75 Jahre überzeugter Sozialdemokrat

Die Redaktion27. Februar 2007

Im Alter von 19 Jahren war Schönleiter im Jahre 1932 in die Partei eingetreten - ein Jahr vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten. Doch auch während der Nazi-Herrschaft blieb er trotz
Partei-Verbot und Verfolgung resistent und stand mutig zu seinen sozialdemokratischen Überzeugungen.

Nach dem zweiten Weltkrieg begann der Neuaufbau der Partei. An der Wennigser Konferenz im Oktober 1945, während der Kurt Schumacher mit der Leitung des Neuaufbaus beauftragt wurde, war
Hermann Schönleiter aktiv beteiligt. Im Konferenzsaal des damaligen Bahnhofshotels Petersen zeichnete er mit Kohle ein großes Porträt von Karl Marx an die Wand.

Anlässlich der 75-jährigen Parteimitgliedschaft richtete auch der SPD-Bundesvorsitzende Kurt Beck einen Glückwunschbrief an den Jubilar. Darin lobte er Schönleiters Standhaftigkeit während
der Nazi-Diktatur. Wolfgang Jüttner betonte die Seltenheit einer solchen Auszeichnung.

Felix Eisele