Dein Tag für Afrika

Wie zwei Schülerinnen in der SPD-Zentrale Afrika helfen

Kai Doering21. Juni 2016
Katarina Barley bei Dein Tag für Afrika
Beeindruckt: SPD-Generalsekretärin Katarina Barley mit den Schülerinnen Marlene Horzetzky und Luisa Müller
Am „Tag für Afrika“ gehen Schüler deutschlandweit in Betriebe und spenden ihren Lohn für Hilfsprojekte. Zwei Gymnasiastinnen aus Berlin suchten sich hierfür am Dienstag das Willy-Brandt-Haus aus. Besonders vom Namensgeber der SPD-Parteizentrale waren sie beeindruckt.

Der Tag ist bereits eine feste Institution. Am „Tag für Afrika“ jobben Schüler in ganz Deutschland kurz vor den Sommerferien für den guten Zweck. Das Geld, das sie an diesem Tag verdienen, fließt als Spende an Bildungsprojekte in Burundi, Ruanda, Südafrika, Uganda und Ghana. Am Dienstag fand der „Tag für Afrika“ zum 14. Mal statt. Unter der Schirmherrschaft der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer beteiligten sich deutschlandweit 180.000 Schüler von 562 Schulen.

So gut Norwegisch sprechen wie Willy Brandt

Zwei von ihnen waren Luisa Müller und Marlene Horzetzky von der Berliner Max-Delbrück-Schule. Sie verbrachten ihren „Tag für Afrika“ in der Parteizentrale der SPD, dem Willy-Brandt-Haus. Dort bereiteten sie den Empfang einer Besuchergruppe vor, sortierten Informationsmaterial und halfen beim Aufbau des „Public-Viewings“ für das Europameisterschaftspiel der nordirischen gegen die deutsche Mannschaft.

Besonders interessierten sich die Gymnasiastinnen für den Namensgeber des Gebäudes, Willy Brandt. „Ich habe gehört, dass er während seiner Exilzeit so gut Norwegisch sprechen konnte, dass er für einen Norweger gehalten wurde“, zeigte sich Luisa Müller beeindruckt. Sie selbst ist ein Jahr in Norwegen zur Schule gegangen und möchte „auch so gut Norwegisch wie Willy Brand“ sprechen können.

Beweis für das Engagement junger Menschen

SPD-Generalsekretärin Katarina Barley begrüßte Luisa Müller und Marlene Horzetzky im Willy-Brandt-Haus und bat sie, ihr mitzuteilen, „falls euch während eurer Arbeit etwas Besonderes auffällt“. Das Engagement der beiden Gymnasiastinnen beeindruckte Barley. „Dein Tag für Afrika ist ein schöner Beweis für das vielfältige zivilgesellschaftliche Engagement junger Menschen“, lobte sie. „Globale Ungerechtigkeiten zu erkennen und zu verstehen, ist der erste Schritt, um unsere Welt gerechter zu machen.“

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Kommentare

Tag für Afrika

Das Engagement der Schülerinnen des Leistungskurses Politikwissenschaft ist hoch zu loben. Jedoch stellt sich der Tag in der SPD-Zentrale für die beiden nicht ganz so dar wie oben beschrieben. Für drei Minuten aus einem kleinen Kabuff geholt, in dem sie den ganzen Tag Flyer zählen mussten (abgesehen von einer kurzen Führung durch das Willi-Brand-Haus), fühlten sie sich durch Frau Barley für PR- Zwecke missbraucht. (Denn mehr als das Foto und ein für diesen Augenblick improvisiertes Pseudogespräch war da nicht.) Schade! Die Rückmeldung im PW-Kurs war enttäuschend. Wir setzen uns übrigens gerade mit Partizipationsmöglichkeiten der Bürger*Innen auseinander...

Vielen Dank...

...für den Hinweis. Wir werden der Sache nachgehen und uns melden. Uns wurde wie oben beschrieben von dem Tag berichtet, aber das kann natürlich nicht der Sinn der Sache sein.