Energie

Gabriel kritisiert Merkels Haltung zur Atomkraft

Karsten Wiedemann05. Juli 2009

Gabriel forderte die deutschen AKW-Betreiber in der "Frankfurter Rundschau" auf, "die ältesten und problematischsten Reaktoren abzuschalten und deren Stromkontingente auf die jüngeren
Anlagen zu übertragen". Moderne und sichere Reaktoren köntnen dafür länger am Netz bleiben, wie dies im Atomkonsens vorgesehen sei.

Der Pannenreaktot in Krümmel wird vorerst nicht wieder ans Netz gehen. Gabriel verwies darauf, dass die Ursache für den Zwischenfall am Samstag wie schon bei anderen Zwischenfällen am Trafo
und in der Elektronik des Kraftwerkes zu suchen sei. "Ich nehme dies zum Anlass, anlagenübergreifend die elektrischen Systeme in den Atomreaktoren überprüfen zu lassen."

Krümmel bleibt Offline

Er sei sich mit der schleswig-holsteinischen Atomaufsicht einig, dass ein Wiederanfahren des Reaktors Krümmel nur nach vorheriger Zustimmung der Bundesaufsicht erfolgen wird", sagte Gabriel.
Die schleswig-holsteinische Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD), für die Atomaufsicht zuständig, will nun die Zuverlässigkeit des Betriebers Vattenfall überprüfen lassen.

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