SJD-Die Falken

Die „Freundschaft“: Demokratie altersgerecht vermitteln

Angelina Sortino13. September 2018
Ein Kind liest im Sommerzeltlager der Falken.
Ein Kind liest im Sommerzeltlager der Falken.
Die sozialistische Jugendorganisation "SJD - Die Falken" gibt für den jüngeren Teil ihrer Mitglieder die Zeitschrift „Freundschaft“ heraus. Altersgerecht aufbereitet bringt sie Kindern politische und gesellschaftliche Themen näher.

Die aktuelle Ausgabe kommt aufrührerisch daher. Auf der Titelseite sind Bilder von Lenin und Rosa Luxemburg. Angekündigt werden „Berühmte Revolutionäre“ und ein Artikel über die „Falken und die Revolution“. „Freundschaft“ lautet der Titel der Zeitschrift, die die sozialistische Jugendorganisation „SJD-Die Falken“ für ihre jüngsten Mitglieder herausgibt. Darin werden gesellschaftliche, politische und historische Themen Kindgerecht behandelt und erklärt.

Armut, Wohnen und Oktoberrevolution

Die Redaktion der „Freundschaft“ besteht im Kern aus fünf ehrenamtlichen Mitgliedern des Bundes-Falken-Rings, die für Kinderpolitik und für die pädagogisch-politische Arbeit der 6 bis 14-jährigen im Verband zuständig sind. Die mädchenpolitische Kommission schreibt regelmäßig einen Beitrag, der einen feministischen Blick auf das Schwerpunkthema der Ausgabe wirft. Oft bringt sich auch die internationale Kommission der Falken mit einem Artikel ein.

Die jüngsten Ausgaben beschäftigten sich unter anderem mit Themen wie Armut, Wohnen aber auch mit der Oktoberrevolution. „Unsere Redaktionsmitglieder sind meist selbst Gruppenhelferinnen und merken, welche Themen bei den Kids gerade ‚anstehen’ und diskutiert werden wollen und sollen,“ erklärt das Redaktionsteam. Manchmal würden aber auch Schwerpunktthemen gewählt, die in der Öffentlichkeit gerade viel Aufmerksamkeit bekämen. „Wir versuchen dann hin und wieder solche Themen für Kinder aufzuarbeiten, damit sie mitreden können.“

Fokus auf den Lebensweltbezug der Kinder

Wichtig ist dabei, dass die Themen kindgerecht umgesetzt werden. Zudem legt die Redaktion großen Wert darauf, bei historischen Themen Anknüpfungspunkte für die Jungfalken heute zu schaffen.  „Eigentlich lässt sich unserer Einschätzung nach bei fast jedem Thema ein altersgerechter und persönlicher Lebensweltbezug für Kinder herstellen, natürlich werden bestimmte Unterthemen ausgespart oder aus einem anderen Blickwinkel erzählt“, so die Redaktion der „Freundschaft“.

Eine Herausforderung in der Redaktion sei, dass sich in den Artikeln Unterthemen und Argumente nicht wiederholen, sich gut ergänzen und ein wenig aufeinander aufbauen sollten. Die Texte der „Freundschaft“ richten sich an zwei Altersgruppen. An 6 bis 11-jährige mit größerer Schrift, kurzen Sätzen und einfacheren Argumentationsstrukturen und an 12 bis 15-jährige, für die die Beiträge im zweiten Teil der Zeitschrift ansprechend sind. Sie sind etwas kleiner gesetzt und auch länger gefasst. „Wir wollen nicht komplett auf Fachwörter verzichten und nutzen deshalb die Marginalspalte für Erklärungen“, sagt das Redaktionsteam.

Digital in die Zukunft

„Unsere Mitglieder lesen die Zeitschrift gern und zu verschiedenen Gelegenheiten. In der Gruppenstunde werden die Themen aufgegriffen. Auch bei den vielen Veranstaltungen, Freizeitfahrten oder Schulungen ist die ‚Freundschaft’ dabei.“ Die zahlreichen Fotos, Zuschriften und Gedichte, die regelmäßig veröffentlicht werden, bekomme die Redaktion vor allem von diesen Gelegenheiten. „Die Kinder freuen sich, wenn ihre Fotos oder ihre Beiträge in der nächsten Ausgabe erscheinen.“

Für die Zukunft hat sich die Reaktion vorgenommen, digitaler zu werden. „Wir arbeiten auch daran, über das Netz interaktiver zu werden, um die Kinder mit unseren beziehungsweise ihren Inhalten anzusprechen und ihr Feedback auf direktem Wege zu bekommen.“

Die aktuelle Ausgabe der „Freundschaft“ finden Sie unter: https://www.wir-falken.de/publikationen

 

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