Kommentare im Netz

SPD-Tweets: Harte Kritik an Seehofers Äußerungen

Angelina Sortino06. September 2018
Bundesinnenminister Horst Seehofer
Horst Seehofer ist nach seinen Äußerungen zu den Themen Migration und Chemnitz Ziel eines „Twitter-Shitstorms“.
Bundesinnenminister Horst Seehofer bezeichnete laut „WELT“ Migration als „die Mutter aller Probleme“. Erste negative Reaktionen ließen im Netz nicht lange auf sich warten. Einige SPD-Politiker forderten Seehofers Rücktritt.

Lange hatte Bundesinnenminister Horst Seehofer zu den Ereignissen in Chemnitz geschwiegen. Nun äußerte er sich laut „WELT auf einer Klausurtagung der CSU-Landesgruppe im brandenburgischen Neuhardenberg zu den Vorfällen. Er nannte dort die Migrationsfrage „die Mutter aller Probleme. Auch soll er laut Informationen, die die „WELT aus Teilnehmerkreisen erhalten hat, gesagt haben, er habe Verständnis, wenn sich Leute empörten, das mache sie noch lange nicht zu Nazis.

Reaktionen und Kritik auf diese Worte ließen im Netz nicht lange auf sich warten. Auch viele SPD-Politiker kritisierten Seehofer für seine Aussagen.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil fragte, ob Seehofer selbst nicht der Vater vieler Probleme sei:

Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles vermutete hinter der Aussage einen Seitenhieb gegen Merkel. Sie mahnte an, dass man sich wieder auf die eigentliche Aufgabe der Regierung konzentrieren müsse:

Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Thorsten Schäfer-Gümbel sah das ähnlich:

Für Bürger mit Migrationshintergrund waren Seehofers Aussagen ein Schlag ins Gesicht. Das bestätigten auch die Tweets der SPD-Mitglieder mit ausländischen Wurzeln. So schrieb die SPD-Abgeordnete Maja Lasic:

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Karamba Diaby und die Spitzenkandidatin der BayernSPD Natscha Kohnen forderten sogar Seehofers Rücktritt:

Andere versuchten Seehofers Aussagen mit Galgenhumor zu begegnen. So auch SPD-Social-Media-Referent Robin Mesarosch:

Seehofer selbst hat seine Aussagen bisher noch nicht öffentlich kommentiert.

 

weiterführender Artikel

Kommentare

Die Mutter der Schlachten - أُم المعارك

Beobachteten wir Horst Seehofer als christsozialen Identitären im Laufe der letzten zwanzig Jahre, gab es sehr früh Anlass zur Sorge, dass seine Radikalisierung nicht folgenlos bleiben, wie auch in absehbarer Weise nicht enden wird. Insoweit ist seine Anlehnung an Saddam Hussein, der den damals bevorstehenden dritten Golfkrieg als "Mutter [aller] (der) Schlachten" bezeichnete auch eine Kriegserklärung gegen die herrschenden Parteien der jetzigen Koalition. Steuerfinanziert lebt Seehofer den Widerspruch seines verfassungsfeindlichen Wesens gegenüber seinem Eid auf die Verfassung in allem Genuss weiter.

Er glaubt von niemanden gestoppt werden zu können und ist auch bereit, die Bewerbung seines Parteikollegen Manfred Webers zu zerlegen. Seehofer befindet sich als Rambo in einem persönlichen Kulturkampf gegen die vielfältige Zivilgesellschaft in ganz Deutschland. Merkels Schwäche ihn nicht ersetzen zu wollen wird zur Schwäche der ganzen Koalition. Der kausale Blödsinn, dass die Einwanderung von Menschen für die Lebensverweigerung des unionschristozialem Klassismus und der daraus resultierenden Entzweiung von sozialem Frieden ist, kann nur noch mit ein Damaskuserlebnis gelöst werden.

Seehofer

(geheim – nur für taube Ohren – nicht weitersagen!)

Vor den Toren Berlins, im Feldlager zusammengerottet steht der Dobrindt mit seiner bajuwarischen Trachtenarmee in vollem Wichs, wartend auf den Angriffsbefehl von Sturmbandenführer Horst, verkleidet als König Ludwig der II, seine Heimat durch Restdeutschland gefährdet sieht und ala Trump eine Mauer um seine bayerische Heimat, sein kurfürstliches Trum errichten will.

Maurer gesucht!