Initiative der ASF St. Ingbert Die Kinder des Super-GAUs

von Mathilde Thiel - 13.12.2009

Der finanzielle Bedarf für das Gesamtprojekt ist natürlich enorm. Für den Aufenthalt im Saar-Pfalz Kreis werden rd. 13.500 Euro veranschlagt. Unterkunft und Verpflegung, Versicherungen, Reisekosten und Taschengeld sind nur einige Positionen, die es finanziell zu stemmen gilt. 
Firmen und Institutionen aus St. Ingbert und Umgebung leisten ihren (finanziellen) Beitrag, damit ein kleines Stück Menschlichkeit möglich wird - die Tschernobyl-Kinder in unserer Stadt!

AWO, St. Ingbert
Luitpold Apotheke, St. Ingbert
Gambrinus Apotheke, St. Ingbert
Bäckerhaus Ecker, Homburg
Café Schöfer, St. Ingbert
Dillinger Hütte
Buchhandlung Friedrich, St. Ingbert
Buchhandlung Klein, St. Ingbert
dm-drogerie markt GmbH & Co KG
Peter Jungfleisch Spielwaren, St. Ingbert
Reisebüro Schütz GmbH, St. Ingbert
La Petite France, St. Ingbert
Peter Gross GmbH & Co KG, St. Ingbert
Eisen-Müller, St. Ingbert
Stadt St. Ingbert
Universität des Saarlandes
Gastrohaus im Sportpark, St. Ingbert
Zauberkünstler Markus Lenzen, Saarbrücken
SPD-Stadtverband, SPD-Ortsverein, St. Ingbert
direct-werbung, St. Ingbert

Seit 1991 holt die ASF des Saarpfalz-Kreises Kinder aus Tschernobyl zur Erholung ins Saarland. Und seit zehn Jahren verbringen die Gäste auf Einladung der St. Ingberter ASF einen besonderen Ferientag in der Mittelstadt.

22 Jahre ist es her, dass sich in Tschernobyl die verheerende Reaktor-Katastrophe ereignete. Und noch immer leiden die Menschen in dieser Region unter den atomaren Spätfolgen. Um zumindest Kindern  aus den nuklear verseuchten Gebieten die Möglichkeit zu geben, sich in einer unbelasteten Umwelt einige Wochen zu erholen, lädt der Arbeitskreis für Tschernobyl-Kinder der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) des Saarpfalz-Kreises jedes Jahr 20 Mädchen und Jungen ins Saarland ein. 

 

Seit 1991 verleben weißrussische Kinder jedes Jahr eine Ferienfreizeit im Saarpfalz-Kreis. Untergebracht sind sie dabei immer im Naturfreundehaus in Kirkel. Wie in jedem Jahr folgten die zehn Mädchen und zehn Jungen mit den Betreuerinnen Antonina Popkovitsch und Tatiana Kochnovitsch, die bereits seit Jahren Generationen von Kindern begleiten, und Aksana Romanowskaja, die zum ersten Mal als Betreuerin dabei ist, auch der Einladung der St. Ingberter ASF. Die Vorsitzende Mathilde Thiel hatte wieder einmal alle Rädchen in Bewegung gesetzt, um dank der Spendenfreudigkeit zahlreicher St. Ingberter Geschäftsleute und der Unterstützung der AWO den russischen Gästen einen tollen Ferientag zu bereiten und sie mit allerhand nützlichen Geschenken zu bedenken.

Hans Reiner Kirn, stellvertretender Vorsitzender der AWO St. Ingbert: „Wir unterstützen das Programm jedes Jahr. Für uns war das Engagement der ASF Vorbild, so dass wir ebenfalls helfen wollen.“ Einen ganzen Tag verlebten die Kinder auf der Minigolfanlage. Auch Zauberer Markus Lenzen ließ es sich nicht nehmen, wie schon in vielen Jahren zuvor die Kinder mit seinen Zaubertricks und Ballonfiguren in seinen Bann zu ziehen. Die Verköstigung der Kinder übernahm wieder einmal das Pächterpaar des Gastrohauses am Sportpark, Wilma und Manfred Schmitt. „Es ist uns ein ewiges Anliegen, den Kindern ein bisschen Spaß und Freude zu vermitteln. Und so lange wir hier sind, wird sich daran auch nichts ändern“, verspricht Manfred Schmitt.

Mit Kleidung, Hygieneartikeln, Schulsachen, Spielen und Büchern prall gefüllten Taschen reisten die Kleinen am Abend wieder ab. „Es hat uns ganz super gefallen. Alle sind so lieb und nett zu uns und kümmern sich um die Kinder“ freute sich Betreuerin Aksana Romanowskaja. Bis zum 10. August werden die Kinder noch im Saarpfalz-Kreis unterwegs sein, bis sie wieder nach Hause fahren. 

 

 

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Channel: Gegen Rechts  
Bundesland: Saarland  

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