Im Schalthaus der ehemaligen Zeche Zollverein spielen, lachen und lernen 107 Kinder im Alter von vier Monaten bis zur Schulpflicht. Die Kita müht sich um intensive Förderung in Deutsch, unterstützt aber auch die Muttersprache nicht Deutsch sprechender Kinder. Zehn der 20 Erzieherinnen haben Migrationshintergrund. Das schafft Vertrauen bei den nicht-deutschen Eltern und gibt ein gutes Beispiel für gelungene Integration – eines der Erfolgsrezepte der Essener AWO-Kita. Ergebnis: Die Kitabesuchszahlen im Stadtteil sind stark gestiegen, gerade bei nicht-deutschen Familien.
Der schwarz-gelbe Plan, Geld an Familien zu zahlen, die auf einen Kitabesuch ihrer Kinder verzichten stößt bei den Erzieherinnen in Essen auf Ablehnung: „Bildungspolitisch wäre das eine Katastrophe. 150 Euro sind für die Familien in unserem Stadtteil viel Geld. Gerade die Kinder aus bildungsfernen Familien dürften dann sicher nicht mehr kommen“. Dringlicher seien mehr Erzieher-Stellen für eine bessere Kinderbetreuung und die Streichung der Kita-Beiträge, wie es das SPD-regierte Rheinland-Pfalz vormacht.
Sigmar Gabriel dankte den Erzieherinnen für ihre engagierte Arbeit und erfüllte gerne den Wunsch der Kita nach einem neuen CD-Player für die Spracherziehung. Sigmar Gabriel: „Frühe und individuelle Förderung für jedes Kind – hier wird es vorgemacht. Die Kita-Verhinderungsprämie von Schwarz-gelb macht zunichte, was hier aufgebaut wurde. Wir brauchen mehr Mittel für gute, kostenfreie Bildung von der Kita bis zur Uni. In NRW stehen dafür Hannelore Kraft und die SPD.“
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