Interview mit Ralf Kapschack

Krankenkassenbeiträge auf Betriebsrenten: Fragen und Antworten zur Altersvorsorge

Vera Rosigkeit20. November 2019
Für Betriebsrenten und Direktversicherungen fallen im kommenden Jahr weniger Krankenkassenbeiträge an
Im kommenden Jahr wird es für Krankenkassenbeiträge, die auf die betriebliche Altersvorsorge zu zahlen sind, neue Regelungen geben. Der SPD-Politiker Ralf Kapschack ist zufrieden mit der Einigung, weil mehr als 60 Prozent der Betriebsrentner entlastet werden. Doch es bleiben Fragen.

Parallel zur Einführung der Grundrente wurde in der vergangenen Woche vom Bundestag auch eine Entlastung für Betriebsrentner beschlossen. In seinem Beitrag „Krankenkassenbeiträge auf Betriebsrenten: Wie Versicherte von der Neuregelung profitieren“ hat SPD-Politiker Ralf Kapschack die neue Regelung erklärt. Unsere Leser hatten Fragen dazu, die wir dem rentenpolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion in diesem Interview stellen.

Herr Kapschack, bisher galt für die Krankenkassenbeiträge auf Betriebsrenten eine Freigrenze von 155,75 Euro, ab 2020 gilt ein Freibetrag von 159,25 Euro. Wo liegt der Vorteil?

Bei der Freigrenze galt: So lange ich unter diesen 155,75 Euro lag, musste ich nichts bezahlen. Hatte ich aber nur einen Cent mehr, musste ich für den gesamten Beitrag zahlen. Der neue Freibetrag ab 1. Januar 2020 beträgt 159,25 Euro und wird jährlich angepasst. Dieser Freibetrag bleibt beitragsfrei, egal wie hoch die Betriebsrente ist. Das ist der grundlegende Unterschied.

Macht die neue Regelung einen Unterschied zwischen betrieblicher Vorsorge und Direktversicherung?

Dass Direktversicherungen, die über den Arbeitgeber abgewickelt werden, als betriebliche Altersvorsorge anzusehen sind, ist mehrfach gerichtlich bestätigt worden. Das hören viele nicht so gerne, weil sie sagen, mein Arbeitgeber hat doch überhaupt nichts dazu beigetragen.

Ralf Kapschack ist rentenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion

Da Betriebsrenten und Direktversicherung also grundsätzlich gleich behandelt werden, profitieren Direktversicherte eben auch von dem neuen Freibetrag. Das gilt auch bei einer Einmalauszahlung. Hier wird der Krankenkassenbeitrag so berechnet als würde die Auszahlung über zehn Jahre erfolgen. Auf den dann errechneten monatlichen Betrag wird der Beitrag erhoben.

Nun empfinden es viele als ungerecht, dass sie für die doppelte Verbreitung keine Entschädigung erhalten und die Neuregelung erst ab 2020 gilt. Was sagen Sie denen?

Ich verstehe den Unmut, denn die damalige Regelung ist ohne Übergangsregelung und ohne Bestandsschutz in Kraft getreten. Verträge, die schon liefen, wurden von der damaligen Neuregelung nicht ausgenommen, obwohl sie unter anderen Bedingungen zustande gekommen sind. Deshalb ist klar, dass nicht alle mit dieser Entscheidung zufrieden sind, weil es keine Rückabwicklung ist, sondern nur für die Zukunft gilt.

Würden wir eine Rückabwicklung für diesen Zeitraum erwägen, würde das zwischen 30 und 40 Milliarden Euro kosten. Das Geld haben wir nicht. Trotzdem bin ich zufrieden mit der Einigung, weil mehr als 60 Prozent der Betriebsrentner damit entlastet werden. Es hilft vor allem bei kleinen Betriebsrenten. Und es ist das, was momentan möglich ist.

Was passiert, wenn man eine betriebliche Rente bekommt und eine eigene betriebliche Altersvorsorge mit Kapitalauszahlung hatte. Gilt in diesem Fall der Freibetrag zweimal?

Der monatliche Freibetrag gilt nur einmal, gleich woher die Zahlungen aus der betrieblichen Altersversorgung kommen.

Werden die Krankenversicherungen ab 2020 die neuen Beitragssätze von sich aus anwenden oder müssen sie beantragt werden?

Das müsste automatisch laufen. Wer unsicher ist, kann natürlich auch bei seiner Krankenkasse nachfragen.

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Kommentare

Vertrauen Fehlanzeige

Solange die SPD nicht begreift, was sie angerichtet hat, und kompromisslos dafür eintritt, dass alle Gesetze zurückgenommen werden, die diesen Absturz zu Folge hatten, gibt es keine Rettung.

Oskar Lafontaine

Direktversicherung

Das kein Geld für die Rückzahlung vorhanden ist glaubt wohl so wirklich keiner. Es ist so halbherzig und mit heißer Nadel schnell auf den Weg gebracht.Ich denke damit kommen unsere Politiker nicht an das Ziehl ,welches sie für sich erreichen wollen.

Besteuerung der Direktversicherung ein NoGo

Alle Betroffenen sollten sich mal in Berlin treffen (Demo) und ihren Unmut mitteilen - sonst glauben unsere gewählten noch dass wir alle Zufrieden sind.

Besteuerung der Direktversicherung ein NoGo

Dem kann ich nur zustimmen!
Leider wird derzeit im Sprachgebrauch von Politikern, Medien, gesetzlichen Krankenkassen, Sozialgerichte die Direktversicherung als betriebliche Altersvorsorge qualifiziert, was aber nicht zutrifft. Hierbei wird die Differenzierung von zwei Direktversicherungsarten bewusst unterschlagen und zwar Direktversicherung durch
a) betriebliche und b) durch private Gehaltsumwandlung.
Der Arbeitnehmer finanziert sie (die private Gehaltsumwandlungsversicherung) als echte Eigenversorgung
aus wirtschaftlich eigenen Mitteln und nicht aus rechtlich umgewidmeten Arbeitgeberbeiträgen.
Da der AG bei der privaten Gehaltsumwandlung aber nichts anderes zusagt und sich zu nichts anderem verpflichtet als die Eigenmitteln weiter zu leiten, liegt keine zweckgerichtete Vermögenszuwendung des AG und damit keine Versorgungszusage vor.
Betriebliche AV setzt eine zweckgerichtete Vermögungszuwendung an den Arbeitnehmer aus Mitteln des Arbeitgebers voraus. Somit unterliegt die DV nicht Paragraph 1 Betr.AVG (Betriebliches AV-Gesetz).
Diese Unterscheidung wird nicht durch die Änderung des § 229 SGB V aufgehoben.
Damit wird die Absurdität der Privaten AV vor Augen geführt.

Betrug Direktversicherte

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Betriebsrenten, heiße nadel

Dagmar Schröder hat Recht: Leider werden immer mehr Gesetze im Schnellverfahren verfasst, die nachträglich mehrmals nachgebessert und korrigiert werden müssen, weil nicht mehr in Ruhe nachgedacht wird. Meistens sind diese Gesetze sogar noch die reinsten Bürokratiemonster. Keiner kennt sich mehr aus, selbst diejenigen, welche die Gesetze unten an der Basis anwenden müssen. Ich bin gespannt, was nun aus dieser neuen Gesetzesovorlage wird.

Kassenbeiträge auf Auszahlungen betriebliche Altervorsorge

Diese Regelung ist generell zu begrüßen, an Ungerechtigkeit aber kaum zu übertreffen. 2005 durch die SPD eingeführt wäre es mehr als gerecht, alle Fälle ab dieser Zeit zu berücksichtigen.
Ich habe Zahlungen der BAV in 2015 erhalten und muss nun 10 Jahre Beiträge zahlen. Für alles andere ist in unserem Staat Geld vorhanden.

Dies nennt man Vertragsbruch und kann sich jederzeit wiederholen

Ich verstehe den Unmut, denn die damalige Regelung ist ohne Übergangsregelung und ohne Bestandsschutz in Kraft getreten. Verträge, die schon liefen, wurden von der damaligen Neuregelung nicht ausgenommen, obwohl sie unter anderen Bedingungen zustande gekommen sind. Deshalb ist klar, dass nicht alle mit dieser Entscheidung zufrieden sind!

Vertrauen Fehlanzeige

Herr Spahn sagt:
"Das ist auch ein wichtiges Signal für die junge Generation: Altersvorsorge lohnt sich!"
- Na, klingelt's? Haben wir das nicht alle schon mal gehört?
Und am Montagmorgen kommt wieder der dicke Kater!
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht!

Krankenkassenbeitrag bei Betriebsrenten

Das ist eine Mogelpackung um die Betriebsrentner ein wenig ruhig zu stellen. Die ungerechte doppelte Beitragszahlung auf Betriebsrenten ist erkannt, aber nicht abgeschaft worden. Welch eine Face! Die regierenden Poliktiker glauben, damit den Personenkreis von 6,5 Millionen Betroffenen besänftigt zu haben. Mich nicht, und ich hoffe viele Andere auch nicht.

Krankenkassenbeitrag auf Betriebsrenten

Ich kann Herrn Müller nur zustimmen.
Wenn die Große Koalition diese Ungerechtigkeit beseitigen will, sollte sie nur die doppelte Beitragszahlung beseitigen. Diese neue Regelung verursacht einen hohen Verwaltungsaufwand und bringt für den Einzelnen vielleicht ein paar Euro im Monat. Mehr nicht. Und dann wundern sich die beiden großen Volksparteien, hier besonders die SPD, das sie nicht mehr gewählt werden. Wie auch.

Wer hat diese Politiker denn gewählt ???

Es ist zu jeder Wahlperiode immer das selbe: Die Merkel mit ihrem Gefolge ist wie viele Jahre an der Macht ???
Und wird immer wieder neu gewählt.Danach immer wieder das neue Jammern oh schlechte Politik und ungerecht etc. Die Deutschen Lernen einfach nicht dazu und darum selber Schuld ihr habt es nicht anders verdient

Betiebsrente

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Da wundern sich die

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Krankenkassenbeiträge auf Betriebsrenten

Ich finde auch dass zusätzlich zum Freibetrag die Krankenkassenbeiträge inkl. Zusatzbeitrag halbiert werden müssen ab 160 Euro. Das sehen Millionen Betroffene genau so. Sonst ist es wieder ein fauler Kompromiss...und es bleibt bis auf den Freibetrag bei der Doppelverbeitragung. Das ist weder gerecht noch sozial.

ja, bei anderen

Renten ist dies ohne weiteres möglich, siehe Landwirtsrenten.

Einfach nur Diebstahl

Jahrzehntelang habe ich die Option, eine private Krankenversicherung abzuschließen, nicht gezogen. Ich habe an Gerechtigkeit geglaubt.
Jetzt muss ich auf meine ausgezahlte Direktlebensversicheurng Krankenkassenbeiträge (ca. 20%) bezahlen. Entlastet werden Kleinrenten. Alles gut und schön. Nur:
Wäre ich doch zur prvaten Krankenversicherung gewechselt. Dann bräuchte ich auf die ausgezahlten Beträge aus der Direktlebensversicherung NICHTS bezahlen. Hieran sieht man den systematischen Schwachsinn des Geschehens. Wer viel hat behält auch viel.
Fühle mich persönlich verscheißert - von dieser Politik. UND von der SPD. Ich weiß nicht, wie Ihr das reparieren wollt.

Doppelverbeitragung

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Doppelverbeitragung

Da kann ich nur Herrn Delfs zustimmen.
Mir geht es genau so. Selbst das Bundesverfassungsgericht hat diese Ungerechtigkeit abgesegnet.
Von allen Kleinen die brav gearbeitet haben kann man es ja holen.

Dieser nachträgliche

Dieser nachträgliche Raubüberfall der Politik auf die Direktversicherungen und die Betriebsrenten ist Verfassungsgemäß laut BVG. Es werden ja auch "nur" 19% der Auszahlungssumme abgezogen. Im Ausgleich dazu ist eine Vermögenssteuer von ca. 1,5 % auf große Vermögen Verfassungswiedrig.

1,5% sind ja auch für die Milliardäre nicht zumutbar.

Börni Kaiser

Wenn sie in die private

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Krankenkassenbeiträge auf Betriebsrenten

Dieser kleine Schritt ist absolut unzureichend! Die Doppelverbeitragung muss abgeschafft werden. Ich glaube nicht, dass die SPD mit dieser Miniverbesserung Wähler gewinnen kann.

das glaube ich auch nicht

einen Kardinalfehler begehen, hinterher dann ein paar Brosamen zureichen, und dies dann als großen sozialpolitischen Erfolg darstellen.
So agiert nur, wer die Betroffenen- und die nichtbetroffenen aber interessierten Leser für besonders einfältig hält.

Die Partei beleidigt die Intelligenz ihrer vormaligen Wähler.

Doppelverbreitragung

Ich finde es auch mehr als ungerecht, dass hier Kranken- und Pflegebeiträge abgezogen werden. Wie von unseren Politikern gefordert, habe ich auch eine BAV. Noch nicht mal Besitzstandswahrung gibt es. Hauptsache die Politiker haben nebst guter Pension und Beihilfeanspruch ( im Pensionsalter 70%) die Schäfchen im Trockenen. Ich kämpfe weiter und finde mich nicht ab, solange hier keine Gerechtigkeit herrscht.

Doppelverbeitragung

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Direktversicherung Einmalauszahlung

Ja, das haben wir der SPD zu verdanken. Und das Bundesverfassungsgericht hat es auch noch bestätigt. Was für ein Bananenstaat, ohne Worte... Hauptsache die Politiker haben ihre Schäfchen im Trockenen

Doppelte Besteuerung der Betriebsrente

Ich fordere nicht nur die Abschaffung der doppelten Besteuerung sondern verlange das zu Unrecht abgezoge Geld mit Zinsen zurück.

Doppelte Besteuerung der Betriebsrente

Ich unterstreiche Wort für Wort der Forderung von Herrn Bucksch.
Das dieser himmelschreiende Betrug nun schon seit 2005 Bestand hat, steht fuer den Verfall von sozialer Gerechtigkeit und Rechtsvertrauen.

Es waren noch mehr

Nicht nur die SPD, auch CDU/CSU und Grüne waren 2004 am Betrug der Direktversicherten beteiligt.
Bitte bei kommenden Wahlen berücksichtigen.

Mannigfachen Betrug an Rentnern

Richtig! Vor allem die Grünen hat man als Mittäter vergessen. Sie waren seinerzeit mit an der Regierung! Aber nicht nur Betriebsrentner werden betrogen, sondern alle Rentner. Da geht es um die volle Beitragslast bei der Pflegeversicherung! Das ist unsozial! Ungerecht ist auch, dass Rentner den Krankengeldanteil mit ihren Beiträgen zur Krankenversicherung voll mit finanzieren, obwohl sie gar keinen Anspruch auf Krankengeld haben. Außerdem ist eine ständige Erhöhung der Einkommenssteuern ect. nicht in Ordnung. Vor dieser Gesetzesänderung würde diese nur auf einen Ertragsanteil von 26 Prozent erhoben. Dass das Verfassungsgericht das mitmacht ist aber nicht verwunderlich, werden die dortigen Richter doch von derselben Politikerqulicke ins Amt befördert, die für diese Ungerechtigkeit an den Rentnern verantwortlich ist.
Mit den Rentnern hat man leichtes Spiel. Sie sind in der Regel alt und meistens noch krank und können deshalb nicht auf die Strassen gehen.

Krankenhassenbeitrag auf Betriebsrente

Ja genau! Man hat uns reingelegt. Wir haben den Worten der Politik vertraut, als sie uns beschwörten:"Sorgt fürs Alter vor, weil die gesetztliche Rente nicht mehr reicht". Wir sind doppelt geschädigt: Weil mein Arbeitgeber auf die Versicheungs-Beiträge keine Rentenbeiträge zahlte, habe ich dadurch weniger gesetzliche Rente!. Für die vom Arbeitgeber gezahlten Beträge habe ich die ganzen Jahre über Lohnverzicht geleistet!
Durch die Gesetzesänderung hat man n a ch t r ä g l i c h die Spielregeln geändert. Das hat es noch nie gegeben! Es ist ein Skandal.
Ich bin gespannt wie es weitergeht.....

Krankenkassenversorgung!

Für meine Direktversicherung zahle ich seit 9 Jahren nicht nur doppelte Beiträge an die Krankenkasse, ich zahle auch für ein Geld, das ich nicht bekommen habe. Nämlich, ich zahle auch Beiträge für die bei der Scheidung abgetretene Hälfte der Direktversicherung.

Um die Rendite betrogen

Vor 2004 habe ich eine Direktversicherung auf Anraten unserer Politiker abgeschlossen. Als Argument für die zusätzliche Säule der Altersversorgung wurde die Sozialversicherungsfreiheit in der Auszahlungsphase angeführt! Aber ohne den üblichen Vertrauensschutz auch nur in Erwägung zu ziehen, wurde 2004 mal eben die Auszahlung um knapp 20% reduziert. Hätte ich das in die Versicherung eingezahlte Geld unter das Kopfkissen gelegt, wäre es kaum weniger. Und diese Partei, die mich auf das Glatteis führt, und mir die zuvor versprochene Rendite für mein Alter "stiehlt" soll ich noch einmal wählen? Im Leben nicht. Die hoch gepriesene neue Regelung ist Augenwischerei und das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt ist.

Doppelbebeitragung

Ich schließe mich voll und ganz dieser Meinung an. Es ist eine Idiotie , auf der einen Seite zu klagen, dass die Altersarmut steigt und gleichzeitig den Rentnern in die Tasche zu greifen, ja diese zu bestehlen. Für die gleichzeitig beschlossene Grundrente ist das Geld ja scheinbar da, ohne große Bedürftigkeitspruefung, dh. ohne Anrechnung des Vermögens.

Wie kann man nur Menschen

Wie kann man nur Menschen bestrafen die Jahrzehntelang Geld für ihr Alter ansparen? Und das hat auch noch eine Partei beschlossen die für soziale Gerechtigkeit steht. Und jetzt wundern sie sich dass keiner sie mehr wählt. So etwas gibt es nur in Deutschland.

Entlastung der Betriebsrentner

soweit ich weiß trifft die Entlastung nur auf den Teil der Krankenversicherung zu. Für Pflegeversicherung gibt es keine Entlastung. Somit beträgt die Entlastung maximal ca 25 Euro im Monat. Wer bei Auszahlung einer Kapitalversicherung z.B. 100 oder 200 oder 300 Euro für die doppelten Beiträge der Kranken- und Pflegeversicherung zahlt, kann nur sauer über diese Entlastung lachen. Die Politiker, die dies als Entlastung verkaufen, verraten ihre Wähler und werden sicher bei der nächsten Wahl die Quittung dafür bekommen. Die Zahl der Betroffenen ist so groß, dass dies erhebliche Auswirkungen auf das Wahlergebnis haben wird. Bitte nehmen Sie diesen faulen Kompromiss zurück und verhandeln Sie neu.

Verstoß gegen Netiquette

Der Kommentar wurde gelöscht, da er gegen Punkt 5 unserer Netiquette verstieß.

https://www.vorwaerts.de/seite/netiquette

Herr Kapschack,

Sie haben das Problem eigentlich voll verstanden, in welcher Art und Weise Direktversicherte mit Verträgen von vor 2004 hintergangen wurden.
Diese Enteignung war problemlos rückwirkend möglich, eine rückwirkende Entschädigung dieser Menschen ist angeblich unmöglich.
Die verantwortlichen Parteien CDU/CSU, SPD und Grüne werden den Dank der Wähler noch spüren.

KKBeiträge auf Betriebsrenten

Diese jetzt getroffene Regelung ist das Papier nicht wert, auf das sie gedruckt wird. Maßlose Politiker erhöhen sich selbständig die Diäten und für das arbeitende Volk ist kein Geld da, um auf die begangenen Fehler durch SPD und Grüne als auch CDU angemessen zu reagieren. Frei nach dem Motto, was kümmert mich mein Geschwätz von gestern, wird alles weiter so gemacht, wie bisher. Zeigen wir den sogenannten Volksparteien bei den Wahlen, was wir von ihnen halten.

Krankenkassenbeitrag Betriebsrente

Mir wurde die Betriebsrente von meinem Arbeitgeber als Einmalzahlung ausbezahlt, ohne mich zu fragen, was ich will. Nun gut, aber die grosse Sauerei kam hinterher. Ich bezahle heute noch den vollen Krankenkassenbeitrag für diese Betriebsrente, die ich bei der Auszahlung auch noch mit einigen Tausend Euro versteuern musste, d. h. ich zahle heute noch Krankenkassenbeitrag für eine bereits versteuerte Betriebsrente !!! Da kann ich nur sagen: der Staat nimmts von den Lebenden !!!

Direktversicherung

Dass ein SPD-Politiker mit dieser Einigung zufrieden ist wunder mich schon. Ich habe 19985 und 1990 je eine Direktversicherung abgeschlossen. 30 Jahre habe ich auf mein Weihnachtsgeld verzichtet und dies in die Versicherung ein bezahlt. Uns wurde zugesichert, dass mit der Pauschalsteuer alles erledigt ist. Habe drei Kinder groß gezogen und am Ende meines Berufsleben wird man noch von einer sog. Christlichen- und
Arbeiterpartei abgezockt.
Ich habe meine Verträge durchgerechnet und komme auf 14,64 % Kranken- und Pflegeversicherung, die ich ab Jan. 2020 zahlen muss. Alle Betroffenen sollten diese Ungerechtigkeit bei der nächsten Wahl berücksichtigen.

Doppelverbeitragung Direktversicherun

Für mich ist das Vertragsbruch. Willkürlicher, nachträglich legimitierter Diebstahl. Ich schließe einen Vertrag, halte mich über 20 Jahre an die Abmachungen uns unser Staat bedient sich einfach. Macht mal kurz aus Recht Unrecht. Das empört mich auf das Höchste. Unser Staat bestiehlt uns alle um Milliarden.... und darf sie behalten. Unfassbar.

Direktversicherung

Ich habe eine Direktversicherung durch Gehaltsumwandlung abgeschlossen. Alle Beiträge wurde aus Einkommen bezahlt was oberhalb der Bemessungsgrenze zur KV lag. Somit zahle ich heute den vollen Satz auf das ausgezahlte Kapital. Diese Regelung gilt aber nur für Beiträge die aus einer gesetzlichen KV kommen. Dabei wird ausgeklammert, dass die gesetzlichen Krankenkassen, damals wie heute auch dringend "solidarische Einzahler" brauchen, die mit ihrem Einkommen über der Bemessungsgrenze liegen. Dies wird damit belohnt, dass die Einzahler in die private KV davon ausgenommen sind.  Das nennt man "soziale Gerechtigkeit".

Krankenkassenbeiträge von Betriebsrenten

Die neue Regelung ab 2020 ist eine Mogelpackung. Es bleibt bis auf den Freibetrag bei der Doppelbesteuerung. Der ungerechte, doppelte Krankenkassenbeitrag gehört beseitigt. Ich hatte mich 1977 bereits für eine Betriebsrente entschieden. Ich wollte ja, wie von den Politikern geraten, fürs Alter vorsorgen. Ich fühle mich als Bürger nicht mehr Ernst genommen.

Krankenkassenbeiträge für Direktversicherung

Sehr geehrter Herr Kapschack,kein Bestandsschutz für vor 2004 getroffene
Verträge,rūckwirkende Verbeitragung.Schludrige Durchführung der Einzelheiten...
Alles zu Zeiten als die SPD in Verantwortung war.
Für mich ist diese Partei nicht mehr wählbar,macht nur so weiter dann werdet Ihr euch der 5% Grenze weiter nähern.

Alle Betriebsrentnerinnen und -rentner profitieren

Sehr geehrter Herr Kapschak,
Sie schreiben in Ihrem Beitrag: „Alle Betriebsrentnerinnen und -rentner profitieren.“
Diese Aussage ist falsch. An anderer Stelle heißt es: „Denn die meisten haben eine Betriebsrente, die max. bei 300 Euro liegt.“ Diese werden p.a. um ca. 300,- Euro entlastet. Das sind nach Ihrer Aussage ca. 60 %
„Die weiteren 40 % werden spürbar entlastet“. Absolut werden sie um den gleichen Betrag entlastet, prozentual wird die Entlastung mit steigender Rente immer geringer.
Wenn die Betriebsrente zusammen mit der gesetzlichen Rente über der BBG liegt, erfolgt keine Entlastung mehr. Also, „alle“ ist falsch, q.e.d. Durch Anheben der BBG in 2020 erfolgt für diese Rentnerinnen und Rentner damit nicht eine Ent- sondern eine Belastung.
Aber die Intention ist mir natürlich klar, die haben ja genug dann sollen sie doch bezahlen. Damit bleibt die Ungerechtigkeit bestehen; die Bereitschaft SPD zu wählen ist direkt proportional mit der Empfindung der Ungerechtigkeit.

Krankenkassenbeiträge auf Betriebsrenten

Für diese ungerechte Regelung werden Sie wohl keine Lobeshymne erwarten
bezw.erhalten. Bei der nächsten Bundestagswahl werden die vielen betroffenen Betriebsrentner wohl dieses nicht vergessen haben und den
Parteien die dieses beschlossen haben, werden daran erinnert werden indem
ihnen die Stimmen die sie ja nötig brauchen, fehlen werden.

noch laufende Verträge

Dieser Beitrag wurde gelöscht, da er gegen die Netiquette verstößt. Bitte beachten Sie, dass aus Gründen des deutschen Namensrechts Beiträge gelöscht werden, deren Autor unvollständige (nur Vor- oder Zuname), geschützte Namen oder Pseudonyme benutzt.

Betriebsrente

Ich zahle für meine Betriebsrente unter 100 Euro Krankenkasse und das wird wohl auch so bleiben,denn zur Betriebsrente wird mein Versorgungsausgleich dazugerechnet für den ich die Krankenkasse auch voll alleine zahlen muß.Was mein Versorgungsausgleich mit meiner selbstverdienten Betriebsrente zu tun hat keine Ahnung.Die andere Hälfte bekam mein Ex der war Beamter da wurde nix abgezogen .