Wie radikale Muslime unsere Freiheit einschränken Wider die Kunstfreiheit

von Thomas Köcher - 25.04.2010
Die Cartoon-Serie „South Park“ feierte ihr Jubiläum zur zweihundertsten Folge mit einer Episode, in welcher Mohammed auftaucht. Allerdings sehen die Zuschauer ihn nicht und hören nur wenige Worte. Die revolutionären Muslime meldeten sich zu Wort und sprachen indirekt eine Todesdrohung aus. Nun hat Comedy Central das Wort Mohammed in dieser und der nächsten Folge zensiert. Die Kulturfreiheit der westlichen Welt geht unter.

Die revolutionären Muslime äußerten sich besorgt über die Sicherheit der beiden Karikaturisten – Trey Parker und Matt Stone. Darüber hinaus spielten sie auf den bedrohten Karikaturisten in Dänemark an und veröffentlichten die Studioadresse. Selbstverständlich wollen die revolutionären Muslime den Schaffern von South Park nicht schaden. Ich hoffe, dass dem geneigten Leser die Ironie nicht entgangen ist.

Nun wurde jedenfalls die Folge und die nächste Episode von „Comedy Central“  zensiert.  Sobald das Wort Mohammed fällt, erfolgt ein Piep-Ton. So wird allerdings unbeabsichtigt Mohammed auf eine Stufe mit Wörtern wie „Fuck“, „asshole“ und so weiter gestellt. Dies haben sich die revolutionären Muslime selbst zuzuschreiben. Ein anderer Fakt ist jedoch viel bedrohlicher:

Aus Angst vor Gewalt wird der Islam immer weniger „auf das Korn genommen“, währenddessen Religionen wie das Christentum, Buddhismus (und in den USA auch das Judentum) weiterhin Ziele von Humoresken sind. Bereits im Jahr 2005 wurde eine South Park Folge, in welcher Mohammed zu sehen war, zensiert.  Es ist ein Zeichen von mangelndem Rückgrat, wenn andere Religionen und deren Protagonisten durch den Kakao gezogen werden, der Islam und dessen Vertreter jedoch nicht. Dies ist ein Zeichen von Schwäche. Und somit haben die radikalen Muslime gewonnen. Sie entzogen uns ein Stück der Kunstfreiheit. Dies darf nicht der Fall sein. Die westliche (Medien-)Welt kann nicht zeigen, dass Terror und Gewalt  genügen,  um die jeweiligen Ziele zu erreichen. Weshalb kämpfen unsere Soldaten und Soldatinnen an der Front in Afghanistan gegen Al-Quaeda und die Taliban, wenn wir an der „Heimatfront“ nicht einmal ein Minimum an Mut und Entschlossenheit für unsere Freiheit der Kunst aufbringen?

Unser Grundgesetz verleiht uns diesen Wert – niemand sollte in der Lage sein, sie uns zu nehmen. Auf der anderen Seite steht natürlich ebenfalls die Diskussion aus, wie weit darf Kunst – und insbesondere die Karikatur –  gehen? Ab wann müssen auf die religiösen Gefühle anderer (auch der Christen, Buddhisten, etc.) Rücksicht genommen werden? Gibt es Grenzen und wenn dem so ist: Wo befinden sie sich; wo und wie werden sie gezogen? Eine Debatte über die Kunstfreiheit steht aus. Eines steht hingegen fest – und dies möchte ich noch einmal nennen, um den Standpunkt zu unterstreichen: Wenn das Christentum, der Buddhismus (etc.), deren Religionsstifter und Protagonisten, auf „die Schippe genommen werden“ dürfen, dann muss (!) selbiges auch für den Islam gelten. Es ist an der Zeit, dass wir Freiheit als ein hohes Gut begreifen, dafür einstehen und eintreten. Niemand kann uns diesen Grundwert nehmen – nur wir selbst.

 

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