90. Geburtstag der Friedrich-Ebert-Stiftung

Gauck: „FES leuchtendes Beispiel für Demokratie“

Carolin Katschak03. März 2015
Bundespräsident Joachim Gauck gratuliert dem Vorsitzenden der FES Kurt Beck zum 90-jährigen Bestehen der Stiftung.
Bundespräsident Joachim Gauck gratuliert dem Vorsitzenden der FES Kurt Beck zum 90-jährigen Bestehen der Stiftung.
Neben zahlreichen Gratulanten aus Politik und Gesellschaft kam auch Bundespräsident Joachim Gauck zum Festakt anlässlich des 90-jährigen Bestehens der Friedrich-Ebert-Stiftung. In seiner Rede würdigte er ihre Arbeit und warnte vor einem Rückzug der politischen Stiftungen.

„Sie sind ein leuchtendes Beispiel für Demokratie“, würdigte Bundespräsident Joachim Gauck die Arbeit der sozialdemokratischen Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) am Montagabend in Berlin. Ihr Engagement stehe beispielhaft für die Arbeit aller politischen Stiftungen im In- und Ausland. Auch wenn die Arbeit der Stiftungen im Ausland schwieriger geworden sei, so sei „ein Rückzug genau das Falsche“, warnte der Bundespräsident. Die Welt würde mehr denn je die politischen Stiftungen brauchen, um für Menschen-, Bürger- und Freiheitsrechte zu kämpfen, „nach denen sich die Unterdrückten und Verfolgten in vielen Ländern der Welt sehnen“.

Die Stiftung unterhält 107 Auslandsbüros, fördert Tausende Studenten und leistet weltweit Bildungsarbeit. Auch in Zukunft werde die FES ihre Arbeit fortführen, um Werte wie Frieden, Freiheit und soziale Demokratie aufrechtzuerhalten, sagte der Vorsitzende der FES Kurt Beck.

Mit dem Festakt zum 90-jährigen Bestehen der Friedrich-Ebert-Stiftung gedenkt sie auch ihres Namenspatrons, des ersten demokratisch gewählten Reichspräsidenten Friedrich Ebert. Ebert habe die erste deutsche Republik „unermüdlich gegen ihre Feinde von links wie von rechts verteidigt hat, und zwar bis zu seinem Tod“, sagte der Bundespräsident. „Ihn zu würdigen bedeutet zugleich, sich bewusst zu machen, wie kostbar und wie zerbrechlich demokratische Ordnungen sind.“ 

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