Nachfolge von Carsten Sieling

SPD-Landesvorstand schlägt Bovenschulte als Bürgermeister von Bremen vor

Benedikt Dittrich05. Juli 2019
Andreas Bovenschulte, Vorsitzender der Bremer Bürgerschaftsfraktion.
Er war schon vorher als Kandidat im Gespräch, jetzt hat der SPD-Landesvorstand in Bremen Andreas Bovenschulte offiziell als Bürgermeisterkandidat vorgeschlagen. Der Fraktionsvorsitzende würde die Nachfolge von Carsten Sieling antreten.

Andreas Bovenschulte, erst seit wenigen Tagen Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bremer Bürgerschaftsfraktion, soll nach Wunsch des Landesvorstands die Nachfolge von Carsten Sieling antreten. Der bisherige Bremer Bürgermeister hatte nach den Koalitionsverhandlungen angekündigt, nicht wieder zu kandidieren. Er wolle den Weg frei machen für eine Neuaufstellung an der Spitze, begründete er seinen Rückzug.

Die Bremer SPD hatte bei der Landtagswahl Ende Mai ein historisch schlechtes Ergebnis eingefahren, Sieling und seine Mistreiter konnten aber trotzdem eine neue Koalition aus Linken, Grünen und der SPD schmieden, der Koalitionsvertrag muss aber noch von den Parteien abgesegnet werden. Auf dem SPD-Parteitag am Samstag wird auch über Bovenschulte abgestimmt. Einen Gegenkandidaten gibt es nicht. „Andreas Bovenschulte ist ein erfahrener Politiker, der brennt für die Herzblut-Themen der SPD“, begründete SPD-Landeschefin Sascha Aulepp die Nominierung des Vorstands. Der Jurist war erst voriges Jahr ins Wahlkampfteam von Sieling eingetreten, seit Ende Juni ist er Fraktionschef. Vor seinem Wechsel nach Bremen war Bovenschulte Bürgermeister der Niedersachsen Stadt Weyhe im Landkreis Dipholz. 2010 bis 2014 war er schon einmal Landesvorsitzender der Bremer Sozialdemokraten, gab das Amt aber auf, als er als Bürgermeister in Weyhe kandidieren wollte.

Bisherige Amtsinhaber sollen Ministerien weiterführen

Auch für die weiteren Posten im Senat hat sich der Landesvorstand auf Kandidaten geeinigt: Innenminister könnte demnach Ulrich Mäurer bleiben, Stadträtin Claudia Schilling könnte Ministerin für Wissenschaft, Häfen und Justiz werden, Claudia Bogedan könnte wie auch schon in der vorigen Regierungskoalition Landesministerin für Kinder und Bildung werden. Über die Vorschläge wird ebenfalls am Samstag beim Landesparteitag abgestimmt.

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