Saarland schafft Fünf-Prozent-Hürde ab

von Stefan Grönebaum - 21.08.2008
Im Saarland schafften CDU und FDP die Fünf-Prozent-Hürde für Kommunalwahlen im letzten Flächenland ab, um die Chancengerechtigkeit für kleine Parteien zu garantieren. Die saarländische SPD befürchtet Unregierbarkeit in den Kommunen durch zu viele Gruppen in den Räten und schlug eine Drei-Prozent-Hürde vor.

Als letztes deutsches Flächenland schafft das Saarland die Fünf-Prozent-Hürde bei Kommunalwahlen ab. In der ersten Sitzung nach der Sommerpause beschloss dies der saarländische Landtag mit den Stimmen der Mehrheit von CDU und FDP. Die Regierungspartei CDU und die FDP begründeten die Änderung mit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das im Februar die Klausel in Schleswig-Holstein für verfassungswidrig erklärt hatte, weil sie die Chancen kleinerer Parteien begrenze.

Die SaarSPD stimmte dagegen und warnte davor, Kommunen könnten durch immer mehr kleiner Gruppen unregierbar werden. Sie schlug daher eine Drei-Prozent-Hürde vor. Die nächsten Kommunalwahlen finden im Saarland im Juni 2009 statt.

Quellen: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung vom 21. August,

www.saar-sgk.de, www.spd-saar.de

Verlinken Sie auf diesen Beitrag:

http://www.vorwaerts.de/trackback/2004

Channel: Inland  
AutorIn: Stefan Grönebaum  

Advertising