit. Unter dem Titel „Alexander von Humboldt: Mein vielbewegtes Leben“ hat der Historiker und Literaturwissenschaftler Frank Holl anhand von Selbstzeugnissen die Abenteuer Humboldts nachgezeichnet. » Weiterlesen

05.02.2010 - Was ist von einem Album zu erwarten, das den Namen eines stillgelegten Flughafens trägt? Eine Dreiviertelstunde pures Hörvergnügen. Zumindest dann, wenn es sich um „Tempelhof“ von Sebastian Krumbiegel handelt. » Weiterlesen

03.02.2010 - Der Hass auf Minderheiten ist keine Naturerscheinung, sondern lässt sich bekämpfen. Etwa, indem mit Aufklärung und Wissen Vorurteile abgebaut werden. Diesen Anspruch vertritt ein neues Buch zur Situation der Sinti und Roma in Deutschland. » Weiterlesen

01.02.2010 - Roseanne Clear ist fast einhundert Jahre alt. Den größten Teil ihres Lebens hat die Irin in einer psychiatrischen Klinik verbracht. Ausgeschlossen von einer Gesellschaft, deren Machtverhältnissen sie sich nicht beugen wollte. Für den Versuch ein eigenständiges Leben zu führen, zahlte sie einen hohen Preis. Sie blickt zurück auf „Ein verborgenes Leben“, wie Sebastian Barrys beeindruckender Roman heißt. » Weiterlesen

30.01.2010 - „Wenn alle den gleichen Idealen nacheifern, sind am Ende möglicherweise alle perfekt – aber nicht mehr einzigartig“, befürchtet der Journalist Klaus Werle. In seinem neuen Buch deckt er auf, warum der Optimierungswahn uns schadet und wer wirklich davon profitiert. » Weiterlesen

29.01.2010 - Karl Bröger gehört zu den bedeutendsten deutschen Arbeiterdichtern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er war ein überzeugter und sehr aktiver Sozialdemokrat. Ein neuer Tagungsband rückt den heute weithin unbekannten Nürnberger Schriftsteller wieder ins Bewusstsein. » Weiterlesen

28.01.2010 - Mehr Polizeiausbildung in Afghanistan ist das erklärte Ziel der Bundesregierung. Doch was machen deutsche Polizisten eigentlich am Hindukusch? Und in welcher Gefahr leben sie dort? Der junge Polizeihauptkommissar Dirk Fütterer war ein Jahr als Ausbilder vor Ort. Seine Eindrücke hat er in einem sehr persönlichen Büchlein zusammengefasst. » Weiterlesen

26.01.2010 - Moderne Schamlosigkeit gibt es überall – in den Medien, der Wirtschaft, der Politik und im Alltag. Sie hat viele Gesichter: vom geldgierige Manager, der Millionen an Boni verdient – obwohl sein Unternehmen auf Steuergelder angewiesen ist, bis zu Fernsehshows und Magazinen, die sich allein der Aufgabe verschreiben, Intimes offenzulegen. Wolfgang Hantel-Quitmann untersucht das Phänomen in seinem neuen Buch „Schamlos! Was wir verlieren, wenn alles erlaubt ist“. » Weiterlesen

Advertising