Beck sagte in eine Friedenskonferenz könnten auch die Taliban eingebunden werden. Als Ort käme Deutschland in Frage. 2001 und 2004 hatte es bereits Afghanistan-Konferenzen in Bonn und Berlin gegeben. Experten fordern schon lange, mit moderaten Kräfte unter den wiedererstarkten Taliban zu sprechen. Afghanistan könne ohne die Beteiligung extrem konservativer Kräfte nicht befriedet werden. so die Einschätzung.
Der SPD-Chef befindet sich derzeit auf einer Reise durch Afghanistan. Nach einem Besuch deutscher Soldaten im Norden betonte er, die militärischen Möglichkeiten der Bundeswehr seien ausgeschöpft. Er glaube nicht, dass auf der NATO-Frühjahrstagung weitere Anfragen an Deutschland gestellt würden. Beck rechnet damit, dass der Bundeswehreinsatz im Land noch einige Zeit dauern kann. „Ich habe versprochen in zwei Jahren wiederzukommen, und ich bin sicher, dass es dann noch die Camps geben wird“, so Beck.
Der Einsatz der Bundeswehr sei notwendig, um bisher Erreichtes nicht zu gefährden. Sie müssten als eine Mission begriffen werden, in der mit zivilen und militärischen Mitteln neue Perspektiven gezeigt und Aufbauhilfe für das Land geleistet würden.
Der SPD-Chef räumte ein, dass es durch die Beteiligung an der Mission ein Anschlagsrisiko in Deutschland gebe. Ebenso sei die Lage in Afghanistan ernst. Gleichwohl habe es dort aber in diesem Jahr weniger Übergriffe als in den vergangenen Jahren gegeben.
Quelle: ddp, dpa, reuters, ap
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