Mittelstandsbeauftragter

SPD-Mittelstandsbeauftragter Harald Christ: „Wir wollen alle am wirtschaftlichen Erfolg beteiligen“

Lars Haferkamp19. Dezember 2018
Harald Christ wurde im Juli 2018 vom SPD-Parteivorstand zum SPD-Beauftragten für den Themenbereich Mittelstandspolitik bestimmt. Er möchte einen konstruktiven Dialog zwischen Politik und Wirtschaft. Als „Mann der Wirtschaft“ steht er dafür ein, alle am wirtschaftlichen Erfolg zu beteiligen.

Was genau macht der Mittelstands­beauftragte der SPD?

Ich bin Ansprechpartner des SPD-Parteivorstands für die Themen und Anliegen des Mittelstandes und der Wirtschaft. Die SPD hat sich schon immer um die Belange des Mittelstandes gekümmert, und dies wollen wir nun in meiner Person noch deutlich verstärken. Ich kümmere mich um dieses Politikfeld im Rahmen der von der Partei beschlossenen Programmatik und gebe Impulse, stehe der Partei mit Rat und Tat auf diesem Politikfeld zur Seite. Darüber hinaus bin ich aber auch der Ansprechpartner für Unternehmen und stehe für einen konstruktiven Dialog zwischen Politik und Wirtschaft.

Beschäftigt sich die Partei zu viel mit Hartz IV und zu wenig mit dem Mittelstand?

Nein, für die Partei sind beide Themen wichtig. Wir haben nicht nur gegenüber dem Mittelstand und der Wirtschaft Verantwortung, sondern selbstverständlich auch gegenüber den Menschen. Bei den Fragen zu den sozialen Sicherungssystemen sind wir mitten in der Diskussion. Soziale Gerechtigkeit ist das Ziel. Dieser Markenkern der SPD ist auch für mich als „Mann der Wirtschaft“ wichtig. Wir wollen alle am wirtschaftlichen Erfolg und Wohlstand beteiligen.

Wo sollte die SPD noch mittelstandsfreund­licher werden?

Unser Ziel ist es, den Mittelstand bei den ökonomischen Herausforderungen des Wandels unserer Wirtschaft und Gesellschaft zu unterstützen. Dazu gehören die Digitalisierung, die Globalisierung, der Klimaschutz und der demografische Wandel, der uns zur Fachkräftesicherung zwingt. Eine wesentliche Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es deshalb, die Rahmenbedingungen für kleine und mittlere Unternehmen so zu gestalten, dass ihre Entwicklungs- und Wettbewerbsfähigkeit bei diesen Herausforderungen gestärkt werden. Das von der SPD lange geforderte Fachkräftezuwanderungsgesetz ist ein Meilenstein.

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Kommentare

"alle am Wohlstand beteiligen" - bis auf die Arbeitnehmer.

Den gröbsten Unfug zuerst: Das Einwanderungsgesetz ist kein "Meilenstein" sondern direkte politische Unterstützung des Kohl/Schröderschen Lohndumpings.

Eine tatsächliche Unterstützung auch der Arbeitnehmer wäre ein durchgehendes Weiterbildungskonzept in dem sinnvolle Weiterbildungen und Qualifizierungen aktiv unterstützt werden sowie die Abschaffung der Zwangsarbeitsregelungen in Hartz IV damit höherqualifizierte AN auch eine angemessene Entlohnung für ihre Leistung erhalten.

"Weiter so" beim Lohndumping bedeutet, die erlahmte Reinvestitions- und Innovationsmotivation aller Betriebe weiterhin politisch zu unterstützen und das umfassende Versagen und ruinöse Abgreifen von Unternehmensvermögen seitens Eigentümern, Aktionären, Gesellschaftern und Managern auf Kosten aller Arbeitnehmer weiter zu unterstützen.

Die Agenda-Politik hat den Antrieb, ein Unternehmen langfristig zu orientieren effektiv abgeschafft. Profite werden primär auf Kosten des Agenda-Lohndumpings generiert, immer weniger aufgrund von Produktqualität oder Innovation.

Im gesamten Artikel findet sich nirgends ein Konzept, wie auch die AN teilhaben dürfen, lediglich die Ankündigung neuer Subventionen.