Hauptversammlung

Der erste ostdeutsche OB: Burkhard Jung ist neuer Städtetagspräsident

Karin Billanitsch06. Juni 2019
Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung als Präsident gewählt – zum ersten Mal ist ein Oberhaupt einer ostdeutschen Stadt Präsident des Deutschen Städtetags.

Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung ist neuer Präsident des Deutschen Städtetages. Am Schlusstag der Hauptversammlung in Dortmund wählten die Delegierten aus den Städten in ganz Deutschland den 61-jährigen SPD-Politiker in das höchste Amt des größten kommunalen Spitzenverbandes. Zum Vizepräsidenten gewählt wurde der Münsteraner Oberbürgermeister Markus Lewe, der in den vergangenen zwei Jahren das Präsidentenamt inne hatte. Jung bedankte sich bei den Delegierten und würdigte die Arbeit seines Vorgängers Lewe. 

Seit 1991 in Leipzig

Jung ist seit dem Jahr 2006 Oberbürgermeister der Stadt Leipzig und gehört dem Präsidium des Deutschen Städtetages seit 2007 an. Seit 2013 war er bereits einer der stellvertretenden Präsidenten des Deutschen Städtetages. Der gebürtige Siegerländer sieht sich selbst als „überzeugter Ostdeutscher“,  wie er einmal sagte.

Er kam im Jahr 1991 nach Leipzig als Lehrer. Von 1999 bis 2006 war er Beigeordneter für Jugend, Schule und Sport beziehungsweise Jugend, Soziales, Gesundheit und Schule. 2006 wurde er Oberbürgermeister, nachdem Wolfgang Tiefensse als Bundesverkehrsminister nach Berlin wechselte. 

Starkes Zeichen 

Jung wird sich auch um eine dritte Amtszeit als Rathauschef in Leipzig bewerben. Die kommende OBM-Wahl in Leipzig findet im Frühjahr 2020 statt. Als Präsident des Städtetags ist es Voraussetzung, Oberbürgermeister sein.

Als im Vorfeld bekannt wurde, dass Burkhard Jung nominiert wurde, gab es viele positive Reaktionen: So sagte Sachsens SPD-Chef Martin Dulig laut Leipziger Volkszeitung: „Burkhard Jung ist ein hervorragender Bürgermeister.“ 30 Jahre nach dem Mauerfall sieht er das als „starkes Zeichen für das Zusammenwachsen des Landes.“

Dieser Artikel erschien zunächst bei demo-online.de.

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Kommentare

Ostdeutscher????????

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Symbole für Richtungswechsel und klare Standortvorteile !

Die Wahl von Leipzigs OB Burkhard Jung zum Städtetagspräsidenten und von Eisenachs OB Katja Wolf (die Linke) zur Vizepräsidentin sind auch Zeichen eines Erkenntnisgewinnes in welche Richtung sich Kommunen entwickeln sollen und können !!!
Es geht im Wesentlichen um den Erhalt und Wiederaufbau der öffentlichen Daseinsvorsorge, gerade in einer Zeit in der diese der Maximal-Gewinnorientierung insbesondere großer Konzerne zum Opfer fallen, die für ihre zweifelhaften Ziele, zum Wohle inbesondere einiger Großaktionäre, gerne sowohl öffentliche Kassen plündern, als auch gerade die der hilfsbedürftigen Bevölkerung. Nicht umsonst halten diese Konzerne einen gewaltigen Lobby- und Meinungsmache-Apparat für teures Geld am Laufen !
Das es auch ganz anders geht, zeigen besonders die Leipziger Pflegeeinrichtungen in kommunaler Hand die beispielgebend sein können nicht nur für Gesamtdeutschland, sondern insbesondere auch für ganz Europa ! Auch das andere Beispiel Eisenach zeigt, dass Industrieansiedlung und hohes soziales Engagement ein Standortvorteil sind, anderweitig als aktuelle Verlautbarungen von BDI-Päsident Dieter Kempf (der vor Umverteilungspolitik warnt) dies wiedergeben !!!