Landesbanken

Deka-Bank steigt bei der Landesbank Berlin ein

Daniel Krueger06. Oktober 2006

Der Zehn-Prozent-Anteil soll in der ersten Hälfte kommenden Jahres auf eine noch zu gründende Gesellschaft der Sparkassen-Finanzgruppe übertragen werden. Der Kaufpreis beträgt nach
Informationen der Zeitung "Financial Times Deutschland" gute 500 Millionen Euro und wird durch Darlehen aufgebracht.

Bis Ende 2007 muss die mehrheitlich landeseigene LBB auf Druck der EU-Kommission privatisiert werden, da die EU das Insitut vor fünf Jahren mit milliardenschweren Beihilfen vor dem Aus
rettete - die LBB kommt auf eine Marktkapitalisierung von guten 6,2 Milliarden Euro. Zur Landesbank gehört auch die Berliner Sparkasse, weswegen viele private Institute an einem Kauf Interesse
hegen. Die im Privatkundengeschäft starken Sparkassen sind ansonsten vor Übernahmen geschützt.

Der DSGV will verhindern, dass die LBB in private Hände fällt und hat nun seine Position im Bieterverfahren verbessert. Ursprünglich war geplant, dass der Anteil der NordLB über die DSGV ö.K.
erworben werden sollte, eine öffentliche Körperschaft, in der alle Sparkassenverbände organisiert sind. Allerdings ergaben sich Schwierigkeiten, da die NordLB den Anteil des niedersächsischen
Sparkassenverbandes am DSGV ö.K. hält. Dadurch wäre die NordLB sowohl als Käufer als auch als Verkäufer ihres Anteils aufgetreten.

Quellen: Financial Times Deutschland, Handelsblatt, 4. Oktober.