„Immer noch verdienen Frauen durchschnittlich 23 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Das ist beschämend und inakzeptabel“, sagte die Vorsitzende der SPD Südstern, Anja Möbus. Für die SPD gelte die Kernforderung „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. „Wir brauchen klare gesetzliche Regelungen, damit die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen endlich geschlossen wird.“
Vor 99 Jahren, am 19. März 1911, gingen erstmals Frauen in Berlin – auch in Kreuzberg – zum Frauentag für ihre Rechte auf die Straße. Sie kämpften für das Frauenwahlrecht, ihre politischen Rechte und für Teilhabe.
Fast ein Jahrhundert später tragen Frauen Verantwortung in allen Bereichen unserer Gesellschaft. Junge Frauen sind heute so gut ausgebildet wie in keiner Generation zuvor. Und trotzdem liegt Deutschland bei der Gleichstellung zwischen Männern und Frauen zurück.
flächendeckender Mindestlohn und Ausbau der Kinderbetreuuung
“Ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn ist daher ein Muss“, fordert Anja Möbus. „Er bedeutet für viele Frauen einen wichtigen Schritt hin zur Existenzsicherung und zur Vermeidung von Armut. Wenn sich gerade ein großer Discounter dafür ausgesprochen hat, Mindestlöhne einzuführen, so ist das ein Schritt in die richtige Richtung, der Hunderttausenden Frauen hilft. Auf Worte müssen Taten folgen!“
Um Müttern und Vätern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen, ist zudem ein Ausbau der sozialen Infrastruktur dringend erforderlich. „Die SPD in Berlin hat Anfang 2010 den kostenlosen Kita-Besuch für die letzten drei Kitajahre eingeführt“, erinnert Anja Möbus – „ein Erfolg nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Gleichstellung!“
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