Vor dem Gedenkzug über den Friedhof am Perlacher Forst begrüßte der Vorsitzende der SPD im Münchner Süden, Michael Leonhart, die mehr als 40 anwesenden Bürgerinnen und Bürger. Am Grab von Sophie und Hans Scholl sowie Christoph Probst legten sie einen Gedenkkranz der SPD für die Mitglieder der Weißen Rose nieder. Die Gedenkrede hielt Florian Ritter, Beauftragter der SPD-Landtagsfraktion zu Fragen des Rechtsextremismus
Er erinnerte an den Widerstand der sozialdemokratischen, kommunistischen und bürgerlichen Gruppen gegen die menschenverachtende NS-Diktatur. Er rief dazu auf, sich erkennbar gegen den derzeit wieder erstarkenden Rechtsextremismus in Deutschland zu stellen und wachsam gegenüber den Neo-Nazis zu sein.
Widerstandskämpfer als Ehrengast
Im Anschluss ging es weiter zu den Gräbern von Alexander Schmorell und Hans Conrad Leipelt, an den der Zug weiterer Mitglieder der „Weißen Rose“ sowie anderer Widerstandsorganisationen gedachte. Dr. Klaus Hahnzog, ehemaliger Bürgermeister der Landeshauptstadt München sowie ehemaliger Landtagsabgeordneter, wies an beiden Orten noch auf den geschichtlichen Hintergrund der Widerstandskämpfer hin.
Als Ehrengast des Gedenkens nahm der ehemalige KZ-Häftling und antifaschistische Widerstandskämpfer Martin Löwenberg teil. Der heute 84-Jährige berichtet regelmäßig in Zeitzeugengesprächen über die Teilnahme am antifaschistischen Widerstand.
Weitere Gäste der Veranstaltung waren die stellvertretende Vorsitzende der BayernSPD und Landtagsabgeordnete Adelheid Rupp, die neu gewählte Bezirksrätin Helga Hügenell sowie der SPD-Kandidat für den Bundestag, Christian Vorländer.
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