Interaktiv, kulinarisch, politisch

Mitkochen erwünscht: AG Migration bringt Vielfalt in heimische Küche

Benedikt Dittrich29. Januar 2021
„Kitchen in colour“: Die AG Migration und Vielfalt will mit einer interaktiven Kochshow Vielfalt und Würze in die heimelige Küche bringen.
„Kitchen in colour“: Die AG Migration und Vielfalt will mit einer interaktiven Kochshow Vielfalt und Würze in die heimelige Küche bringen.
Wie die Kochsendung im Fernsehen, nur besser, kreativer und bunter: Am Sonntag startet die AG Migration und Vielfalt in der SPD mit „Kitchen in Colour“. Die Premiere am Sonntag ist zugleich die Generalprobe für das neue Format, mitkochen und mitreden ist ausdrücklich erwünscht.

Am Sonntag startet die Arbeitsgemeinschaft Migration und Vielfalt mit einer interaktiven Kochshow ein neues Format. Zwischen Kochtöpfen und Pfannen wollen die AG-Mitglieder über „leichte und schwere politische Kost“ sprechen – während nebenher ein schmackhaftes Mittagessen entstehen soll.  Den Anfang macht am 31. Januar der Bundesvorsitzende Aziz Bozkurt. Er wird der erste Gast in der Show sein, während Stella Kirgiane-Efremidou sowie Eda Akcan-Grah aus dem Vorstand die Sendung moderieren und sich unterhalten – voraussichtlich über Bozkurts‘ Rezept „Bowle á la Aziz“, aber auch über politische Themen, die die Sozialdemokrat*innen umtreiben.

„Kitchen in colour“  ist allerdings nicht als reine Unterhaltung innerhalb der AG gedacht, sondern soll interaktiv stattfinden. Die Show wird am Sonntag ab 12 Uhr live gestreamt bei Facebook, Zuschauer*innen können aktiv mitkochen und mitdiskutieren. „Also diskutiert mit, stellt Fragen – wir freuen uns auf euren Input. Alles hier auf unserer Facebook-Seite“, heißt es in der Ankündigung in den Sozialen Medien. „Und natürlich würden wir uns auch freuen, wenn die Teilnehmer*inenn am Ende ihr Gericht posten“, ergänzt Bozkurt im Gespräch mit dem „vorwärts“.

Die Idee entstand aus zweierlei Aspekten, wie Bozkurt erklärt: „Es gibt ja in der Mittagszeit im Fernsehen sehr viele Kochsendungen. Da dachten wir uns: Das können wir vielleicht alternativer, kreativer gestalten.“ Hinzu komme, dass der Lockdown auch den Mitgliedern in der AG zusetze. „Uns fehlt auch die Nähe zueinander“, so Bozkurt über ausbleibende Treffen, ob rein privat oder innerhalb von AG und Partei, kurz: „das zwischenmenschliche“ bleibe auf der Strecke.

Austausch und Debatte mit Publikum zentral

Erwünscht und erhofft sind bei der digitalen Kochshow neben dem lockeren Austausch auch explizit Debatten über politische Themen – so wie es die AG auch schon in Ihrem Format „Talk in Colour“ macht. Lockere und schwere Kost halte sich im Idealfall die Waage, so Bozkurt. Diskutiert werden könne beispielsweise über heiße Themen wie den Streit um eine Quote für Menschen mit Migrationshintergrund in Behörden, wie sie gerade in Berlin im Gespräch ist. Auch an dieser Stelle verweist Bozkurt explizit auf die Möglichkeit, sich live während der Show einzubringen.

Gestreamt wird direkt bei Facebook, eingeladen ist jede*r, egal ob es ihr oder ihm eher um die politische Diskussion oder um die „Bowle a la Aziz“ geht. Das Rezept sei übrigens eine Eigenkreation, wie Bozkurt versichert. Die Zutatenliste hat die AG bereits bei Facebook gepostet.

Die Premiere wird gleichzeitig die Generalprobe für das Format sein, einen Testlauf gab es vorher nicht. Geplant sind im Anschluss aber noch weitere Termine mit anderen Gästen aus der SPD und dem politischen Umfeld, die ebenfalls ihre eigenen Rezepte mitbringen. „Die Pandemie soll uns nicht am politischen Austausch hindern“, kündigt die AG auf Facebook und Twitter an, und ergänzt: „Tatsächlich etwas leichtere politische Kost, aber unter den aktuellen Umständen ist auch ein Stück Leichtigkeit im Politischen sicher nicht falsch.“

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