SPD-Kanzlerkandidat

Martin Schulz: „Es geht ein Ruck durch die SPD und das Land.“

Karin NinkKai Doering05. Februar 2017
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz: „Wir werden die Wahlen in diesem Jahr wieder richtig spannend machen.“
SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz: „Wir werden die Wahlen in diesem Jahr wieder richtig spannend machen.“
Aufregende Tage liegen hinter Martin Schulz. Seit seiner Vorstellung als Kanzlerkandidat sind tausende Menschen in die SPD eingetreten, die Partei hat einen Riesensprung in den Umfragen gemacht. Wie er diesen Rückenwind für den Bundestagswahlkampf nutzen will, sagt Schulz im Interview mit vorwärts.de.

Ihre Nominierung als Kanzlerkandidat kam für viele überraschend. Wie überrascht waren Sie selbst?

Ich habe schon seit Monaten viel mit Sigmar Gabriel, auch mit Hannelore Kraft und anderen in der SPD darüber gesprochen, wie wir bei der Bundestagswahl die besten Chancen haben. Sigmar Gabriel hat als Parteivorsitzender eine unglaublich schwere Entscheidung getroffen. Dass er aus Überzeugung, dass es für unser Land und unsere Partei besser ist, selbstlos auf das Amt des Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten verzichtet, verdient Respekt und Bewunderung. Dass Sigmar Gabriel mein Freund ist und wir uns nicht haben auseinandertreiben lassen, obwohl das mancher versucht hat, darüber bin ich sehr froh und dankbar.

Die Stimmung innerhalb der SPD hat sich innerhalb kürzester Zeit gewandelt. Wie bewerten Sie das?

Ich bin sehr gerührt und dankbar für den riesigen Zuspruch. Wir haben tausende neue Genossinnen und Genossen hinzugewonnen, das ist toll! Die SPD ist wieder die mitgliederstärkste Partei in Deutschland vor der CDU. Mein Eindruck ist, es geht ein Ruck durch die SPD, aber auch ein Ruck durch das Land.

Nach Ihrer Nominierung hat die SPD in den Umfrangen sprunghaft zugelegt. Trotzdem liegt sie noch deutlich hinter der Union. Wie wollen Sie das in den kommenden Monaten ändern?

Es ist schön zu sehen, dass auch in den Umfragen eine neue Hoffnung für die SPD spürbar wird. Wir werden die Wahlen in diesem Jahr wieder richtig spannend machen. Ich reise in diesen Wochen viel durchs Land, um die Menschen in ihrem Lebensalltag zu treffen und mit ihnen darüber zu diskutieren, was ihre Vorstellungen für eine bessere, eine gerechtere Zukunft sind. Ich höre viel zu. Ich glaube, wenn die Leute uns zutrauen, dass wir wissen, worum es ihnen geht und das in den Mittelpunkt stellen, dann werden wir gewinnen.

Sie haben den anderen Parteien ein „Fairnessabkommen“ für den Wahlkampf angeboten. Wie soll das aussehen?

Ich will eines klar sagen: Ich scheue nicht den Konflikt. Im Wahlkampf müssen die Unterschiede zwischen den Parteien und auch den Kandidaten herausgearbeitet werden. Aber klar ist auch: Die SPD und ich werden in diesem Wahlkampf fair mit den politischen Wettbewerbern umgehen. Politischer Meinungsstreit darf nicht zu Hass oder zu Häme führen. Was wir im vergangenen Jahr im US-Wahlkampf erlebt haben, hat mich erschreckt. Das darf uns in Deutschland nicht passieren. Deshalb habe ich die anderen Parteien eingeladen, sich einem Fairnessabkommen anzuschließen, das auch die Nichtnutzung von „Social Bots“ einschließt, die die öffentliche Meinung manipulieren und über einen gemeinsamen Umgang mit falschen Meldungen im Internet nachzudenken.

Was wäre Ihre Wunschkoalition nach der Bundestagswahl?

Die SPD will stärkste Partei werden. Dafür kämpfen wir. Wer dann mit uns regieren will, muss auf uns zukommen.

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Kommentare

Es geht ein Ruck durch die SPD und das Land

Mit Ruck-Reden habe ich seit Herzog ein Problem.

Wichtiger fände ich, wenn Martin Schulz mal mit seinen politischen Vorstellungen konkreter werden würde, vor allem wie er mehr soziale Gerechtigkeit erreichen will.

Damit die SPD stärkste Partei wird, was zu schön wäre, um wahr zu sein, sollte sie, und dafür wird es für die verbleibenden Monate allerhöchste Zeit, sich gründlich für eine andere Politik in der Bundesregierung, im Bundestag und auch in den Ländern, in denen sie ja überwiegend in der Regeirung vertreten ist, einsetzen, damit die Neumitglieder und die zu gewinnenden Wähler sichtlich merken, dass die SPD es ernst meint.

Eine Wiederauflage einer Koalition mit den Unionsparteien bedeutet den Verlust der Mitglieder und vor allem der Wähler.

Merkel abgewirtschaftet!

Im Gegensatz zu Schulz hat Merkel abgewirtschaftet. Und im übrigen hat die Union noch gar keinen Kanzlerkandidaten gekürt. Das scheinen manche Politiker (z.B. die unsägliche Frau Klöckner) und manche Medien ob ihres Furors bei ihrer Kritik über die einerseits angeblich quälend lange SPD-Kandidatenfindungsprozedur, andererseits über die angebliche Sturzgeburt ganz übersehen zu haben!
Aus Sicht der fast sprachlosen Union: gemeines Drehbuch der SPD!
Und im übrigen: nach der Wahl ist vor der Wahl:
http://youtu.be/0zSclA_zqK4
Viel Spaß beim Anhören!

Nebenbei bemerkt: Die Medien scheinen nicht nur über den peinlichen Kanzlerkandidatenfindungsprozess der Union gütig hinweg zu sehen, sondern auch über die Prozesse der CSU-Spitzenkandidatenfindung für die Bundestagswahl sowie der Nachfolgeregelung von Seehofer in der CSU. Dagegen war das bei der SPD fast so friedlich und geräuschlos wie eine Papstwahl. Und noch dazu für 5 Führungspositionen auf einmal! Chapeau, SPD!
Und da möge nochmal jemand behaupten, die Medien ständen mehrheitlich links. Das Gegenteil ist der Fall, wie auch diese Beispiele wieder zeigen!
Übrigens: Gabriel ist zurückgetreten, um dem Land und der Partei zu ...

Makel abgewirtschaftet!...2

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Übrigens: Gabriel ist zurückgetreten, um dem Land und der Partei zu dienen. Die letzten Rücktritte von CDU- bzw. CSU-Ministern (Guttenberg, Schavan, Friedrich, Haderthauer) erfolgten wegen Skandalen und/oder Verfehlungen. Wie dieser Prozess in der CSU aussieht, kann man derzeit am Bayern-Ei-Skandal ablesen!

PS: Und was man so hört, wird die CSU Frau Merkel zur Kanzler-Kandidatin auf (Obergrenzen-)Abruf küren!
Und wenn einzelne Medien und Wadl-Beißer von der Union jetzt erschrocken kritisieren, dass Schulz inhaltlich noch gar nicht viel zum Besten gegeben habe (außer heißer Luft: aufpassen, Herr Spahn, dass Ihnen nicht zu warm wird!): im Vergleich zur Kanzlerin war Schulz bisher auch inhaltlich furios!

Merkel und Seehofer entzaubern: nichts einfacher als das!

Wenn Herr Schulz clever ist, wovon ich ausgehe, wird er demnächst als erstes Herrn Seehofer politisch versenken: er wird endlich diese unselige Ausländer-Maut der CSU zu Fall bringen und diese damit wieder dorthin verweisen, wo sie herkommt und auch wieder hingehört: an die bayerischen Stammtische!
Und da Seehofer ja verkündet hat "die Obergrenze kommt so sicher wie die Maut", ist diese gleich mit erledigt und damit auch der ganze Seehofer- und CSU-Spuk!
Dann kann sich Schulz in Ruhe seinem nächsten Meisterstück zuwenden: der Entzauberung der "Sie-kennen-mich"-Merkel, der Unions-Kanzlerkandidatin auf (Obergrenzen)-Abruf.
https://youtu.be/pVa7Ptp3fy4
Viel Spaß beim Anhören!

Anpacken!

Zwei Themen kann ich Herrn Schulz als Sofortmaßnahmen nur ans Herz legen, bei denen Gabriel, taktisch unklug und sachlich völlig unnötig, herumgeeiert ist (z.T. in falscher Kumpanei mit Seehofer?): die Ausländer-Maut der CSU und eine klare Ansage zur Abschaffung des Soli!
Herr Schulz, bringen Sie zusammen mit der SPD-Bundestagsfraktion endlich diese Maut zu Fall und verweisen Sie sie wieder dorthin, wo sie herkommt und auch wieder hingehört: an die bayerischen Stammtische!

Und bringen Sie am Beispiel des Soli wieder Glaubwürdigkeit in die Politik zurück: der Soli war nur eine temporäre Sonderabgabe!

"Wenn die Maut von der EU wird gestoppt,
tipp ich erfreut: die Unvernunft floppt."
"Wenn der Soli wird weiter verlängert,
tipp ich: Mittelschicht endlos geschwängert."
https://youtu.be/sBom50KrkBk

Und was die Wiederherstellung von sozialer Gerechtigkeit angeht, würde ich einen mehrstufigen 10-Jahresplan mit klaren Zielen empfehlen u.a. mit Stärkung der Gewerkschaften als Garant für faire Löhne und gerechte und sozialverträgliche Arbeitsbedingungen. Allerdings muß eines klar sein: anders als bei der Agenda 2010 müssen diesmal die Bedürftigen, d.h. u.a. die Arbeitslosen,...

Anpacken!...2

...
anders als bei der Agenda 2010 müssen diesmal die Bedürftigen, d.h. u.a. die Arbeitslosen, die Unter- und Mittelschichtler, die Rentner, die Alleinerziehenden etc. profitieren zu Lasten der Super-Verdiener und Super-Reichen.
https://youtu.be/mQvThNJkKbA

Vgl. auch: https://www.freitag.de/autoren/sigismundruestig/die-ungleichheits-luege-...

Und noch etwas:
Erklären Sie für Deutschland den neoliberalen Irrweg für beendet! Z.B. müssen die Kommunen wieder die Hoheit über die Daseinsvorsorge (Wasserversorgung etc.) übernehmen.

Generationengerechtigkeit gehört auch zur sozialen Gechtigkeit!

Zur sozialen Gerechtigkeit gehört auch die Generationengerechtigkeit, insbesondere auch im Hinblick auf Rentner, Kranke, Pflegebedürftige,...

"Nicht Alte gegen Junge,
sondern Arme gegen Reiche!
Egal, ob jung oder alt,
gemeinsam sind wir stark!"

Ach, die Alten! Ach, die Jungen! Gemeinsam sind wir stark!

https://youtu.be/9Steya7Qtr8

Ach, die Jungen! Wir wollen unser Leben leben!

https://youtu.be/zH2tEG2G-aw

Ach, die Alten! Wir haben unser Leben gelebt!

https://youtu.be/KYm5ZKtjX9A

Viel Spaß!

Übrigens: Es geht auch ein höheres Rentenniveau, ohne die Beiträge zu erhöhen! Macht endlich auch die Produktionsfaktoren Kapital und Boden beitragspflichtig!

Kanzlerkandidatin auf (Obgrenzen-)Abruf!

Vom Unfrieden und Unversöhnlichen zu Frieden und Versöhnung: im Zukunftsgipfel von CDU und CSU versenkt, sprich: grandios mißlungen!
Wir erinnern uns an eineinhalbjährige CSU-Attacken gegen Merkel, die ihr Blauäugigkeit, schwere historische Fehler, falsche Signale, Spaltung der Gesellschaft, schlechtes Krisenmanagement, Herrschaft des Unrechts - nach Söder alles auch an der CDU-Basis mehrheitsfähig - vorgeworfen haben einschließlich der Androhung einer Verfassungsklage.
Trotz allem kürt die CSU diese Merkel zur Kanzlerkandidatin, allerdings zur Kandidatin auf (Obergrenzen-)Abruf! Unglaubwürdig, ja, frech-dreist. Da hätte die CSU auch gleich Frauke Petry oder Sahra Wagenknecht auf ihr Schild heben können!
Wie u.a. Lorenz Caffier, CDU-Vorsitzender Meck-Pom, treffend feststellte, spielte auch Herr Seehofer mit seinen Äußerungen den Gegnern von Demokratie und Rechtsstaat in die Hände. In dieser Hinsicht kann man ihn mit Fug und Recht sowohl als Steigbügelhalter für den AfD-Wahlerfolg als auch als geistigen Brandstifter in Anbetracht der rasant angestiegenen rechtsextremistischen und -rassistischen Exzesse bezeichnen.
Seehofer laufen die Leute in Scharen davon. Er ist nicht ...

Kanzlerkandidatin auf Abruf! ...2

...
Er ist nicht einmal mehr in der Lage, seine eigene Nachfolge zu regeln, geschweige denn, einen fairen, menschlichen Politikstil zu pflegen.
Mehr als Haarspalterei!
https://youtu.be/9f-9ZGDPpUQ
Viel Spaß beim Anhören!

PS: Welche der Vorwürfe gegen Merkel hat die CSU denn jetzt zurückgenommen? Liegt die angedrohte Verfassungsklage immer noch auf Eis?

Die Schlammschlacht beginnt!

Die offensichtlich einseitige Medienberichterstattung der meisten seriösen Medien, meist zulasten der SPD, immer zugunsten der Union, wird wieder mal offensichtlich an den Beispielen Trump und Schulz:
Wie haben doch die Medien unmittelbar nach Trumps Wahl die - zurecht - kritischen Stimmen von Steinmeier und Gabriel zu Trump kritisiert und die - aus vorauseilendem Gehorsam?- zurückhaltende Stellungnahme von Merkel gelobt! Mittlerweile ist klar, dass man Trump, wie es jetzt auch Schulz getan hat, offen die Stirn bieten muß (wie übrigens seinerzeit auch Kanzler Schröder gegen den Irak-Krieg-besessenen Bush, den interessanterweise die damalige CDU-Oppositionsführerin Merkel verbal unterstützt hatte).
Und wie haben die Medien die SPD zunächst kritisiert, weil diese ihren Kanzlerkandidaten "erst" Ende Januar 2017 küren wollte, später, dass das wohl eine "Sturzgeburt" gewesen wäre! Dass bis dato die Union noch gar keinen Kanzlerkandidaten gekürt hatte, scheinen manche Politiker (z.B. die unsägliche Frau Klöckner) und die Medien ob ihres Furors bei ihrer Kritik an der SPD ganz übersehen zu haben! War ja auch aus Sicht der fast sprachlosen Union ein gemeines Drehbuch der SPD!
...

...Schlammschlacht beginnt...2

...
Nebenbei bemerkt: Die Medien scheinen nicht nur über den peinlichen Kanzlerkandidatenfindungsprozess der Union gütig hinweg zu sehen, sondern auch über die Prozesse der CSU-Spitzenkandidatenfindung für die Bundestagswahl sowie der Nachfolgeregelung von Seehofer in der CSU. Dagegen war das bei der SPD fast so friedlich und geräuschlos wie eine Papstwahl. Und noch dazu für 5 Führungspositionen auf einmal! Chapeau, SPD!
Übrigens: Gabriel ist zurückgetreten, um dem Land und der Partei zu dienen. Die letzten Rücktritte von CDU- bzw. CSU-Ministern (Guttenberg, Schavan, Friedrich, Haderthauer) erfolgten wegen Skandalen und/oder Verfehlungen. Wie dieser Prozess in der CSU aussieht, kann man derzeit am Bayern-Ei-Skandal ablesen!
Und wenn die Medien und einzelne Wadl-Beißer von der Union jetzt erschrocken von dem unerwarteten SPD-Hype kritisieren, dass Schulz inhaltlich noch gar nicht viel zum Besten gegeben habe (außer heißer Luft: aufpassen, Herr Spahn, dass Ihnen nicht zu warm wird!): im Vergleich zur Kanzlerin war Schulz bisher auch inhaltlich furios!
Es ist ja wohl offensichtlich, dass viele Wähler nicht mehr der Meinungsmache dieser Medien folgen. Das Erkennen diese auch ...

...Schlammschlacht beginnt!...3

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Das Erkennen diese auch zunehmend und beginnen - in Panik?- nun in "bewährter" Manier in ihren "Schlammschlachtmodus" zu wechseln: die FAZ hat damit am 30.1. begonnen und falsch-dreist Schulz einen AfD-Jargon unterstellt (die FAZ sollte ihre Lauscher mal bei der CSU in München aufstellen, wenn sie AfD-Jargon Einfangen will!), der Focus ist ihr am 3.2. mit der Thematisierung seines hohen EU-Einkommens gefolgt und der Bayerische Rundfunk läßt in seinem Sonntagsstammtisch am 29.1. und 5.2. reflexhaft den Ex-Focus-Chefredakeur und -Herausgeber wieder seine altbackene als Anti-Schulz-Parole gedachte "EURO-Bonds" erschallen.

Mein Appell: stellt diese Medien an den Pranger!

"... Die Kommentare anderer Leute:
teils Verschwörer der übelsten Sorte,
teils dumpfbackige, hirnlose Beute
einer versponnenen, verbohrten Kohorte...."

http://youtu.be/sBom50KrkBk

Viel Spaß beim Anhören.

Schulz

Unglaublich... die Selbstbesoffenheit von Sozen!
Schaut mal in die Leserbriefsparten der Tageszeitungen..
Da kommt dieser neue "Heilsbringer" namens Schulz schlecht davon.
Sie Sozen sind eine austerbende Spezies dank ihrer Verabschiedung
von den Sorgen der "kleinen Leute".

Ich habe nachgeschaut!

Viele Kommentare hören sich an wie eine AfD/PEGIDA-Bot-Meldung. Möglicherweise stecken jedoch auch Kommentatoren dahinter, die sich aber geschickt nicht anmerken lassen, dass sie mindestens 12000 Schulstunden in ihrer Jugend über sich haben ergehen lassen und offensichtlich trotzdem nur nachplappern können, was andere ihnen vorplappern!

"... Die Kommentare anderer Leute:
teils Verschwörer der übelsten Sorte,
teils dumpfbackige, hirnlose Beute
einer versponnenen, verbohrten Kohorte...."

http://youtu.be/sBom50KrkBk

Viel Spaß beim Anhören.