Jubiläum

140 Jahre „vorwärts“: Die Ausstellung zum Mitnehmen

Kai Doering29. September 2016
Ausstellung 140 Jahre vorwärts
Ausstellung zum Mitnehmen: Die Plakate werden noch bis zum 9. Oktober im Willy-Brandt-Haus gezeigt.
Im Berliner Willy-Brandt-Haus ist zurzeit eine besondere Ausstellung zu sehen. Unter dem Titel „vorwärts – und nicht vergessen!“ wird auf elf Plakaten die Geschichte der ältesten Parteizeitung Deutschlands erzählt. Wer will, kann sich ein Exemplar mit nach Hause nehmen – oder gleich die ganze Ausstellung bestellen.

Als am 1. Oktober 1876 die erste Ausgabe des „Vorwärts“ in Leipzig erscheint, ist das der Auftakt zu einer wechselvollen Geschichte. Als „Central Organ der Sozialdemokratie Deutschlands“ gestartet, häutet sich die Zeitung mehrfach, wird zwei Mal verboten, kurzzeitig sogar eingestellt.

Die Ausstellung „vorwärts – und nicht vergessen!“ beleuchtet die Geschichte der ältesten Parteizeitung Deutschlands aus unterschiedlichen Blickwinkeln. „An der Entwicklung des vorwärts lässt sich beispielhaft der Medienwandel beleuchten“, sagt ­Astrid Schwabe. Sie ist Professorin für „Public History“ und historisches Lernen im ­Sachunterricht an der ­Europa-Universität Flensburg. Für den „vorwärts“ hat sie die Inhalte der Ausstellung zum 140-jährigen Jubiläum konzipiert. Die Plakate gestaltet hat der Fotograf und Art-Direktor der Sonderseiten zum 140-jährigen vorwärts-Jubiläum Dirk Bleicker.

Ausstellung zum Mitnehmen

„Es geht nicht darum, die Geschichte chronologisch nachzuerzählen, sondern die gesellschaftliche und politische Bedeutung der Zeitung in Bezug auf Freiheit, Partizipation und Demokratie herauszustellen“, betont Schwabe. Auf elf Plakaten erzählt die Ausstellung, welche Rolle der „vorwärts“ zu unterschiedlichen Zeiten spielte.

Auch das „fortwährende Spannungsfeld“ zwischen innerer Meinungsfreiheit auf der einen und Parteizeitung auf der anderen Seite wird nicht ausgespart. „Ich möchte zum Denken anregen und die Ausstellungsbesucher ermuntern, sich auch kritisch mit dem Medium Zeitung auseinanderzusetzen“, sagt Schwabe. Das Besondere: Wer möchte, kann sich ein Exemplar der Plakate mit nach Hause nehmen. Und für 25 Euro kann jeder alle Plakate bestellen – und eine eigene vorwärts-Ausstellung in seiner SPD-Heimat präsentieren.

vorwärts – und nicht vergessen!

Die Ausstellung ist noch bis zum 30. Oktober außer montags zwischen 12 und 18 Uhr im Willy-Brandt-Haus in Berlin zu sehen (Stresemannstraße 28, 10963 Berlin). Der Eintritt ist frei, ein Ausweis für den Einlass erforderlich.

Bilder von der Ausstellungseröffnung finden Sie hier: www.vorwaerts.de/artikel/140-jahre-vorwaerts-besonderes-jubilaeum-besonderen-zeiten

Wer die Ausstellung zum 140-jährigen Bestehen des „vorwärts“ selbst zeigen möchte, kann die Plakate ­(Format: 100 x 70 cm oder 42 x 60 cm) ­für 25 bzw. 20 Euro bei Network Media, Bülowstraße 66, 10783 Berlin oder bei Stefanie Martin (s.martin@nwmd.de), Stichwort „vorwärts-Ausstellung“ bestellen.

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