Social-Media-Aktion

Wie die SPD in anderen Sprachen für Corona-Impfungen wirbt

Jonas Jordan14. Januar 2022
SPD-Bundestagsabgeordnete rufen in unterschiedlichen Sprachen zum Impfen auf.
SPD-Bundestagsabgeordnete rufen in unterschiedlichen Sprachen zum Impfen auf.
Mit Blick auf die Impfquote gegen Covid-19 liegt Deutschland hinter anderen europäischen Ländern zurück. SPD-Bundestagsabgeordnete werben nun in sozialen Medien in unterschiedlichen Sprachen für die Impfung.

„Faites-vous vacciner! Prenez la dose de rappel!“ – das war französisch, genauer gesagt ein Aufruf des SPD-Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby aus Sachsen-Anhalt auf französisch, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Bis Ende Januar soll die Erstimpfungsquote in Deutschland auf 80 Prozent steigen. Dieses Ziel hat die SPD-geführte Bundesregierung ausgegeben. Auch SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert bekräftigte es Anfang der Woche in einer Pressekonferenz. 

Mehrere SPD-Bundestagsabgeordnete leisten nun ihren kreativen Beitrag in sozialen Medien und rufen beispielsweise über den TikTok-Kanal der sozialdemokratischen Fraktion in unterschiedlichen Sprachen zur Corona-Impfung auf. „Vakcinirajte se! Uzmi „Booster“!“, heißt es auf bosnisch beim niedersächsischen Abgeordneten Adis Ahmetovic, dessen Familie einst aufgrund des Bürgerkriegs nach Deutschland kam. Ye-One Rhie aus Aachen formulierte einen ähnlichen Aufruf auf koreanisch.

Weiter Videos gab es auch von der Berliner Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesbauministerium Cansel Kiziltepe auf türkisch sowie von der neu gewählten hessischen SPD-Abgeordneten Natalie Pawlik auf russisch. Die 29-Jährige wuchs in einem Dorf in Sibirien auf und kam mit sechs Jahren nach Deutschland.

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Kommentare

wäre es nicht nachhaltiger, den

Erwerb von Sprachkenntnissen zu fördern?

Sprachkenntnisse

Warum nicht beides?

wegen der Vielzahl der Sprachen,

die es gibt. Wer 10, meinetwegen auch 15 Sprachen auswählt und entsprechende Übersetzungen bereitstellt, privilegiert Menschen , die diese Sprache sprechen. Er/Sie diskriminiert gleichzeitig all die Menschen, die andere Sprachen sprechen. Will sich die SPD diesem Vorwurf aussetzen? Doch wohl nicht. Also müsste (z.B.) für die zahlreichen Zuwanderer von den Philippinen alsbald eine Übersetzung in Tagalok erstellt werden, oder soll darauf verzichtet werden, weil diese zumeist in der Pflege beschäftigt sind? Es gibt doch sicher auch welche, die nicht in der Pflege tätig sind, die also nicht per se sachkundig sind oder als sachkundig angesehen werden können.