Kohlekommission

Svenja Schulze: „Ich glaube nicht, dass der Kohleausstieg zu höheren Strompreisen führen wird.“

Kai Doering13. Februar 2019
Svenja Schulze Kohleausstieg Klimaschutz
Svenja Schulze: Man kann auch eine klimaverträgliche Volkswirtschaft entwickeln, ohne auf die Hochrisikotechnologie Atomkraft zu setzen.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze ist mit den Vorschlägen der sogenannten Kohlekommission zufrieden. Mit ersten Eckpunkten für ein Kohleausstiegsgesetz rechnet sie im Frühsommer. Steigende Energiepreise fürchtet Schulze nicht.

Deutschland soll bis spätestens 2038 aus der Kohle aussteigen. So empfiehlt es die sogenannte Kohlekommission. Sind Sie mit diesem Enddatum zufrieden?

Ich bin vor allem sehr zufrieden mit der Arbeit der Kommission. Über das genaue Enddatum wird 2032 entschieden. Viel wichtiger als das Enddatum für die Kohleverstromung ist für mich, dass wir jetzt mit dem schrittweisen Ausstieg beginnen und wir kontinuierlich weniger Kohle verstromen und mehr Erneuerbare Energien ins Netz bringen.

Svenja Schulze

Was bedeutet das für die Einhaltung der Pariser Klimaziele?

Der Kohleausstieg ist für uns ein wichtiger Baustein, um beim Klimaschutz voranzukommen. Als nächstes müssen wir auch in den Bereichen Industrie, Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft konkrete Schritte vereinbaren. Mit dem Klimaschutzgesetz als Rahmen und konkreten Maßnahmen für die einzelnen Bereiche werden wir einen verbindlichen Plan vorlegen, mit dem wir unsere Klimaziele erreichen werden. Wir setzen auch international ein wichtiges Zeichen: Deutschland ist das einzige Industrieland, das sowohl aus der Atom- und Kohleenergie aussteigt. Damit zeigen wir: Man kann auch eine klimaverträgliche Volkswirtschaft entwickeln, ohne auf die Hochrisikotechnologie Atomkraft zu setzen.

Manche Verbraucher fürchten künftig höhere Energiepreise. Ist die Angst berechtigt?

Von interessierten Kreisen wird hier ein Angstszenario aufgebaut. Das halte ich für unseriös. Ich glaube nicht, dass der Kohleausstieg zu höheren Strompreisen führen wird. Es kommt jetzt darauf an, dass wir auch energiepolitisch unsere Hausaufgaben machen und die Erneuerbaren Energien, die wesentlich günstiger sind als die Kohle, auch konsequent ausbauen. Wichtig ist aber auch der Netzausbau – hier können auch Risiken für die Energiepreise entstehen, wenn das nicht rasch und klug organsiert wird.

Neben der Energieerzeugung wird im Verkehr das meiste CO2 ausge­stoßen. Was muss sich in diesem Bereich ändern?

Eine ganze Menge. Der Verkehrsminister hat Experten beauftragt, Ideen für mehr Klimaschutz im Verkehr zu erarbeiten. Die Vorschläge sollen bis Ende März vorliegen. Klar ist: Wir müssen an vielen Stellschrauben drehen. Dazu gehören zum Beispiel mehr E-Autos, ein besserer ÖPNV, eine attraktivere Bahn und sichere Fahrradwege. Wir müssen einerseits Mobilität neu denken und andererseits die Automobilindustrie im Strukturwandel begleiten.

Die Empfehlungen der Kohlekommission sind unverbindlich und müssen nun in Gesetzesform gegossen werden. Wann ist mit einem Gesetz zu rechnen?

Seit der Übergabe des Kommissionsberichts laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Schon bald wird die Bundesregierung ein Sofortprogramm starten, mit dem erste Impulse für den Strukturwandel angestoßen werden sollen. Wir benötigen konkrete Perspektiven für die Kohleregionen und einen verbindlichen Ausstiegspfad. Dafür wird es eine ganze Reihe von Gesetzen und Gesetzesänderungen geben. Ich rechne mit ersten Eckpunkten vor der Sommerpause und einem Abschluss bis Ende des Jahres.

Just Transition – Den Klimawandel gerecht gestalten

weiterführender Artikel

Kommentare

Dann gibt es eben andere Ausreden

"Es kommt jetzt darauf an, dass wir auch energiepolitisch unsere Hausaufgaben machen und die Erneuerbaren Energien, die wesentlich günstiger sind als die Kohle, auch konsequent ausbauen."

Nunja, dann erkläre man mir doch bitte, warum die "wesentlich günstigeren" Energieformen zu höheren Strompreisen führten.
Komischerweise hat man staatlicherseits irgendwelche funktional widersinnigen Umlagen eingeführt (EEG z.B.). Statt die Unternehmen zu verpflichten hat man mit Konstrukten wie der EEx massive Preissteigerungen zu Lasten der Verbaucher ermöglicht.

Wie in vielen anderen Bereichen verlangt die Industrie also staatliche Subventionierung um ihre verpennten Innovationen doppelt bezahlt zu bekommen.
Schon komisch, Apologeten des "freien Marktes" nuckeln gern am Subventionsschnuller statt ihre Unternehmen vón allein "wettbewerbsfähig" zu halten.
Es wird interessant inwiefern wieder zum Schaden der Verbraucher gehandelt wird. Natürlich "für die Umwelt", die man mit Strafen für geplante Obsoleszenz natürlich nicht schützen mag.

Erneuerbaren Energien wesentlich günstiger sind als die Kohle?

Wenn Sie meinen, dass Erneuerbare Energien wesentlich günstiger sind als Energie aus Kohle, haben Sie einen beträchtlichen Nachholbedarf an Wissen, dem mit 1200 Zeichen auf dieser Seite nicht abzuhelfen ist. Die Erneuerbaren Energien (Fotovoltaik, Wind, Biomasse) in der Stromerzeugung werden mit dem EEG subventioniert, das den Verbrauchern rund 30 Mrd. €uro/a kostet. Weitere Mrd. für den erforderlichen Netzausbau werden in den Netznutzungsentgelten eingerechnet und versteckt. Hier gibt es keinen "freien Markt" sondern Planwirtschaft von Dilettanten, bei der Lobbygruppen bedient werden. Wer hier als Linker Umverteilung von "Oben" nach "Unten" sucht, wird schnell fündig - wenn er denn wollte und nicht auf einem Auge blind ist.

Lieber Angreifen statt lesen ?

Die Behauptung das Erneuerbare" wesentlich "günstiger" sein sollen habe ich direkt dem Artikel entnommen, das sie bei den aktuellen politisch gestalteten Energiepreisverzerrungen realitätsfern ist, ist mir bewußt..

Nichtsdestotrotz bedürfen die im Artikel aufgestellten Behauptungen einer Unterfütterung und bei den primär den Familien und Privathaushalten aufgebürdeten finanziellen Belastungen der "Umstellung" erwarte ich von einem Artikel, der die Behauptung einer "günstigeren" Energieform aufstellt auch eine Erklärung warum eine "günstigere" Energieerzeugung die Strompreise massiv nach oben treibt.
Den ganzen anderen Unsinn betreffs aktueller Handhabung der "Erneuerbaren" sollte man in technisch affinen Foren diskutieren, hier fehlt den politischen Protagonisten einfach pervers viel grundlegender technischer und physikalischer Sachverstand.
Komischerweise scheint es auch den Einflüsterern aus Lobbystan an Sachverstand zu fehlen. Gibt es wirklich niemand sonst, auf den ein ehrlicher Politiker (Oxymoron-Alarm bitte ignorieren) hören könnte ?

Glaubensfragen

gehören in die Kirche, Moschee oder Synagoge

Glaubensfragen?!

Wissen ist allemal besser als glauben, besonders bei Naturwissenschaftlichen Fragestellungen.

Groko-Geschwurbel

Leider empfinde ich das Interview ebenso wenig erhellend wie die Ergebnisse der gestrigen Koalitionsrunde. Das alles vermitteln den Bürgerinnen und Bürgern zunehmend den Eindruck, die GroKo weicht aktuellen Herausforderungen aus. Wir sprechen gern und viel über alles, doch am Ende regeln wir nix. CDU/CSU/SPD wollen den Klimaschutz vorantreiben, das Bildungssystem reformieren, die Infrastruktur erneuern, für ein schnelles Internet sorgen und Funklöcher beseitigen. Tatsächlich steigen die Schadstoffemissionen weiter an, zerfallen die Bildungsanstalten, in denen den Kindern Wissen nach Methoden der 1970er Jahre vermittelt wird, ist nichts so alltäglich wie das Smartphone ohne Empfang, bleibt das Rentensystem unreformiert.
Die Umweltministerin glaubt, die Strompreise würden nicht steigen. Und ergeht sich darüber hinaus mit "Wir müssen ..." Antworten. Dann tut es doch endlich!

Diese GroKo wird mehr und mehr zur Belastung für Deutschland, das endlich fit gemacht werden muss für die Herausforderungen der Zukunft.

Absurdes Schauspiel !

Diese Groko -Regierung hat nicht den Mut den Menschen die Wahrheit über den notwendigen und sicher kommenden Wandel zu erklären, dabei bleibt auch die Erzählung über die erheblichen Chancen für uns und die kommende Generation auf der Strecke ! Stattdessen wird versucht mit Hilfe von Scharlatanen die etablierte Wissenschaft zu diskreditieren.
Der Autoindustrieminister konnte nahezu unwidersprochen und ungeprüft von seinem Ministerium über Gegenrechnungen von vermeintlichen Fachleuten in die Welt posaunen, die nach aktuellen Erkenntnissen einen wesentlichen Rechenfehler im Bereich vom Tausendfachen ergab ! Auch das Umweltministerium hatte diesen Irrsinn nicht erkannt und lässt den Polit-Scharlatan Scheuer ungestraft Fake-News schwafeln ! Diese Groko hat abgewirtschaftet , weil sie nicht einmal die anheligendsten Umwelt- und Gesundjeitsmassnahmen umsetzt wie generelles Tempolimit 120/130 auf Autobahnen wie sonst überall in Europa und anderswo längst bewährt ! Bei Energiewende wird die naheliegende dezentrale Energieversorgung einschl.Bürgerenergieprojekten und Selbstversorgung nahezu komplett an den Rand gedrängt und gleichzeitig wieder auf Großkonzerne gesetzt !

Bevor über die künftigen

Bevor über die künftigen Strompreise spekuliert wird, sollte geklärt werden, wo denn zukünftig der Strom herkommen soll. Solar- und Windstrom wird nicht ausreichen bzw. auch nicht jederzeit ausreichend zur Verfügung stehen. Will DE denn Kohlestrom aus Tschechien, Polen oder Atomstrom aus Frankreich kaufen? Die Lithiumgewinn für evtl. Speicherbatterien ist einer erheblichen Umweltbelastung verbunden. Hauptsache die "Sauerei" findet woanders statt und nicht im eigenen Land.

Frage des Wollens nicht des Könnens !

Mit einer iintelligenten, zeitlich variablen Strombepreisung abhängig vom jeweiligen nationalen Stromangebot ließe sich da schon mal viel machen, genauso wie mit dezentraler Energieerzeugung zum Eigenverbrauch, Effizienzsteigerungen und Lebensstiländerung. Im großen und ganzen ist es unser dekadenter Lebensstil der uns auch intellektuell träge werden lässt und uns Denkverbote aufzwingt, wo es keine geben müsste.
Wissenschaftler des Club of Rome mahnen seit langem zu einer gesunden Bescheidenheit. Sie schlugen vor die gesetzl. Urlaubszeit zu verlängern bzw. ein paar Feiertage mehr im Jahr. Wenn die Bänder etwas länger stillstehen bricht die Welt nicht zusammen.
Produziert wird zu einem hohen Anteil eh nur Unötiges oder Ungesundes (so wie der steinzeitliche Verbrenner-Individual-PKW)..! Es ist eine Frage des Wollens und nicht des Könnens. Das Mass des Glücks hängt eben nicht unmittelbar mit der Größe des Wirtschaftswachstums zusammen und schon gar nicht mit dem Ausmass an Verschwendung (Thema Wegwerfkonsum !). Ein bisschen "Hygge" würde uns allen gut tun und weniger Energie verbrauchen !

Gleichstromspeicher sindtechnisch fragwürdig.

Abgesehen von den normalen Verschleißerscheinungen bei Batteriespeichern und den Problemen, das Lithiumzellen nicht ansatzweise Frostsicher sind und sich bei Tiefetladung unrettbar selbst zerstören sind auch andere, sehr grundlegende technische Fragen ungeklärt.
Hätten wir genügend Bergseen um eine entsprechend hohe Anzahl Pumpspeicherwerke zu realisieren wäre das - abseits der Umweltzerstörung - zumindest technisch sinnvoller und funktional nachhaltiger als das Gleichrichten von Strom, Verluste beim Aufladen der wie auch immer gearteten Energiespeicher und weitere Verluste beim Wechselrichten und Rückspeisen ins Netz.
Allein die technischen Grundlagen der "Energiewende" mit den nicht zuverlässig und gleichmäßig liefernden "Erneuerbaren" sind meines Wissen nach nicht einmal ansatzweise angesprochen worden.
Die gröbste ungefähre Näherung wären die ach so "effizienten" Stromtrassen.
Wie wäre es denn hier mal mit einem echten Europaprojekt ? Bei den ganzen Küstenlinien, für Gezeitekraftwerke tauglichen Buchten etc. ist meiner Ansicht nach ein europaweites Konzeopt in Puncto "erneuerbare" wesentlich realistischer als der überteuerte, konzeptlose Alleingang hierzulande.

Kohleausstieg führt zu höheren Strompreisen

Svenja Schulzes Glaube, dass der Kohleausstieg nicht zu höheren Strompreisen führen wird, ist so fundiert wie einst die Pressemitteilung vom 30.7.2004 des damaligen Bundesministers für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Jürgen Trittin. In dieser Presseerklärung teilte er mit, "Es bleibt dabei, dass die Förderung erneuerbarer Energien einen durchschnittlichen Haushalt nur rund 1 Euro im Monat kostet - so viel wie eine Kugel Eis.“ In 2017 ist für einen durchschnittlichen Haushalt nun ein Betrag von rund 24 €/Monat erreicht und ein Ende nicht in Sicht. Solche leichtfertig dahergeplauderten Aussagen verstärken nur die Politikverdrossenheit und den Eindruck, in der Regierung (und der SPD) sitzen nur Dilletanten.

Klimaziele ignorieren bis zum Exodus

Die große Frage ist doch: was ist uns der Erhalt unserer Lebensgrundlagen Wert !
Energie war (und ist) über Jahrzehnte viel zu günstig zu haben weil Ressourcenendlichkeit, und Folgen von deren Klima-,Umwelt- und Gesundheitsschäden nicht eingepreist sind !!! Gerade höhere Energiepreise sind Anreize sparsam und intelligent mit knappen Energieressourcen umzugehen.l
Wir können ja die Klimaziele soweit ändern bis wir unser dekadentes Verhalten beibehalten können.
Siehe die ganz aktuell geplanten absurden Erhöhungen der Schadstoffgrenzwerte für Diesel-Autos auf Druck der Autoindustrie (BMW u. Co). Es ist an Dreistigkeit und Ignoranz wohl kaum noch zu übertreffen:
https://www.focus.de/auto/news/nachruestungen-koennten-umgangen-werden-b...
Umweltpolitik von vorgestern !!! Politiker/innen nur noch Marionetten der (Auto-)Industrie !!???

Jedenfalls ein ganze Beutel voller Ablenkungen

Seit der Debatte um sauren Regen gab es nur kurz eine Aufmerksamkeitsspanne für die massive Müllerzeugung und Überproduktion durch geplante Obsoleszenz.
Bei allem Energiespar-Irrsinn hat sich noch immer kein einziger Politiker was dabei gedacht, die ausgeuferten Standby-Schaltungen durch echte Netzschalter zu ersetzen.
Stattdessen finden die öffentlich zugelassenen Diskussionen nicht etwa dort statt, wo wirklich was zu machen wäre (speziell Bauvorschriften gegen Überproduktion bzw. Produktion von Gütern mit eingebauter Selbstzerstörung) sondern bürden den Kunden Mehrkosten auf, die angeblich der "Umwelt" dienen sollen.
Ideologiediktatur per Preiswucher= wer Geld hat macht weiter..

Wie hat man nochmal die FCKW damals eingrenzen können ? Durch Preise oder durch den Hebel da wo er hingehört, nämlich an den empfindlichsten Punkten der Hersteller und Verursacher ?
Kerosin wird weiterhin staatlich gefördert, was letzten Endes ein weiteres Indiz dafür ist das "umweltpolitik" überwiegend zum Schaden der Endverbraucher betrieben wird, während man Verursacher schützt.

Solange dieses Image immer wieder bestätigt wird, sind auch wirksame und notwendige Maßnahmen diskreditiert.

Energie/Elektrizität

Bedauerlicherweise wird unter dem Stichwort Energiewende immer nur die Elektrizitätswende diskutiert; wenns hoch kommt bespricht man dann noch den Energiebedarf der Mobilität. Der Wärmebedarf verbraucht immer noch den größten Teil der Primärenergie. Wärmesparmaßnahmen (Dämmung) treiben die Mieten in unerschwingliche Höhen (dank der bestehenden Gesetzeslage), und auch die Auslagerung der Energieintensiven Eisen- und Stahlherstellung (von Aluminium wollen wir garnicht erst reden) nach China oder Indien bringt zwar für die nationale Energie/Klimabilanz ein Feigenblatt, aber für den Planeten garnichts.
Warum sind denn die ganzen neuen Gasthermen nicht mit einem Stirlingmotor gekoppelt, der zusätzlich noch 15% Elektrizität aus der Abwärme gewinnt - die Technologie gibt es.
Elektroautos sind Unfug - jetzt schon werden Lithium und Cobalt für die Batterien unter fragwürdigen Bedingungen gewonnen, aber das ist ja in Chile oder im Kongo. Undiesen linksbolschewistischen Evo Morales, der da in Bolivien auf UNSERN Lithiumvorräten sitzt, also den werden wir auch noch durch einen genehmen Faschisten ersetzen !

Bitte beachten Sie unsere Netiquette. Bei Verstößen löschen wir den Kommentar.

Perry Rhodan grüßt aus der Vergangenheit ;)

Abwärmenutzung ist zumindest bei BHKW und neueren Heizungen durchaus Thema, allerdings tauchen hier wieder Probleme mit geplanter Obsoleszenz auf. Bosch-Heizungen( Markennamen wie Buderus) sind z.B. chronisch anfällig für Probleme mit der Brennstoffpumpe (Zahnradpumpe aus Kunststoff), die Kondenswasserableitung vom Wärmetauscher ist auch nicht gerade vorbildlich gelöst.
Hier kann Umwelt(v)erträglichkeit nur mit durchgehenden Konzepten realisiert werden.

Umwandler statt reine Wärmetauscher sind aktuell mit einem eher geringen Wirkungsgrad behaftet und benötigen eine Wärmedifferenz, die konstant aufrechterhalten werden muß. Den Brenner in Peltier-Elemente oder Stirling-Generatoren "einwickeln" bedeutet eben leider auch auf Isolation/Abwärmenutzung zu verzichten.

Elektromobilität und auch "Energiespeicherung" auf Li-Ion/LiFePo-Basis ist umwelt- und (wirtschafts)technischer Unsinn. Abseits von Gewicht/Energiedichte sind zu viele Nachteile dieser Energiespeicher vorhanden (Tieftemperatur, Entladungsprobleme, etc.) als das man hier von einem tragfähigen Konzept reden könnte.
Entgegen des Medienbildes fehlt ein tatsächliches Konzept für "Erneuerbare".

Eine Frage an die technisch

Eine Frage an die technisch Versierten hier im Forum: Wieviel Stahl muss geschmolzen werden bzw. vielviel Zement für den Sockel wird verbaut bis ein Windrad der neuen Generation in Betrieb genommen werden kann? Wie viele Jahre kann ein Windrad Strom produzieren?
Die Frage bezieht sich darauf, wieviel Energie braucht es um umweltfreundlichen Strom zum produzieren.

Überaus positive Energiebilanz !

Zum Thema habe ich folgendes gefunden:

http://www.nlf-buergerwind.de/informationen-zur-windenergie/energiebilan...

Unsere Groko-Vertreter täten gut daran, das Thema Bürger-Energie verstärkt in den Blick zu nehmen und zufördern, da somit auch die Akkzeptanz dieser zumindest in Teilen unverzichtbaren Anlagen erhöht wird !!!

Hilfreich wäre auch eine Förderung von "kleinen" Solaranlagen für alle brauchbaren Hausdächer verbunden mit Direktverbrauch bzw. Zwischenspeicherung, da somit einige teure Leitungen überflüssig werden ! Auch Mieterstrommodelle sollten besser gefördert werden, da es die Wohnkosten verbilligt !!
Besser als blödsinniges Baukindergeld, dass die falschen fördert und zudem an die Bauindustrie durchgereicht wird, mit dem Effekt dass die Baupreise noch schneller steigen !!!

"kleine" Solaranlagen sparen keine Leitungen

Da müßten Sie meiner Ansicht nach entscheiden: entweder Sie speisen die per Solarzelle erzeugte Energie über einen Inverter ins normale Wechselstromnetz ein (was besteuert wird und fragwürdigen Wirkungsgrad aufweist) oder Sie bleiben im Gleichstrom und haben damit die zusätzlichen Probleme von sowohl Batterie(Lebensdauer !) als auch zweitem Niederspannungsnetz (z.B. 12 Volt für kleine Brauchwasserpumpen oder LED-Beleuchtung).
In jedem Fall wird es in der technischen Infrastruktur eher zu Mehrbelastung der Umwelt kommen, auch zeigt der "Fördermittelbedarf" das die aktuellen Lösungen alleine nicht wirklich sinnvoll bzw. unsubventioniert lebensfähig sind.

Solaranlagen zu fördern halte ich für Wirtschaftsförderung chinesischer Hersteller, nicht zuletzt auch weil die deutsche Exide ("Sonnenschein"-Batterien, usw.) bereits seit Jahren ebenso wie die ehemals deutsche Solarindustrie überwiegend nach Fernost verkauft ist - mit entsprechend "umweltfreundlichen" Herstellungs- und Lieferkettenproblemen.
Wenn schon Sonne und Dach, dann scheinen mir Solarkollektoren=Warmwasser/Heizung in unseren Breiten sinnvoller, zumal auch nicht derartig verschleißbehaftet wie Solarzellen.