Demokratie

SPD-Chef Martin Schulz tritt Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold bei

Kai Doering15. Dezember 2017
„Eine Ehre“: SPD-Chef Martin Schulz (l.) wurde vom Vorsitzenden Johannes Kahrs ins „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ aufgenommen.
„Eine Ehre“: SPD-Chef Martin Schulz (l.) wurde vom Vorsitzenden Johannes Kahrs ins „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ aufgenommen.
Das „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ hat ein prominentes Neumitglied. Der SPD-Vorsitzende Martin Schulz reiht sich ein in die Riege prominenter Sozialdemokraten, die dem Verein zur Verteidigung der Demokratie bereits angehörten. Für das neue Jahr hat das Reichsbanner große Pläne.

Die Wurzeln reichen zurück bis in die Weimarer Republik. Sein Ziel ist die „Bewahrung und Stärkung der freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland“. Dafür engagieren sich im „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Bund aktiver Demokraten“ bundesweit parteiübergreifend hunderte Menschen. Nun ist ein prominentes Mitglied dazu gekommen.

Viele prominente Sozialdemokraten waren im Reichsbanner

SPD-Chef Martin Schulz hat das Mitgliedsbuch vom Bundesvorsitzenden des Reichsbanners, Johannes Kahrs, entgegengenommen. Er reiht sich damit ein in die Riege prominenter Sozialdemokraten, die dem Reichsbanner seit seiner Gründung 1924 angehörten, etwa Philip Scheidemann, Otto Wels, Kurt Schumacher, Willy Brandt, Helmut Schmidt und Franz Müntefering.

„Der Einsatz für Freiheit und Demokratie ist unsere alltägliche Aufgabe – gerade in diesen Zeiten. Dafür steht das Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“, begründete Martin Schulz seinen Beitritt. Die Mitgliedschaft sei für ihn „eine große Ehre“. Auch Johannes Kahrs, der sich neben dem prominenten Neumitglied bereits über fast hundert Neueintritte im abgelaufenen Jahr freuen konnte, betonte: „Gerade heute ist der Kampf gegen Extremismus und für Demokratie wieder besonders wichtig.“

Große Pläne für das neue Jahr

Derart gestärkt geht das Reichsbanner trotz der zunehmenden Bedrohungen von rechts optimistisch in das neue Jahr. Nach Aussage ihres Geschäftsführers Lucas Koppehl gibt es in vielen Bundesländern Bestrebungen, eingeschlafene Vereinsstrukturen wieder aufzuwecken. Viele Projekte seien bereits in Planung.

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