"Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum in Bremen. Dies ist sowohl im Interesse der Menschen, als auch der Stadt. Hierfür brauchen wir eine effiziente, verantwortungsvoll agierende Wohnungsbaugesellschaft in städtischer Hand und keine weiteren Investoren, deren Renditeerwartungen letztlich von den Mietern bezahlt werden müssen." Bestätigt sieht sich Caragiuli durch den jetzt vorgestellten Jahresbericht der GEWOBA für das vergangene Jahr. "Die GEWOBA hat einen erfreulich hohen Vermietungsgrad, erwirtschaftet einen Jahresüberschuss von 34 Millionen Euro und leistet umfangreiche Investitionen in die Wohnungsmodernisierung, in die Betreuung der Wohnungen und in die Gestaltung des Wohnumfeldes. Das ist vorbildlich". Eine Privatisierung berge immer die Gefahr, Wohnungen zum Spekulationsobjekt zu degradieren. Eine Investmentgesellschaft stelle nachhaltige Bewirtschaftung von Wohnungen hinter rein finanziellen Interessen zurück. Das sei unverantwortlich, so der SPD-Politiker weiter. "Herr Röwekamp drängt unserem Bundesland eine unsägliche Phantomdiskussion auf. Er verunsichert die Mieterinnen und Mieter und verkennt, dass ein Verkauf der GEWOBA auch keinen Effekt für die Sanierung des Haushalts bringen würde". Ein Verkauf der Anteile der GEWOBA, die von der Hanseatischen Wohnungs- Beteiligungs-GmbH (HOWOBEG) für Bremen gehalten werden, komme für die SPD nicht in Frage. "Solch einen fiskalischen und städtebaulichen Unsinn machen wir nicht mit", so Caragiuli. Die SPD werde sich vielmehr dafür einsetzen, dass die GEWOBA ihre erfolgreiche Arbeit auf Bereiche ausdehnen kann, die eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung dringend nötig haben. In diesem Sinne befürworte er eine Übernahme der zwei Wohnblöcke in der Neuwieder Straße 1 und 3 durch die GEWOBA. Durch die CDU gehe in dieser Frage ein tiefer Riss. Die Osterholzer CDU habe auf Ihrer Jahreshauptversammlung ebenfalls die Übernahme dieser Bocks durch die GEWOBA gefordert. "Herr Röwekamp lässt in dieser Frage die Bürgerinnen und Bürger und seine eigenen Parteifreunde vor Ort im Stich, die wie wir auf die GEWOBA als sozialen Stabilisator setzen."
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