Dabei klappte die Verständigung mit dem Prager Professor gut. Havelka betonte, dass Demokratie sich nicht nur in Institutionen erschöpfe, sondern eine kritische Öffentlichkeit hinzukommen muss. Während Gesine Schwan und der ehemalige Vorsitzende der SPD-Volkskammerfraktion Richard Schröder teils durchaus unterschiedliche Herangehensweisen hatten, konnten sich doch alle darauf einigen: Je mehr Menschen in der Demokratie mitwirken, um so lebendiger wird sie. „Demokratie nicht nur als Staats-, sondern als Lebensform“, so hatte Herbert Wehner es einst vom tschechoslowakischen Staatsgründer Masaryk gelernt.
Angepeiltes Ziel
Der Freundeskreis Herbert-Wehner-Bildungswerk unter Vorsitz von Peter Struck hat inzwischen fast 550 Mitglieder in ganz Deutschland. Der Kreis trifft sich alljährlich am Geburtstag seines Namensgebers. In der Sitzung erläuterte Geschäftsführer Christoph Meyer das Ziel: Mitten in Dresden, nah bei den Menschen, ein Herbert-Wehner-Haus für die politische Bildung und die demokratische Kultur zu errichten. „Wir wollen bauen und wir werden bauen.“
Lebendige Demokratie
Einen gelungenen Abschluss und die Gelegenheit, die Eindrücke vom Tage zu vertiefen, bot erneut das abendliche Grillfest im Hof des Herbert-Wehner-Bildungswerks in der Dresdner Neustadt. Das „große Gespräch“ (Willy Brandt) am Tage und das kleine Gespräch am Abend, sie beide zusammen ergaben an diesem Samstag in Dresden eine Lektion in lebendiger Demokratie.
Der Wehner-Freundeskreis sucht stets neue Mitstreiterinnen und Mitstreiter. Nähere Informationen gibt’s telefonisch unter 0351-8040220 oder im Internet: www.wehnerwerk.de.
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