Kongress ‚Öffentlichkeit und Demokratie'

Schafft eine demokratische Öffentlichkeit!

Die Redaktion28. September 2010

Mit einem Eröffnungsvortrag von Oskar Negt beginnt am 1. Oktober der Kongress Öffentlichkeit und Demokratie in der
Friedrich-Ebert-Stiftung und im
Wissenschaftszentrum Berlin. In über 70 Workshops, Vorträgen und Diskussionen wird gefragt: Wer und was kommt in der öffentlichen Diskussion zur Sprache? Welche
Themen, welche Erfahrungen haben dort keinen Raum? Und welchen Spielraum für Interventionen haben kritische Bürger und Initiativen?

Stuttgart 21, Sarrazin, Atomverträge - drei Stichwörter aus der öffentlichen Diskussion der letzten Wochen zeigen, wie drängend eine Diskussion über den Zustand von Öffentlichkeit und
Demokratie in der Bundesrepublik ist. Die Zuspitzungen in der Diskussion um das größenwahnsinnige Infrastrukturprojekt, um Meinungsfreiheit für einen Rassisten und um die antidemokratische
Energiepolitik zeichnen ein erschreckendes Bild vom Zustand einer über öffentliche Diskussion vermittelte Demokratie.

In dieser Situation soll der Kongress all jene zusammenführen, die Konsequenzen aus ihrem Unbehagen über den Zustand von Öffentlichkeit ziehen wollen. Der Kongress schafft den Raum für eine
kritische Bestandsaufnahme der bundesrepublikanischen Verhältnisse, für die Vernetzung von Aktiven und für die Entwicklung von Perspektiven.

Einige Höhepunkte des Programmes sind:

die Reflexionen von Tom Schimmeck und Walter van Rossums über die Krise des Journalismus,

die Diskussion zwischen Horst Röper (Formatt-Institut), Steffen Grimberg (
taz) und Konstantin Neven DuMont über Medienkonzerne und Konzentration,

Daniel Schmitts Vortrag über das Projekt Wikileaks

und Veranstaltungen zu Whistleblowern und investigativem Journalismus, Protest im Internet und auf der Straße, Transparenz und Rechenschaft in der Politik, Medien und Krieg, PR-Profis und
Denkfabriken, Rechtsradikalen Dominanzräumen, Stuttgart 21, u.v.m.

Der Kongress endet mit einer von Thomas Leif moderierten Podiumsdiskussion zwischen Jakob Augstein (
der Freitag), Konstantin Wecker (
hinter-den-Schlagzeilen.de), Mag Wompel (Labournet) und Maria Kniesburges (
ver.di Publik).

Das komplette Programm ist unter
www.oeffentlichkeit-und-demokratie.de abrufbar. Tageskarten sind vor Ort erhältlich.



Der Kongress wird vom 1-3. Oktober 2010 in den Räumen der
Friedrich-Ebert-Stiftung Berlin in der Hiroshimastraße 17 und 28 und im
Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung am Reichpietschufer 50 stattfinden.
Weitere Informationen unter
www.oeffentlichkeit-und-demokratie.de

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