Oberbürgermeisterwahl Hannover

Mit Zuversicht in die zweite Runde

Laura Giesen23. September 2013

Der Sozialdemokrat Stefan Schostok hat bei der Oberbürgermeisterwahl in Hannover mit 48,9 Prozent knapp die erforderliche absolute Mehrheit verpasst. Sollte er die Stichwahl in zwei Wochen wie erwartet gewinnen, würde damit eine lange Tradition fortgesetzt: Seit 1946 bekleiden Sozialdemokraten das höchste Amt in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Da der bisherige Oberbürgermeister Stephan Weil Anfang des Jahres in die Landespolitik wechselte und nach den erfolgreichen Wahlen Ministerpräsident von Niedersachsen wurde, muss das Amt neu besetzt werden. Am Sonntagabend fieberte die niedersächsische SPD, zunächst ohne ihren Kandidaten, in der Hannoveraner Bar „Nordkurve“ den Wahlergebnissen entgegen, wie sonst die Fans des Fußball-Bundesligisten Hannover 96. Die Oberbürgermeisterwahl war dabei eine besondere Probe, da Schostok ohne Amtsbonus ins Rennen ging. In der vorherigen Legislaturperiode des niedersächsischen Landtags hatte er das Direktmandat für den Wahlkreis Hannover-Mitte geholt und war Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten.

Als Schostok nach der Verkündung der Ergebnisse in der „Nordkurve“ ankam, wurde er von seinen Parteifreunden herzlich begrüßt. Er bedankte sich bei seinen Unterstützern und Wählern und zeigte sich zuversichtlich, die Stichwahl gegen Matthias Waldraff (CDU) am 6. Oktober zu gewinnen. Der lag bei der ersten Runde mit 33,8 Prozent weit hinter Schostok. Der Kandidat der Grünen, Lothar Schlieckau, kam auf 11 Prozent und Maren Kaminski von der Linken auf 6,4 Prozent. Auf die zweite Runde ist Schostok gut vorbereitet. Er kündigte an, es gebe schon neue Plakate und zusätzliche Inhalte und sagte: „Ich freue mich richtig auf noch zwei Wochen Wahlkampf.“