Fünfte Jahreszeit

Ausgelassen und politisch: So feiern Sozialdemokraten Karneval

Tamara Rösch04. März 2019
Auch der ehemalige Kanzler Helmut Schmidt hat Karneval gefeiert – hier im Kanzleramt Bonn 1982.
Mit dem Straßenkarneval hat der Höhepunkt der fünften Jahreszeit begonnen. Mitten im närrischen Treiben tummeln sich auch viele Sozialdemokraten. Sie feiern ausgelassen – und mit politischen Botschaften.

Seit vergangenem Donnerstag sind die Narren wieder los. Der Karneval geht natürlich auch an den Sozialdemokraten nicht vorbei: Auf Twitter und Facebook zeigt sich die närrische Ader von SPD-Politikern.

Ganz vorne dabei ist Malu Dreyer, Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz. In Europafarben gekleidet, begrüßte sie am Freitag ihre Gäste und das „Team Europa“ für die traditionelle Sendung „Mainz bleibt Mainz“.

Zum „Team Europa“ gehörten neben Dreyer selbst SPD-Chefin Andrea Nahles und Katarina Barley. Als SPD-Spitzenkandidatin für das Europaparlament zeigte Barley ganz besonders (EU-)Flagge:

Am Rosenmontag ging es dann raus auf die Straße. Ganz ausgelassen präsentiert sich Malu Dreyer bei Umzug in der Karnevalshochburg Mainz:

Mit dabei war natürlich auch der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling:

Doch was wäre Karneval ohne das perfekte Kostüm? Thorsten Schäfer-Gümbel, stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD und Landesvorsitzender der SPD Hessen, setzte ein pro-europäisches Zeichen. Er ging zu „Mainz bleibt Mainz“ in einem Schottenrock, weil die Schotten mehrheitlich gegen den Brexit gestimmt haben:

Ein klares politisches Statement war auch das Kostüm von Svenja Schulze. Die Bundesumweltministerin ging als Wolf zur Weiberfastnacht und bat auf einem Schild darum, nicht erschossen zu werden:

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey orientierte sich bei ihrer Kostümierung am Jubiläum des Frauenwahlrechts – Facebook-Eintrag auf Berlinerisch inklusive:

Als Norddeutscher im Karneval – für Johannes Kahrs ist das nichts Neues. Der Hamburger Bundestagsabgeordnete war schon mehrfach im Kölner Karneval dabei, in diesem Jahr durfte er bei den „treuen Husaren“ mitfahren:

Natascha Kohnen setzte dagegen ganz auf Rot. Zur Fastnacht im fränkischen Veitshöchheim kamen sie und ihre Mitstreiter im roten Overall:

Traurig, wer während des närrischen Treibens in die karnevalistische Diaspora muss. Ausgerechnet zur Weiberfastnacht musste Katarina Barley nach Hamburg fahren. Die gebürtige Kölnerin wäre da doch lieber am Rhein geblieben.

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Kommentare

Zusammen mit ⁦@AndreaNahlesSPD⁩ und Malu #Dreyer Teil des Teams

Ist dies das rheinland-pfälzische Dreigestirn?

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Netiquette

Anscheinend verstehen die vorwärtser auch zu Karneval keinen Spaß. Fasching ist halt nun mal die Zeit wo man kritik an der Obrigkeit, und der PV ist eine solche, unverblümt äußern durfte - also früher: zu Kaisers- und Königs-Zeiten.

Humor

Wir verstehen jede Menge Spaß – bei persönlichen Beleidigungen hört er allerdings auf.

Majestätsbeleidigung ?

Ich habe Keine/n persönlich beleidigt. Zu Kaisers Zeiten war es ein quasi ein SOZIALDEMOKRATISCHES Adelprädikat wegen Majestätsbeleidigung verknackt zu werden. Der Vorwärts und andere SOZIALDEMOKRATISCHE Zeitungen, ja das gab es damals, hatten aber auch eigens dafür die "Sitzredakteure". Das wäre vielleicht ein Betätigunsfeld für die Geschichtsleute.

Beleidigung

Wir werden deine Wortwahl sicher nicht wiederholen, aber sie fiel ganz klar in die Kategorie Beleidigung, auch wenn du eine Gruppe Menschen und keine Einzelperson angesprochen hast. Ganz generell sollen die Kommentare auf unserer Seite übrigens eine konstruktive Debatte ermöglichen.