Meine Arbeit als Softwareentwicklerin

Tüfteln im Team

Maicke Mackerodt27. März 2013

"Kreativität hilft mir, beim Entwickeln der Software meiner Phantasie freien Lauf zu lassen."

Obwohl ich erst im Sommer meine duale Ausbildung beende, kann ich schon jetzt eigenständig arbeiten. Etwa Software für Krankenhäuser entwickeln, konzipieren, optimieren und sogar beim Kunden warten. Das finde ich toll. Was mir auch gefällt ist der Teamgeist und dass ich von Anfang an Geld verdient habe.
Ich komme vom Land, aus Monschau in der Eifel, und wollte eigentlich Mathe-Lehrerin werden. Physik und Mathe haben mich schon in der Schule fasziniert. An der Uni habe ich aber gemerkt, dass mir ein reines Mathe-Studium zu theoretisch war. In erster Linie habe ich einen Beruf gesucht, der mir Spaß macht. Als ich von der dualen Ausbildung zum MATSE hier in Aachen hörte, dachte ich: Das klingt interessant. Ein ganz junger Beruf der IT-Branche. An zwei festen Tagen war ich in Jülich an der FH Aachen. Stochastik, Numerik, Analysis, das sind Mathe-Aufgaben wie in der Schule, nur auf höherem Niveau. Informatik gefällt mir richtig gut. Die Programmiersprache Java habe ich ähnlich wie Vokabeln gelernt, damit ich das, was ich denke und entwickeln möchte, auch umsetzen kann. Für meine praktische Ausbildungsstelle musste ich mich wie bei einem Job richtig bewerben. Gelandet bin ich bei einer Aachener Softwarefirma. Meine Aufgabe ist, Krankenhaussoftware weiterzuentwickeln. Jetzt im letzten Semester habe ich keine Uni mehr, arbeite Vollzeit als Entwicklerin.
Wenn ich gegen halb neun komme, informiert mich der Kundenberater, was zu tun ist. Um halb zehn besprechen die Projektteams wie weit sie sind. Dann tüftele ich bis halb fünf an einer Verbesserung der Krankenhaus-Software, schaue mir den Quellcode an, überlege, wie zum Beispiel Patiententransporte optimiert werden können.
In meiner Freizeit spiele ich Klarinette und male mit Ölfarbe. Die Kreativität hilft mir, beim Entwickeln der Software meiner Phantasie freien Lauf zu lassen: Eigene Ideen einbringen, meinen Stil entwickeln, verbunden mit logischem Denken, das ist Spitze. Meine Ergebnisse testet zuerst der Entwickler. Wenn es klappt, finde ich das cool.
Was ich toll finde, ich lerne nie aus: Die Programmiersprache entwickelt sich immer weiter. Zuletzt musste ich mich einarbeiten, um für ein Smartphone eine Software mitzuentwickeln. Wenn ich sowas schaffe, bin ich stolz.

Ausbildung: 3 Jahre duales Studium

Status: angestellt

Gehalt: 34.400 Euro Jahresgehalt, für Azubisbis 800 Euro mtl.

Arbeitszeit: 40 Wochenstunden

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