Steuern

Schäfer-Gümbel: Das Steuerkonzept der SPD „ist ein großer Wurf“

Vera Rosigkeit23. Juni 2017
SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel: Rücktritt von allen politischen Ämtl
SPD-Vize Thorsten Schäfer-Gümbel: Rücktritt von allen politischen Ämtern
Die SPD kann stolz sein auf ihr Steuerkonzept meint Parteivize Thorsten Schäfer-Gümbel. Im Mittelpunkt stünden die Förderung von Familien durch die Abschaffung der Kita-Beiträge und einen Kinderbonus. Für alle, die vom Ehegattensplitting profitieren, hat Schäfer-Gümbel auch eine gute Nachricht.

Herr Schäfer-Gümbel, ein Schwerpunkt des SPD-Steuerkonzepts ist die Entlastung von Familien. Die SPD plant u.a. einen Familientarif einzuführen. Wie soll der aussehen?

Unser Steuerkonzept stellt Familien mit Kindern in den Mittelpunkt. Deshalb führen wir einen Kinderbonus ein, mit dem Eltern real 150 Euro pro Kind im Jahr mehr zur Verfügung haben. Damit fördern wir Familien, egal ob die Eltern verheiratet sind oder nicht.

Ist damit das Ehegattensplitting passé?

Nein, jeder, der heute vom Ehegattensplitting profitiert, kann es auch behalten. Aber bislang profitierten Familien mit Kindern überhaupt nicht, wenn die Eltern nicht verheiratet waren. Das wollen wir ändern. Und es wird viele geben, die vom Familientarif mit Kinderbonus mehr haben und sich deshalb dafür entscheiden werden.
 
Sind weitere Entlastungen für Familien vorgesehen?

Die allergrößte Entlastung für Familien ist die Abschaffung der Kita-Beiträge. Da kommen Sie schnell auf vierstellige Beträge im Jahr, die Familien mehr zur Verfügung haben. Dafür kämpfen wir und dafür brauchen wir eine Mehrheit bei der Bundestagswahl im September.
 
Zusammengefasst: Was ist das Besondere am SPD-Konzept zur Finanzpolitik?

Vorrang für Investitionen in die Zukunft unseres Landes, in Bildung und Infrastruktur. Und ich finde, unser Konzept zur Entlastung von Familien, von kleinen und mittleren Einkommen und für mehr Gerechtigkeit im gesamten Steuersystem ist ein großer Wurf. Ein richtig guter Grund, um voll Stolz für die SPD Wahlkampf zu machen. Das ist modern, seriös und gerecht.

weiterführender Artikel

Kommentare

Mehr Mut!

Da hat ja der VW-Konzen in seinem Dieselskandal mehr Milliarden Euro (20Mrd!) vertickert als die SPD der Unter- und Mittelschicht wieder zugute kommen lassen will (15 Mrd!).
Warum kündigt ihr nicht zumindest verbindlich eine Vermögenssteuer an, die in der nächsten Legislaturperiode - bis 2020 - ausgearbeitet werden soll, aber mindestens 20 Mrd pro Jahr bringen soll, die dann in die Förderung von Familien bzw. in die Erhöhung des Rentenniveaus ohne Beitragserhöhung fließen soll?
Es sind Wahlkampfzeiten:
https://youtu.be/dOa-fcp74uU

31 Mrd

= durch Cum / Cum und Cum / Ex nicht vergessen Hr. Rüstig

150 Euro im Jahr? Ein Witz!

150 Euro im Jahr? Ein Witz! Senken sie die Mehrwertsteuer um 5% und rechnen Sie das den Leuten mal vor, die ihr gesamtes Einkommen verkonsumieren müssen. Das wäre gerecht!

SPD-Steuerkonzept

Unter einem großen Wurf stelle ich mir etwas anderes vor. Vor allem wird alles bis nach der Wahl aufgeschoben, und dann...gibt es entweder schwarz-gelb, Jamaica oder sonstwas, zumindest sind die Chancen, dieses Steuerkonzept geringer als wenn man sie in der jetzigen Wahlperiode angegangen wäre. Und hier bleibt wieder mal die Glaubwürdigkeit auf der Strecke. Abgesehen von Cum cum , cum ex, Panama-Papieren etc.etc.