Werbung

Mit dem SPD-ReiseService unterwegs auf Hollands Flüssen und Kanälen

Historische Hafenstadt: Bürgerhäuser an den Grachten in Amsterdam
Historische Hafenstadt: Bürgerhäuser an den Grachten in Amsterdam
Diese gesamte Kreuzfahrt des SPD-ReiseService Berlin auf Hollands Flüssen und Kanälen war etwas Besonderes. Angefangen bei den Schätzen in den Museen und den besonderen Reiz der alten Städte, über die Geschichte des „Goldenen 17. Jahrhunderts“ bis hin zur politischen Gegenwart. Kurz: Kunst und Erholung pur.

Gott erschuf die Welt, aber die Holländer erschufen Holland, so sagen voller Stolz unsere Nachbarn im Westen. Zum Beispiel Kinderdijk bei Rotterdam: Einst herrschte hier die Nordsee. Heute ist dort fruchtbares Land, durchzogen von Kanälen, früher trocken gehalten von Windmühlen, die das Wasser abpumpten. 19 von ihnen stehen immer noch, gehören heute zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Windmühlen von Kinderdijk
Weltkulturerbe der UNESCO: Windmühlen von Kinderdijk

Schöner kann es auf dieser Reise nicht mehr werden, dachten wohl viele von uns an diesem Ort: Ein feiner Nebel lag über dem Moorland und hüllte die Windmühlen in sanftes Licht. Es herrscht eine Stille, wie sie in dem dicht besiedelten Land selten ist. Der Blick geht weit, der ­Horizont ist riesig. Es war reine Schönheit, un­vergesslich.

Vom „Goldenen 17. Jahrhundert“ bis zur politischen Gegenwart

Diese gesamte Flusskreuzfahrt des SPD-ReiseService Berlin war etwas Besonderes: Das Schiff, die „Swiss Pearl“, gemütlich, eine freundliche internationale Crew, der indonesische Küchenchef Erdi Kontesa, der Wunder vollbrachte. Nur halb im Scherz sagte Reiseleiterin Heidrun Isolt, der Smutje sei der wichtigste Mann an Bord. Die Stimmung war gut, jeder redete mit jedem an Bord, man duzte sich schnell. Die politische Grundeinstellung trennte hier die Menschen nicht, sondern verband sie.

Das war auch während der Ausflüge spürbar: Die Kreuzfahrer wollten viel wissen über den als vorbildlich geltenden so­zialen Wohnungsbau, über das Steuer-recht, über die Krankenversicherung in den Niederlanden und über die Schwierigkeiten der neuen Koalitionsregierung, die so gar nicht zueinander passen wollte – Vergleiche mit Zuhause drängten sich geradezu auf. Die hervorragenden lokalen Guides konnten detailliert Antwort geben und so erfuhren wir beispielsweise in Amsterdam nicht nur viel über das „Goldene 17. Jahrhundert“, als die Niederlande dank der Kolonien reich und mächtig wurden und Amsterdam das Finanzzentrum der Welt war, sondern auch über die Gegenwart.

Aber natürlich bucht man eine solche Reise vor allem wegen der Kunst der Vergangenheit – und wird nicht nur von den Schätzen in den Museen geradezu überwältigt. Der besondere Reiz dieser alten Städte, ob Delft oder Dordrecht, Hertogenbosch, Haarlem oder Den Haag ist, dass sie nicht museal wirken, sondern höchst lebendig.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass Deutsche in diesem Land immer wieder mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert werden. Das beginnt schon bald hinter der Grenze in Arnhem. 20 Jahre hat es gedauert, die im 2. Weltkrieg in Schutt und Asche gelegte riesige Kathedrale wieder aufzubauen. Oder Rotterdam: Auch diese Stadt wurde von deutschen Bomben völlig zerstört und ist heute ein Muss für alle an moderner Architektur interessierten Reisenden. Auch die modernsten Häuser und Ensembles wirken verspielt, leicht, menschengerecht. Ein Gebäude ­ergänzt das andere, erschlägt es nicht.

Große Meister der Malerei

Doch im Mittelpunkt der Reise stand die Kunst des 17. Jahrhunderts. Ein ganz besonderer Tipp ist das kleine feine Mauritshuis in Den Haag mit Bildern von Rem­brandt, Vermeer (Das Mädchen mit dem Perlenohrring), Jan Steen und Rubens im dazu passenden Ambiente. Man wird – anders als im Rijksmuseum in Amsterdam –  von der Fülle nicht erschlagen, muss sich nicht durch Menschenmengen drängen.

Der Abschied nach einer Woche stimmte wehmütig, das kleine Schiff war rasch ein Zuhause geworden. Und wie das funktioniert mit den riesigen Containerschiffen, die von Rotterdam aus in alle Welt auslaufen, haben wir auch noch gelernt – dank des Reiseleiters Lutz ­Stemme, der uns nachmittags im Salon auf unterhaltsame Weise mehr beibrachte über Nautik als wir im Kopf behalten konnten.

INFO: Mehr Informationen zum SPD-ReiseService finden Sie unter: www.spd-reiseservice.de