Interview

Andrea Nahles: „Habe Lust auf eine neue Debattenkultur in der SPD“

Karin Nink14. Februar 2018
Für die Zukunft brauchen wir Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit, sagt die designierte SPD-Parteivorsitzende Andrea Nahles
Von der Parteispitze wurde sie einstimmig für das Amt als Parteivorsitzende vorgeschlagen. Fraktionschefin Andrea Nahles will, nachdem der Mitgliederentscheid abgeschlossen ist, mit neuer Kraft, Solidarität und Entschlossenheit den Erneuerungsprozess der Partei beginnen.

Wie beurteilen Sie im Nachhinein die Koalitionsverhandlungen?

Sie waren anstrengend und haben uns als Team an der Spitze gefordert und zusammengeschweißt. Wir haben hart und zäh um unsere Ziele gerungen. Wir haben nicht schnell klein beigegeben, sondern immer wieder selbstbewusst gesagt „da geht noch mehr“. Mit dieser Haltung haben wir ein sehr gutes Ergebnis für die SPD erkämpft. Auch bei „meinen“ Themen Arbeit und Soziales haben wir einen richtigen Durchbruch erreicht: Wir werden sachgrundlose Befristungen drastisch einschränken und endlosen Kettenbefristungen einen Riegel vorschieben. Damit geben wir gerade Berufsanfängern mehr Sicherheit und Planbarkeit. 

An allen Punkten konnten Sie sich aber nicht durchsetzen.

Natürlich nicht, da müssen wir nicht drum herumreden: Gerade in der Gesundheitspolitik hätten wir uns mehr gewünscht. Wir haben zwar keinen Systemwechsel hinbekommen, aber immerhin deutliche Verbesserungen für Kassenpatienten erreicht – und wir führen endlich wieder die Parität ein.

Andrea Nahles

Die Gegner der großen Koalition argumentieren weniger sachbezogen sondern grundsätzlich, weil ihnen das Vertrauen in die Absprachen mit der Union fehlt und sie nicht an eine Erneuerung der Partei in Regierungsverantwortung glauben. Was sagen Sie denen?

Wir Sozialdemokratinnen und Sozial­demokraten machen Politik, um die Realitäten tatsächlich zum Besseren zu verändern und um gesellschaftliche Impulse zu geben. Das unterscheidet uns von anderen. Wir sind eine Partei, die immer beharrlich den steinigen aber stetigen Weg des gesellschaftlichen Fortschritts gewählt hat. Wir warten nicht auf die Revolution und vertrösten unsere Wählerinnen und Wähler auf morgen. Wir packen die Gelegenheit beim Schopf, wenn wir etwas für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, für Familien, für Schülerinnen und Schüler oder für Rentnerinnen und Rentner erreichen können. Das Leben der Menschen Schritt für Schritt verbessern, das ist SPD.

Zum Beispiel...

Wir haben wirklich große Fortschritte in der Pflege vereinbart: Mit einem Sofortprogramm stellen wir 8.000 zusätzliche Kräfte ein. Wir sorgen darüber hinaus für mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne in der Pflege. Und wir unterstützen und entlasten die Angehörigen, auch indem wir bei Kindern pflegebedürftiger Eltern die Einkommensgrenze für den Zugriff deutlich erhöht haben. Das und alle anderen Erfolge kriegen wir aber nicht hin, wenn wir jetzt nicht bereit sind, eine Regierung zu bilden

Können Sie die Skepsis der Gegner nachvollziehen?

Ja, ich verstehe die Skepsis und die Sorge um die SPD. Mich treibt das um. Viele sagen, die Erkennbarkeit als eigenständige Partei ist von zentraler Bedeutung, da­ran haben wir in den vergangenen Jahren einfach zu wenig gearbeitet. Und es ist richtig und wichtig, das einzufordern und anzumahnen. Was ich aber nicht verstehe ist, dass man Erneuerung und Regierungsbeteiligung gegeneinanderstellt und schlicht behauptet, dass nur der Weg in die Opposition automatisch in eine bessere Lage führt. Wenn man sich international sozial­demokratische Parteien anschaut, die ähnliche Probleme haben wie wir, gibt es für diese Behauptung keine Belege. Im Gegenteil.

Wieso hat es die SPD nicht geschafft, in den letzten Jahren erkennbar zu bleiben?

Wir haben zu sehr darauf gesetzt, dass die Einführung des Mindestlohns, die Rente ab 63 oder die deutliche Entlastung der Kommunen zu einem besseren Wahlergebnis führen wird. Die deutliche Lehre ist: Versprochen – gehalten ist gut, reicht aber nicht aus, um neue Wählerinnen und Wähler zu gewinnen. Um mehr Menschen von sozialdemokratischer Politik zu überzeugen, brauchen wir Antworten auf die großen Fragen unserer Zeit. Wie sichern wir den Sozial­staat in einer globalisierten und digitalisierten Welt? Wie geben wir den Bürgerinnen und Bürgern Sicherheit und Stabilität im Job, in der Familie, in ihrer Nachbarschaft? Von uns erwarten die Menschen Antworten, die für die gesamte Gesellschaft funktionieren, nicht nur für bestimmte Gruppen. Mit Lars Klingbeil ist jetzt im Willy-Brandt-Haus ein Generalsekretär, der den Prozess der organisatorischen und inhaltlichen Erneuerung auf den Weg bringt. Für die Erneuerung der Partei brauchen wir uns alle wechselseitig, das kann nicht eine Oben/Unten-Geschichte sein. Viele Unterbezirke und Ortsvereine haben sich in den vergangenen Jahren bereits aufgemacht und hinterfragt, was können auch wir anders machen? Es gibt sehr gelungene Beispiele, aber es ist noch nicht der Standard. Deswegen muss sich die SPD an Haupt und Gliedern erneuern.

Wie kann man die Gemeinsamkeiten der Partei wieder mehr betonen?

Es hängt jetzt von uns allen ab. Ich habe Lust auf eine neue Debattenkultur in der SPD. Alle brennen auf die programmatische Erneuerung unserer Partei – egal ob sie jetzt für die große Koalition sind oder nicht. Wir haben da genug Leidenschaft, die wir produktiv nutzen sollten. Wenn wir den Mitgliederentscheid abgeschlossen haben, sollten wir mit neuer Kraft, Solidarität und Entschlossenheit den Erneuerungsprozess unserer Partei beginnen.

Wie sehen Sie die SPD in zwei Jahren?  

Als Motor und als selbstbewussten Partner in der Regierung. Als fortschrittliche, mitgliederstarke, entscheidungsfreudi­ge Partei, die auch in der Lage ist, die ­Vergangenheit hinter sich zu lassen und sich ein Stück weit selbst neu erfindet.

Sie sind als neue Parteivorsitzende vorgeschlagen und wären damit auch die erste Frau an der Spitze der SPD. Was bedeutet das für Sie?

Ich bin aus einem kleinen Dorf in der Eifel, mein Vater war Maurer und ich musste mir schon erkämpfen, dass ich überhaupt auf das Gymnasium gehen konnte – meine ganze Geschichte ist SPD durch und durch – deswegen gehe ich diese Aufgabe mit großem Respekt und Demut, aber auch mit großer Leidenschaft und Entschlossenheit an.

SPD erneuern

weiterführender Artikel

Kommentare

frau nahles ist aus meiner sicht die richtige

liebe spd
bin zwar ösi aber sehr an der politik in meinem nachbarland interessiert
aus meiner sicht ist frau nahles absolut die richtige um mit hirn und herz der spd ein neues gesicht zu geben
die dieversen diskussionen in letzter zeit mit einer aus meiner sicht vermeidbaren kritik manie innerhalb und ausserhalb der spd sind entbehlich und nicht das was menschen / wähler erwarten
demokratie ist doch nicht sich mit bedenkenträgern totzureden
sondern entscheidungen wenn auch in kleineren kreisen welche die verantwortung tragen, mutig zu formulieren und für die menschen durchzusetzen
mit peter smolle

"ist frau nahles absolut die richtige" ??

Anno 2015 noch - wollte Nahles nicht den "halben Regierungswechsel" = (GroKo)
Zitat
"Wer über die GroKo spekuliert - ähh - der kriegt von mir eins über die Mütze"

Hier klick
https://www.youtube.com/watch?v=XVRlYoVgn7s

Heute sieht Nahles "das Große im Kleinen" und will mit dieser Einstellung, als "Speerspitze" der Erneuerer in der Partei, z.B. österreichische Verhältnisse in Deutschland verhindern.
Wie soll das bitte funktionieren ?

Andrea Nahles: „Habe Lust auf eine neue Debattenkultur in der SP

Liebe Andrea Nahles,
Du hast Lust auf eine neue Debattenkultur. Dann lass uns doch bitte schnellstmöglich damit beginnen und vor allem bitte ich sowohl Dich wie Deine VorstandskollegInnen, endlich auf die Bedenken der Basis zu hören! Dies beginnt bei der Kritik am Koalitionsvertrag, auf die der Vorstand leider in keinster Weise eingeht, sondern monoton behauptet, man habe gut verhandelt und viel Positives herausgeholt.
Wenn ich nur die Punkte Aufrüstung, Abschaffung der sachgrundlosen Befristung, fehlende Steuergerechtigkeit und Lob für Ceta herausgreife, kann ich nicht erkennen, dass es beim Verhandeln gequietscht hätte. Sonst hätte mehr herauskommen müssen.
Ich komme benefalls aus einem kleinen Dorf in der Eifel, allerdings nicht aus der Vulkaneifel, wo die Asche herausspringt, sondern aus der Südeifel, wo gutes Bier gebraut wird und die Nähe zur Mosel und dem Geburtsort von Karl Marx deutlcih wird. Vielleicht solltest Du mal wieder aus seinen Werken lesen anstatt Dir die neoliberalen Theorien von Thatcher, Reagan und deren Nachahmer in Deutschland zu verinnerlichen.
Dann wärest Du eine gute Parteivorsitzende.

Zu einer praktizierten

Zu einer praktizierten Demokratie gehört auch eine Debatten- und Streitkultur, d.h. auch Meinungsfreiheit. Haben wir denn noch eine wirkliche Demokratie? Ich sehe es eher so, dass die Bundesregierung nicht regiert sondern sie wird regiert (Konzernpolitik, gewaltsame Durchsetzungen von geostrategischen Zielen der Finanzelite mit Hilfe der NATO als Kampfköter). Eine solche Politik kann natürlich nur durchgesetzt werden, wenn die Masse schweigt, die Medien den Kurs mittragen und die gewählten Politiker als Abnicker, Abblocker und Ja-Sager fungieren. Zur Not braucht's denn noch ein Netzdurchsuchungsgesetz oder eine Kahane, um das Schiff aus Kurs zu erhalten.
Die Demokratie müssen wir uns erst zurück erkämpfen.

Na, die Antifa habe ich noch

Na, die Antifa habe ich noch vergessen.

Zu einer praktizierten

Sehe es genau so, die Konzerne regieren, und im Koalitionspapier wurde das Lobbyregister gestrichen, also lässt man sie gerne weiter regieren.

Heute höre ich, wie die CSU Seehofer lobt, er habe sich beim Koalitionsvertrag durchgesetzt, wird deutlich, dass dieser Vertrag nicht gut sein kann. Und hier müssen wir bei der Debattenkultur massiv deutlich machen, dass dieser Vertrag keine sozialdemokratischen, sondern hauptsächlich neoliberale Inhalte hat.

so, so - Lust auf eine neue Debattenkultur..

hat sie. Wie soll das gehen?

In SH ist es Ralf Stegner , anderswo sind es andere, die den Ton vorgeben und mit Hilfe ihrer Entourage dafür sorgen, dass nicht widersprochen wird. In einer solchen Kultur kann es keine Debatten geben, schon gar keine "neuen Debatten", also von den bisherigen sich abgrenzenden Debatten.
So etwas geht nur (noch) mit neuen Leuten. Und diese gibt es ja , wenn sie die aber hier im Parteiorgan -aus naheliegenden Gründen keine Erwähnung finden und hier nicht, sondern anderenorts stattfinden.

So werden denn die neuen Debatten geführt, aber in anderen Kreisen, zu denen die derzeitige Führungsriege - in SH stegnerbedingt- keinen Zutritt hat oder als Gesprächspartner doch mit mehr ernstgenommen werden kann.

Inhaltlich-programmatische Erneuerung mit Simone Lange

Ich brauche keine Erneuerung der Debattenkultur, sondern eine Erneuerung der SPD, inhaltlich-programmatisch, personell und organisatorisch. Ich denke, dass wir mit Simone Lange jemanden haben, die das als neue Parteivorsitzende leisten kann und wird.

das denke ich auch

Vermutlich ist es so, dass die Parteien im traditionellen Sinne (bei uns SPD und CDU im besonderen) auch international einen Niedergang erfahren, weil sich über Jahre und Jahrzehnte hinweg Personen an der Spitze etabliert haben, die von der Schule über die Universität den direkten Weg in eine Parteikarriere nicht nur gesucht sondern auch gefunden haben. Rhetorisch geschult, viel reden und dabei wenig sagen. Phrasen, die jetzt als unerträgliche Immissionen empfunden werden und die niemand mehr hören will, die aber weiterhin abgelassen werden.

Völlig unabhängig davon hat sich dann das Leben des Parteivolks- und wie in den Wahlen und Umfragen zu sehen- des Wahlvolks entwickelt. Da gibt es nichts verbindenden mehr.
Wem- wie mir- die Partei am Herzen liegt, der muss Befürchten, dass sie - wie z.B die Sozialisten in Frankreich- in der Bedeutungslosigkeit verschwinden. Da hilft nur noch eine Revolte von der Basis her. Wir wissen, dass ein Sattler ein guter Sozialdemokrat und Kanzler sein kann. Ich denke, eine Polizistin - ist in der Lage, gleichfalls erfolgreich und volksnah zu agieren. Daher: jegliche Unterstützung für Simone Lange

Liebe Vorwärts-Redaktion,

auf den Online-Plattformen der Nachrichtenmagazine und Tageszeitungen sowie in den "sozialen" Medien beteiligen sich leider deutlich mehr Bürgerinnen und Bürger an der Diskussion um den Zustand der SPD, als hier. Das ist schade. Vielleicht sollte sich Andreas Wunsch nach einer neuen Debattenkultur auch in den Beiträgen dieses Mediums niederschlagen. Nehmen wir das obige "Interview": Als halbwegs informiertes Parteimitglied habe ich aus der Lektüre nichts Neues erfahren. Warum ist die Redaktion der Meinung, dass es gelesen werden sollte?
Selbstverständlich erwartet niemand von einem Parteimedium, dass die Redakteurinnen und Redakteure in ihren Artikeln zur Revolte gegen Vorstände und Beschlüsse aufrufen. Aber einen gewissen Informationswert sollten sie schon haben. Überspitzt formuliert hätte man das Interview, so es denn eines war und kein mit Andrea abgestimmtes Referentenstück, führen können, als hätte der CSU-Generalsekretär oder der Chefredakteur des Bayernkurier die Fragen gestellt. Das Resultat wäre interessanter. So wie z.B. das Interview der Tagesschau mit dem niederländischen Politologen René Cuperus: https://www.tagesschau.de/inland/krise-sozialdemokratie-101.html

Revolte gegen Vorstände und Beschlüsse erwartet niemand -

aber zumindest eine unparteiische Berichterstattung die sich auf Diskussionen innerhalb der SPD bezieht.

Diese Fragestellung im "Interview" steht einer wenigstens neutralen Berichterstattung diametral gegenüber.
Zitat aus dem Artikel :
"Die Gegner der großen Koalition argumentieren weniger sachbezogen sondern grundsätzlich, weil ihnen das Vertrauen in die Absprachen mit der Union fehlt und sie nicht an eine Erneuerung der Partei in Regierungsverantwortung glauben. Was sagen Sie denen?"

Genau anders herum wird ein Schuh draus lieber Vorwärts.
Die Befürworter argumentieren "weniger Sachbezogen" sondern lediglich mit Überschriften.
Die "Gegner" beziehen sich in erster Linie auf das ungenügende Verhandlungsergebnis im Einzelnen und erst im Weiteren auf ein mangelndes Vertrauen zum Vertragspartner
Um dies zu erkennen, müsste man allerdings auch mal genau zuhören und nicht nur drauf los reden.

"meiner Freude zum Ausdruck verhelfen"

"meiner Freude zum Ausdruck verhelfen" Werte Frau Nahles - fangen sie an bitte ganz normale Sätze zu bilden, die jeder versteht - Vielleicht überlegen sie sich erst, was Sie sagen möchten und dann formulieren Sie diesen Satz richtig. Wenn Sie dazu in der Lage sind, denken Sie auch noch vorher was dieser Satz für die Rezipienten Ihrer Aussage bedeuten könnte.

Debattenkultur mit Fairness !!!

Liebe Genoss/inn/en,
wenn hier lautstark von Genossin Andrea eine Debattenkultur gefordert wird, dann wundert mich dass einerseits aus Parteigeldern (und Industrielobby-Geldern ?) eine gewaltige, teure Propaganda-Maschinerie für die Pro-Groko-Akteure angeworfen wird, und gleichzeitig eine Podiumsdiskussion mit den Repräsentanten der wachsenden NoGroko-Gemeinde ausgeschlossen wird !
Ist das "faire Debattenkultur" aus dem GroKo-Erneuerungsprogramm ?
Und wie kann es sein dass Genossin Andrea Fakten bis in´s Unwahre vertdreht !? Da hatte lt. Medien ein übereifriger Grokant aus Kaiserslautern Neueintritte verhört und gemeldet nahezu alle Neuen seien nicht ausschließlich eingereten um die GroKo zu verhindern !
Lt. Medien bastelte Genossin Andrea dann eine andere Wahrheit: Der weit überwiegende Teil der Kaiserslauterer Neueintritte sei GroKo-Befürworter !
Bitte überprüfen und Faktenscheck !!! Wer selbst eine bessere Debattenkultur fordert sollte ganz besonders das Gebot der Fairness einhalten.
Mich würde als Neumitglied besonders freuen wenn bei der "neuen Debattenkultur" auch auf "Waffengleichheit" geachtet wird und eine direkte öffentliche Diskussion ermöglicht wird !

Debattenkultur in der SPD - Gerhard Schröder

Sieh mal an, unser Gerhard bleibt der alte Basta!-Mann:

https://web.de/magazine/politik/wahlen/bundestagswahl/simone-lange-kriti...

SPD bei 16%: war da was?

Schmutz-Dossiers aus der Union, Heckenschützen aus der SPD und die geballte Medienmacht
haben Martin Schulz zu Fall gebracht!
Nach dem keine investigativ-journalistische Aktivität die Hintergründe bisher aufgeklärt hat, hat sich ein investigativ-interessierter Leser auf den Weg gemacht und Erschreckendes zutage gefördert!
Eine ausführliche Darstellung unter
https://www.freitag.de/autoren/sigismundruestig/massenmedien-in-deutschl...

Aufgrund seiner "Brüsseler

Aufgrund seiner "Brüsseler Karriere" habe ich Schulz nicht für einen geeigneten Kanzlerkandidaten gehalten. Seine Aussage am Wahlabend, in die Opposition zu gehen, fand ich aber konsequent und richtig.
Bei der Tragödie Schulz darf man die Rolle von BP Steinmeier nicht ausklinken. Er war es doch, der nach dem Scheitern von Jamaika vehement Neuwahlen verhindern und seiner Merkel eine Minderheitsregierung ersparen wollte. Resultat: Sondierungsvereinbarungen mit der CDU/CSU. Schulz musste sich völlig verbiegen, wurde unglaubwürdig. Ferner hat diese Aktion der SPD unglaublich geschadet.

Die Debatten-und Geprächskultur in der Parteiführung

war in den letzten Wochen äußerst unprofessionell und befindet bis zum heutigen Tag noch nicht auf dem Weg der Besserung. Warum hat Frau Nahles den Außenminister, der sich bereits für seine verbalen Entgleisungen entschuldigen musste, per Interview zur Mäßigung gemahnt, ausgerechnet zu einem Moment, als er im Fall Deniz Yüzel erfolgreich war und heute in München seinem Dienst nachgeht. Hat man(wer ist das?) bereits Gabriels Karriereende beschlossen? Warum kann man nicht im persönlichen Gespräch unter allen Beteiligten die Probleme endlich klären, um die äußerst schädlichen Irritationen zu beenden. Es ist völlig weltfremd, wenn man die Debatten über das künftige Personal in der Regierung mit solchen Kommunikationsmethoden verhindern will. Ich hoffe nicht, dass persönliche Kränkungen, die manche Personen in der Parteiführung durch Gabriel erfahren haben, jetzt zum Maßstab genommen werden, ob er für das Amt des Außenministers geeignet ist. Sehr viel Klugheit und Zusammenhalt ist nötig, um die SPD aus dieser Krise herauszuführen.

Sozialdemokratische Herzensangelegenheiten !?

Auf dass die SPD weiblicher werde,
bei jeder Gelegenheit gibt`s den Satz.
Neue Gäule statt satteln alter Pferde ?
Auf Männer per se bitte keine Hatz !

Wie im O-Ton zuletzt die Manuela:
„Die Frauen sind klüger als Männer.“
Bei „NWZ-online“ sagte sie das da,
im Interview kürzlich am 15. Jänner.

Misandrie, bitte keinen Stellenwert,
Programm 2007, Seite 41, ganz unten.*
Satz zu streichen wäre nicht verkehrt,
für eine Erneuerung zum Gesunden.

Die Männerquote bei neuen Wahlen
wird es m.E. zukünftig auch zeigen.
Es sind keine Gestrige dies heimzahlen
und aus „Seit an Seit“ so aussteigen !

Wie wäre es mit „Männerbeauftragten“,
aber bitte nicht den Thomas Oppermann.
Nicht wegen Mann als einem Betagten,
der ist dienend zu eng an Frauen dran.

Die Elke Ferner sollte es auch nicht sein,
wird man( n ) als Mitglied sagen dürfen.
Andrea wünscht ja Debattenkultur rein,
d.h. doch „nicht Nektar von oben schlürfen!“

*
Wer die menschliche Gesellschaft will,
muss die männliche überwinden.“

CDU/CSU bremst SPD aus

Liebe SPD,

ihr wundert euch warum ihr hinter AfD stehen müsst?Da könnte ich vielleicht eine idee haben, CDU/CSU ist ein grund das ihr so weit runter rutschen mussten das liegt daran das die bürger sehr darauf fixiert sind Merkels Politik zu verstehen und beobachten.Die Bürger in deutschland wollen endlich mal eine verbesserung sehen und mehr von allem haben. Warum hat Frau Merkel es geschafft solange Kanzlerin zu sein, der grund ist das sie nicht wissen was nach ihr kommen könnte und mit Frau merkel glaubte man das es hoffentlich nicht schlimmer wird als es jetzt ist es ist diese ungewissheit und angst der nächste macht alles schlimmer.Ihr habt viele Themen die wichtig für unser Land ist aber niemand beachtet es weil noch keine funktionstüchtige Regierung steht. Ihr müsst jetzt euch wieder vordrängeln mit Neue Themen mit großer Durchsetzungskraft ordnung in die Politik bringen.Frau Nahles ich weiß es ist nicht einfach aber gerade weil es schwer ist, ist dieser kampf was wert weil Sie haben es dann weit gebracht wenn SPD ganz oben steht.Zeigen Sie das SPD nicht nur Reden tut sondern auch es in Taten umsetzt.Deutschland braucht veränderung und Sie sind auf dem richtigen weg.

Die Leistungen von Andrea Nahles

ah, ihr Genossen,da habe ich wohl ins schwarze getroffen mit meinem Kommentar, warum sonst auch wurde er hier nicht veröffentlicht...... ? Das ist das schöne an der repräsentativen Demokratie: "Der Zweck der Regierung ist es die Minorität der Besitzenden Klasse vor der Majorität der arbeitenden Klasse zu schützen"
(James Madison, 1778, debating the American Constitution)

Ja ja, die Leistungen der

Ja ja, die Leistungen der Frau Bätschi Nahles.Wenn Sie den Link zu den "Nachdenkern" meinen, dann haben Sie mitten ins Herz getroffen. Ein gut bezahlter Posten in der Versicherungswirtschaft sollte schon eines Tages drin sein.

Nachdenken

ja ja genau, denn nachdenken schadet nix ..*g
Andrea Nahles ist dafür mitverantwortlich, dass der Mindestlohn mit 8,50 Euro viel zu niedrig angesetzt wurde, so dass nur 4,4 Prozent aller Arbeitnehmer davon profitieren.
Andrea Nahles hat den Mindestlohn für Jugendliche, Schüler, Praktikanten und Werksstudenten verhindert.
Andrea Nahles hat den Mindestlohn für Langzeitarbeitslose, Behinderte, Teilnehmer von Fortbildungsmaßnahmen und Strafgefangene verhindert.
Andrea Nahles hat Zeitungszusteller und Beschäftigte in der Textil- und Bekleidungsindustrie, sowie der Land- und Forstwirtschaft aus dem Mindestlohn ausgenommen.
Andrea Nahles hat durch die Stärkung/Förderung der Betriebsrente die Altersvorsorge noch stärker auf die Finanzmärkte ausgegliedert.
Andrea Nahles hat die gesetzliche Rente weiter geschwächt.
Andrea Nahles hat die Rentenkürzungen stets aktiv verteidigt und nie eine Rückabwicklung auch nur erwogen.
Andrea Nahles hat eine „Mütterrente“ eingeführt, die drei von vier Müttern in Rente leer ausgehen lässt.
Andrea Nahles hat bei ihrer „Rente mit 63“ alle Arbeitnehmer ausgeschlossen, die in ihrem Leben einmal erwerbslos ware

UPS, bei dieser Leistungsbilanz reicht der platz gar nicht mehr

Andrea Nahles hat die solidarische Lebensleistungsrente für Geringverdiener verhindert.
Andrea Nahles hat die kleineren Gewerkschaften mit ihrem Tarifeinheitsgesetz de facto entmachtet.
Andrea Nahles hat das Streikrecht geschleift.

"Habe Lust auf eine neue Debattenkultur in der SPD"

Klingt im Grunde nicht schlecht!
Problem ist, dass meiner Meinung nach Frau Nahles diese Debattenkultur weder inizieren noch führen sollte! Wer auf einem Parteitag Sprüche wie "Bätschi!" oder "...die zeigen uns doch nen Voogel!" bringt, kommt in der Schule damit vorwärts, aber nicht in der Politik.
Es wäre sinnvoller, wenn der gesamte Vorstand erneuert werden würde und das mit Gesichtern, die nicht verbrannt sind. Zu diesen Gesichtern gehören auch Frau Nahles, Herr Scholz und leider auch Herr Weil! Erst wird Herr Schulz in alle Sphären gelobt und dann mit Schimpf und Schande zum Rücktritt genötigt. Hier sollte sich der Vorstand mal lieber selbst an die eigene Nase fassen und die Verantwortung für das völlig verpatzte Wahlergebnis übernehmen. Dies geht nur, wenn man auch zurück tritt. Leider passiert dies nicht! Es wird plötzlich mit aller Gewalt um eine GroKo gekämpft und total vergessen das man mit der CDU nicht kann! Naja, Frau Nahles und der restliche Vorstand werden dann halt Frau Merkel 4 Jahre lang den Steigbügel halten und die Partei nicht wie versprochen erneuern.
Das macht doch jeden SPD Wähler und jedes Parteimitglied stolz! Weiter so und auf die nächsten -10%!

Darf Gabriel Außenminister bleiben?

Es ist geradezu grotesk, wie die Parteispitze, vor allem Andrea Nahles herumeiert, sich vor der Frage drückt, wie es mit Sigmar Gabriel, immerhin dem Vorsitzenden von 2009 bis 2017, weitergehen soll? Es ist völlig weltfremd, erst eine Woche nach einem positiven Mitgliederentscheid die Namen für die Ministerämter bekannt zu geben, weil man ein Zerreden der Liste befürchtet. Was ist das für eine hasenfüßige Begründung? Ich bin dafür, dass Gabriel Außenminister bleibt, außer man präsentiert eine Persönlichkeit, die über den Parteivorstand hinaus Akzeptanz beim Wähler findet. Ich bin auch dafür, dass sich die Parteiführung Gedanken macht, wie Martin Schulz aktiv für die SPD tätig bleiben kann.

SPD

Ich habe immer SPD gewählt ab jetzt werde ich mir das Wählen schenken bringt ja nix da alles eine große Verarschung ist .
Die SPD Politiker sind wie das berühmte Fähnchen im Wind und Sozial ist da auch nichts mehr da sollte evtl mal über einen neuen Namen nachgedacht werden ; (
Hauptsache die Diäten stimmen .