Wirtschaft

Opel-Krise: Beck kritisiert zu Guttenberg

Karsten Wiedemann28. April 2009

Beck sagte, die Länder würden zurzeit überhaupt nicht über das Vorgehen des Bundes informiert, eine Abstimmung über ein gemeinsames Vorgehen gebe es nicht mehr. Der Ministerpräsident führte
dies auf eine "tiefe Zerstrittenheit in der Union" in der Frage, ob

Opel staatliche Beihilfe gewährt werden sollten zurück.

"Mein Eindruck ist, dass es eine so unsichere Haltung des Bundeswirtschaftsministers

gibt, dass eine Koordinierung gar nicht mehr stattfindet." Er habe mehrfach versucht, Kontakt zu zu Guttenberg aufzunehmen, sei aber nie eine Rückmeldung erhalten, sagte Beck.

Er betonte, wenn Opel-Interessenten sich bei den Landesregierungen melden würden, wüssten diese nicht, "wie man mit einem solchen Vorschlag umgehen soll". Es sei ein "grober Fehler", die
Vorgehensweisen der öffentlichen Hand nicht abzustimmen.

Der SPD-Politiker bestätigte das Interesse des kanadisch-österreichischen

Autozulieferers Magna an einem Mehrheits-Einstieg bei Opel. Magna wolle zunächst 19,1 Prozent der Opel-Anteile übernehmen. Über Tochterfirmen des Unternehmens solle

aber dann ein Anteil von mehr als 50 Prozent erreicht werden. Er selbst habe kürzlich mit Magna-Chef Siegfried Wolf gesprochen.

Müntefering sieht Fiat-Einstieg mit Skepsis

SPD-Chef Franz Müntefering äußerte sich derweil skeptisch zu einem möglichen Einstieg des italienischen Autobauers Fiat bei Opel. Berlin. "Es gibt keinen Grund, sich dem ersten

öffentlichen Interessenten an den Hals zu werfen", sagte Müntefering der "Neuen Ruhr/Rhein Zeitung". Es sei möglich auch einen anderen Interessenten zu finden.

"Wir wollen Opel retten, nicht irgendjemanden anders. Und wir wollen

alle deutschen Standorte erhalten", betonte Müntefering. Das würden aber nicht die

Parteien regeln, sondern Regierung und Parlament, so der SPD-Chef

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