Recht auf saubere Luft

Die Redaktion29. Juli 2008

Stark mit Feinstaub belastete Luft birgt erhebliche Gesundheitsrisiken, Erkrankungen des Herz-Kreis-Lauf-Systems können die Folge sein. "Deshalb haben wir neben Grenzwerten für einzelne
Verursacher, z.B. EURO IV beim Auto, auch einen Luftqualitätsstandard eingeführt", erläutert Lange. Verbunden mit dem Standard sind dann Pflichten zur Verbesserung der Luftqualität bei
Überschreitungen. Lange, derzeit Wirtschafts- und Umweltexperte beim DGB Niedersachsen, bewertet diese Gesetzgebung als einen Schritt der Umweltgerechtigkeit: "Gerade in hoch belasteten
Stadtteilen oder Straßenzügen leben Menschen mit geringem Einkommen, die nicht die Möglichkeit haben, im Grünen zu wohnen. Insofern ist es mehr als fair, hier Schritte einzuleiten, die die Luft
sauberer machen".

Verursacher aufs Korn nehmen

Allerdings müsse genau geschaut werden, woher die Luftbelastung kommt. Vielfach ist der aktuelle Verkehr nur ein Teil des Problems. Aus dem Hausbrand oder aus Industrieanlagen stammen
ebensoviel Feinstäube. Für Lange ist damit klar: " Aktionspläne und Maßnahmen müssen die wirklichen Verursacher aufs Korn nehmen, nur dem Verkehr die rote Karte zu zeigen, - weil am einfachsten -
würde zu kurz greifen".

Seit Anfang 2005 gilt das Europäische Recht, dass pro Tag höchstens 50 Mikrogramm Feinstaub kleiner als 10 Mikrometer (PM10) pro Kubikmeter Luft gemessen werden dürfen. Der Grenzwert darf
an nicht mehr als 35 Tagen pro Jahr überschritten werden.

Weitere Informationen über die Arbeit Bernd Langes unter:
hier

29.07.08

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