Leonard Nelsons Totenmaske im Willy-Brandt-Haus

Mirja Linnekugel05. November 2009

Eine wertvolle Ergänzung erhielt die Sammlung im Willy-Brandt-Haus durch eine Stiftung von Heidemarie Hohls aus Göttingen: Die Totenmaske des Philosophen Leonard Nelson (1882-1927). Sie war
während der Nazi-Zeit von den Nelson-Anhängern Anni und Richard Schmidt in ihrem Garten vergraben worden. Die Schmidts hatten dem von Nelson gegründeten "Internationalen Sozialistischen
Kampf-Bund" (ISK) angehört, der in Opposition zur Weimarer SPD stand.

Nach 1945 schlossen sich die ISK-Leute der SPD an. Die Nelson'sche Begründung eines freiheitlichen Sozialismus gewann großen Einfluss auf das 1959 beschlossene Godesberger Programm. Die
Nelson-Büste wird jetzt Teil der Politiker-Porträts in der Sammlung im Willy-Brandt-Haus. Das Foto zeigt die Stifterin Heidemarie Hohls mit Klaus Wettig, dem Geschäftsführer der Sammlung.

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