SPD Wahlwerbespot

Keine Inszenierung, keine Models

Laura Giesen22. August 2013

„Das Rednerpult des Volkes“ so heißt der Wahlwerbespot der SPD, den Generalsekretärin Andrea Nahles am Donnerstag in Berlin vorgestellt hat. Darin kommen die Bürgerinnen und Bürger zu Wort.

Die Grundidee dieses Spots sei es – genau wie im gesamten Wahlkampf – die Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt zu stellen, so Andrea Nahles. Dafür ist ein Produktionsteam durchs Land gefahren, hat Menschen an verschiedenen Orten angesprochen, an ein SPD-Rednerpult gestellt und sie zu ihren Erwartungen an die Politik interviewt. Das Ergebnis: eine handvoll Statements, in denen die Menschen ihre Meinung sagen.

Spot

Unter den Protagonisten sind eine Altenpflegerin, der es schwer gemacht wird, Beruf und Kind unter einen Hut zu bekommen, ein Trainer, der Investitionen in Bildung fordert, eine Frau, die sich über die Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Gesundheit empört und eine Familie auf dem Campingplatz, die sich um die Rente ihre Kinder sorgt.

Am Ende des Spots begründet Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, dass er Kanzler werden will, „weil in Deutschland etwas aus dem Lot geraten ist“. Nahles betont, dass Steinbrück nicht inszeniert werden, sondern die Bürgernähe der "Klartext Open Air"-Veranstaltungen im TV-Spot fortsetzen wollte. Die Herangehensweise habe ein gewisses Risiko beinhaltet, gibt sie zu, man habe schließlich nicht wissen können, was die Leute sagen würden. Doch genau wie beim Tür-zu-Tür Wahlkampf habe man festgestellt, dass die Themen der SPD den Nerv treffen.

Der Spot wird am Mittwochabend um 21:50 auf dem Fernsehsender Vox zum ersten Mal zu sehen sein. In den öffentlich-rechtlichen Sendern wird ein 79 Sekunden lange Version gezeigt und in den privaten zwei verschiedene je 30 Sekunden lange.