Zu bester Kaffeezeit und bei schönstem Sonnenschein luden die Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos) und die Jusos Frankfurt (mit ihrer Projektgruppe "Rosa Block") zum Gespräch mit der Bundesjustizministerin. Rund 70 Menschen folgten dem Ruf unter dem Motto "Wie geht's weiter mit der lesbisch-schwulen Gleichberechtigung".
In rund zwei Stunden wurden die Erfolge der SPD Regierungsbeteiligung der letzten zehn Jahre beleuchtet, von der Einführung der Lebenspartnerschaft, dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz und der jüngsten steuerlichen Angleichung im Erbschaftssteuerrecht - alles gegen den ausdrücklichen Willen der CDU. Aber auch die Defizite wurden beleuchtet - derzeit werden Lebenspartner immer noch steuerlich ungleich behandelt, antihomosexuelle Gewalt nimmt zu, gleichfalls offene Antipathie. Dabei erhielt die Justizministerin viel zustimmenden Beifall und Nicken, als sie sagt, dass sie die Ergänzung des Art. 3 Abs. 3 GG um die sexuelle Identität ebenso befürwortet, wie die Änderung des Adoptionsrechts. Dabei weißt sie darauf hin, dass sie derzeit einer Postkartenkampagne ausgesetzt ist, die gegen ein Adoptionsrecht von Lesben und Schwulen polemisiert. Das passte zum Tag. Der Internationale Tag gegen die Homophobie wird seit 2005 gefeiert und erinnert an den 17.05.1990, an dem die WHO die Homosexualität aus dem Diagnoseschlüssel nahm.
"Sie kam, sah und siegte", sagte der Moderator des Nachmittags, der hessische Landes- und Bundesvorsitzende der Schwusos, Ansgar Dittmar. "Sie hat die Teilnehmer begeistert. Das schönste Lob, das ich eben bekommen habe war: Die Ministerin war sehr sympathisch! Wenn alle in der SPD so sind, könnte man da glatt eintreten"
Christian Heimpel, Mike Josef
Jusos Frankfurt
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