Früh am Morgen ging es los. Um 9 Uhr starteten die Mitglieder mit einem der vielen Sonderbusse ins schleswig-holsteinische Elmshorn. Dort befand sich der Berliner Abschnitt der 120 Kilometer langen Strecke zwischen den beiden Pannenreaktoren Krümmel und Brunsbüttel. Um 15 Uhr war es so weit: Die Kette wurde für einige Minuten geschlossen und damit ein deutliches Zeichen gegen die Atomenergie gesetzt.
„Die Mehrheit der Deutschen lehnt die Kernkraft ab“, sagte der Schriftführer der SPD Friedrichshain-Kreuzberg, Björn Eggert. Daher sei für die Sozialdemokraten sofort klar gewesen, dass sie an der Menschenkette teilnehmen. Dass sich so viele Menschen aus Kirchen, Parteien und anderen Gruppen an der Aktion beteiligt haben, freute Eggert. „Das war ein starkes Signal.“
Bei der abschließenden Kundgebung in der Elmshorner Innenstadt gesellte sich schließlich auch der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel zu den Friedrichshain-Kreuzbergern. „FDP und CDU versuchen den Atomausstieg rückgängig zu machen. Dagegen wehren wir uns gemeinsam“, betonte er. Werde die schwarz-gelbe Koalition am 9. Mai in Nordrhein-Westfalen abgewählt, habe die Bundesregierung für ihre Atompläne auch keine Mehrheit im Bundesrat mehr. „Schwarz und gelb sind nicht umsonst die Warnfarben der Kernenergie“, ergänzte Björn Eggert.
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