Mitgliederbefragung

55,3 Prozent für Andreas Schmidt: Doppelspitze der SPD Sachsen-Anhalt komplett

Kai Doering17. Januar 2020
Werden künftig die SPD Sachsen-Anhalt führen: Juliane Kleemann und Andreas Schmidt
Werden künftig die SPD Sachsen-Anhalt führen: Juliane Kleemann und Andreas Schmidt
Die neue Doppelspitze der SPD Sachsen-Anhalt ist komplett. In der Stichabstimmung unter den Mitgliedern setzte sich Andreas Schmidt mit 55,3 Prozent durch. Er wird die Landespartei künftig mit Juliane Kleemann führen.

Das Rennen um den SPD-Vorsitz in Sachsen-Anhalt ist endgültig entschieden. Nachdem sich im November bereits Juliane Kleemann in der Mitgliederbefragung knapp gegen Katharina Zacharias durchgesetzt hatte, steht nun auch der männliche Teil der künftigen Doppelspitze fest. Der Landtagsabgeordnete Andreas Schmidt setzte sich in der Stichabstimmung mit 55,3 Prozent gegen den Juristen Jost Riecke durch. Riecke erhielt 40,4 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 40,2 Prozent.

Andreas Schmidt: „Neue Qualität von Gewalt gegen die Demokratie“

Diese „ganz ordentliche Wahlbeteiligung“ zeige, „dass die Mitgliederbefragung eine gute Idee“ gewesen sei, sagte Schmidt nach Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses. Als Co-Landesvorsitzender will er sich dafür einsetzen, „die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Infrastruktur“ wieder zu stärken und „diejenigen, die es schwer haben im Leben, nicht nur versorgen“.

Bezug nahm Schmidt auch auf den Anschlag auf das Büro des sachsen-anhaltinischen Bundestagsabgeordneten Karamba Diaby in Halle am vergangenen Mittwoch. Schmidt sprach von einer „neuen Qualität von Gewalt gegen die Demokratie. Das kann einen nicht kalt lassen.“

Rückenwind für die Landtagswahl

Nach dem Votum der Mitglieder müssen Kleemann und Schmidt formal noch von einem Landesparteitag bestätigt werden. Dieser findet am kommenden Wochenende in Aschersleben statt. „Ich bin mir sicher, dass die Delegierte als gute Demokraten das Ergebnis der Mitgliederbefragung akzeptieren werden, auch wenn sie selbst anders abgestimmt haben sollten“, sagte der noch amtierende Landesvorsitzende Burkhard Lischka. Deshalb sei er überzeugt, dass Klemann und Schmidt „ein richtig überzeugendes Wahlergebnis auf dem Parteitag erhalten werden“, das auch Rückenwind für die Landtagswahl im kommenden Jahr geben werde.

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