"Wenn ein Spielzeug Gift einthält, wird es verboten. Gleiches muss auch für Finanzprodukte gelten, wenn sie schädlich sind", sagte Müntefering am Montag im Anschluss an eine Sitzung des SPD-Vorstandes. Ein Großteil der Finanzkrise sei auf unseriöse Finanzprodukte zurückzuführen, betonte der SPD-Chef. Gemeinsam mit den Banken müsste nun über Regeln nachgedacht werden.
Scharfe Kritik übte Müntefering an Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann. Dieser hatte in einem Interview gesagt, seine Bank werde auf gar keinen Fall Mittel aus dem Finanzmarkt-Rettungspaket in Anspruch nehmen. Die Einlassungen seien nicht hilfreich gewesen und wohl auf "jugendlichen Übermut" zurückzuführen, sagte Müntefering. Er appelliere an die Banker, sich an dieser Stelle vorsichtig zu bewegen. "Das, was da ausgelöst wird, ist ja gewissermaßen die Diskriminierung desjenigen, der als erster startet."
Zurückhalten äußerte sich Müntefering zu einem möglichen Konjunkturprogramm. "Durch ein Konjunkturprogramm werden nicht unbedingt Arbeitsplätze gesichert. Genau das muss aber das oberste Ziel sein", sagte der SPD-Chef. Es müsse untersucht wo Arbeitsplätze gesichert werden könnten und wie. "Daraus muss dann ein Konzept entwickeltz werden."
Verlinken Sie auf diesen Beitrag:
TÜV Nord setzt auf Anlageprodukte
- Kommentieren
- 833 Aufrufe
Druckversion
Artikel verschicken



Auf beta.vorwaerts.de können Sie sich schon mal die neue Seite von vorwaerts.de anschauen.