SPD-Parteitag

Katarina Barley „überwältigt“ von ihrem Wahlergebnis

Karin Nink11. Dezember 2015
Neue Generalsekretärin der SPD: Katarina Barley erhält 93 Prozent Zustimmung der Delegierten des Bundesparteitags
Neue Generalsekretärin der SPD: Katarina Barley erhält 93 Prozent Zustimmung der Delegierten des Bundesparteitags
Mit 93 Prozent wählte der SPD-Parteitag Katarina Barley zur neuen Generalsekretärin. Dem „vorwärts“ gab sie unmittelbar nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses ihr erstes Interview.

Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Wahl als Generalsekretärin der SPD. Das ist mit 93 Prozent ein tolles Wahlergebnis. Sind Sie zufrieden?

Ich bin ganz überwältigt von diesem tollen Ergebnis. Zufrieden ist gar kein Ausdruck.

Haben Sie ein konkretes Projekt, das Sie als Generalsekretärin vorantreiben möchten?

Mein Projekt heißt ganz klar Wahlkampf. Die Grundlagen dafür werden jetzt gelegt. Die SPD hat viel geleistet und muss sich nicht verstecken. Wir sind die bestimmende politische Kraft in diesem Land. Wir bleiben geschlossen und werden gemeinsam für unsere Werte eintreten. Eine Zeit voller Umbrüche braucht eine starke Sozialdemokratie.

Wie kann die SPD noch mehr Menschen in der Gesellschaft erreichen und für ihre Politik gewinnen?

Um erfolgreich zu sein, brauchen wir dafür ein Paket an Maßnahmen. Wir müssen noch besser werden bei der Ansprache von jungen Menschen, Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund. Diese Gruppen fühlen sich momentan von der SPD noch zu wenig angesprochen und das obwohl wir gute Politik für sie machen. Keine Partei tut so viel für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, für Gleichberechtigung und faire Bildungschancen wie die SPD. Gleichzeitig müssen wir als Partei zuhören. Denn wir wissen nur, was die Menschen in unserem Land bewegt, wenn wir sie zu Wort kommen lassen. Das ist mein Anspruch an eine moderne SPD: Eine Partei auf Augenhöhe, die nicht nur fertige Antworten vorgibt.

Haben Sie schon Reaktionen von Familie und Freunden auf deine neue Aufgabe und dein Wahlergebnis bekommen?

Ich habe sehr viele Glückwünsche von ganz vielen Menschen bekommen. Natürlich auch von meiner Familie. Das ist eine zusätzliche und tolle Motivation, das Amt mit viel Energie anzugehen.

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