SPD Erneuern

SPD Erneuern: Neue Impulse mit Marburger Politikwerkstatt

Jens Womelsdorf18. Dezember 2018
Politikwerkstatt der SPD Marburg-Biedenkopf
Nach den Vorkommnissen in Chemnitz diskutiert die SPD Marburg-Biedenkopf in ihrer Politikwerkstatt über Hate Speech im Internet.
Mit der Mitgliederakademie und der Politikwerkstatt hat die SPD im Landkreis Marburg-Biedenkopf zwei Formate entwickelt, die ein beständiges Bildungsangebot für die Mitglieder vor Ort darstellen. Die Idee dafür entstand als Reaktion auf die Analyse verschiedener Parteiaustritte.

Die Mitgliederakademie der SPD Marburg-Biedenkopf entstand 2015 als Reaktion auf die Analyse der Parteiaustritte in der damaligen Zeit. Neben den Erkenntnissen zu politischen Ursachen für Austritte hatte es sich gezeigt, dass vielen Mitgliedern unklar war, wie sie sich in die Parteiarbeit aktiv einbringen können, unter anderem weil Wissen über den Aufbau und die Funktionsweise der Partei fehlte. Die personellen Kompetenzen für ein Schulungsangebot gab es vor Ort und die Idee einer Mitgliederakademie war schnell geboren und dann konzipiert.

Grundseminar Antrag schreiben

Vier Module wurden gestaltet und in der ersten Jahreshälfte für die Neumitglieder der vergangenen zwölf Monate angeboten. Die Module beschäftigen sich, ganz auf die Bedarfe zugeschnitten, mit der Frage, wo man sich einbringen kann, dem Aufbau der Partei, der Frage wie Beteiligung in der SPD funktioniert, aber auch dem Klassiker: Wie schreibe ich einen Antrag? Auch die praktische Anwendung des Gelernten stand im Fokus. Das erfolgreiche Format wird seitdem jährlich angeboten und mit den Mitgliedern und der SPD-Geschäftsstelle beständig weiterentwickelt. Im Schnitt sind es 15 bis 20 Neumitglieder, die am Seminar teilnehmen.

Die Politikwerkstatt wurde ein Jahr später als eine Art regelmäßiger kreisweiter Thementreff von Geschäftsführung und Jusos initialisiert. Ziel dieses Formates ist es, kurzfristige, aktuelle und interessante Themen zu diskutieren. Der Auftakt der Veranstaltung, der zum Thema „Militärputsch in der Türkei“ stattfand, war ein derartiger Erfolg, dass man danach mit dem Unterbezirksvorstand das Format weiterentwickelte.

Intensive Debatte zu Cum Ex

Die zumeist monatlich stattfindende Politikwerkstatt ist mittlerweile ein gefragtes Format, das dazu beiträgt, die Debatten zu inhaltlichen Themen wieder zu intensivieren und Diskussionen in Ortsvereine und Arbeitsgemeinschaften zu tragen. Je nach Thema besuchten zwischen 15 bis 50 Mitgliedern die Werkstatt. Aus einer der Sitzungen ist bereits eine lokale Arbeitsgruppe hervorgegangen, die intensiv an einem Thema weiterarbeitet.

Die Politikwerkstatt aus der Geschäftsstelle in die Ortsvereine zu tragen ist das nächste Ziel in diesem Prozess. Ebenso wie die Umsetzung der im regionalen Debattencamp im November in Marburg-Biedenkopf besprochenen Idee der Öffnung des Formats für Nichtmitglieder. Die finale Sitzung des Jahres 2018 im Dezember befasste sich mit dem Thema Cum-Ex-Geschäfte.

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