Zweiter Weltkrieg

Was bedeutet eigentlich „D-Day“?

Lars Haferkamp05. Juni 2019
Die Medien überschlagen sich – egal ob Fernsehen, Zeitung oder Internet: Eines der Topthemen ist heute der 75. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944. Und der wird – auch hierzulande – „D-Day“ genannt. Warum eigentlich?

International steht die Abkürzung D für Deutschland. Aber würden die alliierten Siegermächte wirklich einen „Deutschland-Day“ feiern? Eher nicht. Da scheint die Übersetzung mit „Decision-Day“, also Tag der Entscheidung, schon eher plausibel. Doch auch sie trifft nicht zu.

Ein ganz bestimmter Tag

Tatsächlich ist im Englischen das D in „D-Day“ nur ein Platzhalter für einen ganz bestimmten Tag. In Deutschland spricht man in einem solchen Fall vom „Tag X“. Im Englischen verfährt man mit einer bestimmten Stunde ebenso, sie heißt „H-Hour“. Im Französischen ist es der „Jour J“.

In der Regel bezeichnen diese Abkürzungen den Zeitpunkt militärischer Operationen. Ganz bewusst werden Ort, Ziel oder Gegner der Militäraktion nicht benannt. Dies soll helfen, die Vertraulichkeit der Operationsplanung zu sichern.

Der Anfang vom Ende

Der D-Day am 6. Juni 1944 markiert den Beginn einer entscheidenden Wende im Zweiten Weltkrieg. Mit der Landung ihrer Truppen in Frankreich eröffneten die Westalliierten eine zweite Front im Kampf gegen Hitler, zusätzlich zur bereits bestehenden Ostfront. Für das Deutsche Reich begann damit der Zweifrontenkrieg. Es war der Anfang vom Ende des so genannten Dritten Reiches. Elf Monate später kapitulierte die Wehrmacht bedingungslos. Der Zweite Weltkrieg war vorbei.

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