Vorschläge für Positionen der SPD

von Richard Detzer - 26.01.2010
An dieser Stelle werden einige neue Positionen vorgestellt. Positionen sind nicht endbestimmt. Sie stellen eine möglichen Bezugspunkt für praktische politische Arbeit her.
SPD und Aufschwung. Regierungen haben es nicht, die Ökonomie hat es nicht, Demokratie fehlt am Platze. Wissenschaft weiß davon nichts, auch Religion hat es nicht. Ahnung vom Aufschwung. Aufschwung, Thema völlig unbesetzt. Thema konsequent mit Personal und Vormarsch eindecken, wir bitten darum.
 
SPD und Afghanistan. Die Afghanistan Diskussion ist durch das Verzetteln in ausweglosen Szenarien zum Stillstand gekommen. Dort hat die Verselbständigung der Betreiber jeden zivil und politisch gangbaren Weg verabschiedet. Gut sind Ausstiegskorridore, von der Verantwortung für das Geschehen befreien sie nicht. SPD hat sich nicht in Afghanistan, sie hat sich mit dem UN Mandat auseinanderzusetzen. Von einer Lex Afghanistan ohne UN ist dringend abzusehen.
 
SPD und Demokratie. Demokratie liefert offenbar weniger Möglichkeiten und weniger Fähigkeiten, als bisher angenommen. Nicht eine vorzeigbare Leistung der Demokratie spätestens mit dem Beginn der weltweit aktiven Auseinandersetzung. SPD hat den politischen Willensbildungsprozeß sofort wieder aufzunehmen, die
politische Rückständigkeit aufzulösen. Wir können und wir wollen anders.
 
SPD und Sozialwesen. Die Verteidigung des gebrochenen sozialen Netzes bei gleichzeitiger Überhandnahme von Problemstellung hat der Sozialdemokratie schlecht bekommen. Niemand will im Sozialwesen Bettelanteile am Geschenkaufkommen. Wir wollen das Sozialwesen im eigenen Betrieb aus der Kopplung von negativen Einflußgrößen heraus lösen.
 
SPD und Gesellschaft. Brauchen wir die Bad Society. Ja, wir brauchen die Bad Society. Wer nicht im Gesellschafts- und Wirtschaftsprozeß brauchbar verwendet werden kann, muß sein Dasein nicht länger unterhalb aller Möglichkeiten und außerhalb aller Gesellschaft fristen. Hier setzen wir Soft skills und neu erlernte Fähigkeiten nützlich ein.
 
SPD und Fortschritt. Wir begrüßen die Einladung der Welt, auf sämtliche Probleme gleichzeitig aufmerksam zu machen. Zur Fortschrittstauglichkeit fehlen nun nicht riesige Massenzuströme, das Ausmaß ruinierter Volkswirtschaften, nationale Wertlosigkeit mit massenhaften Auswirkungen. Was fehlt ist der Blick für das
Wesentliche, Einsicht in den Mikrokonsens. Dort müssen wir lernen Zusammenhänge herzustellen, dann gibt es auch Lösungen.
 
SPD und Kapitalismus. Kapitalismus kann nur Antwort geben, wie in die Krise geraten. Kapitalismus, keine eigene Fähigkeit aus der Krise zu kommen. Anhaltende finanzielle Angriffe auf kaputt gearbeitete Menschen, das brauchen wir nicht. Kapitalismus kann schon lange nicht mehr einen Wert erkennen und sicher
transportieren. Was bleibt, sind andauernde unauflösliche Probleme und Belastungen. Zumindest anteilig hat eine Inanspruchnahme von kapitalen Möglichkeiten durch fähige und vernünftige Leute und Werte zu erfolgen.
 
SPD und System. Unser überbeanspruchtes schönes System vermag nicht, Fähigkeiten und Talente zu fördern, Leute in ansprechenden Vorhaben zu unterstützen, normal tüchtiges Personal von abwegigen Leuten und Vorhaben zu unterscheiden. Systematisch laborieren wir am Zustand der nicht Fähigkeit, nicht Kompetenz, nicht Verantwortung, final herum. System auf Fortschritt programmieren, ist Auftrag der
Sozialdemokratie.
 
SPD und Arbeit. Seit nur noch um die Wohlstandsverteilung gerungen wird, ist Arbeit zu einer nachrangigen Sache geworden. Viele Leute ekeln sich vor Arbeitern, man lernt das bereits in der Schule. Wir wollen Arbeit wieder möglich, wir wollen Erwerb wieder ausreichend, wir wollen nützliche und verdiente Tätigkeit wieder lohnend machen.
 
SPD und Nation. Die Nation ist weit mehr als ein sicheres Zuhause für Deutsche. Sie ist ein führendes Staats- und Gemeinwesen, allein aufgrund seiner geistigen Arbeit und seiner Erfinder. Ich hoffe, daß alle Genossen das verstehen können.

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Von Bernd Heinicke am Sonntag, 22.11.2009 um 15:25 Uhr

SPD-Basis soll stärker mitreden

ich habe den Parteitag auf Phönix verfolgt und möchte Sigmar zu seiner Rede gratulieren, dies reicht aber nicht aus, die SPD wieder in die 40 Prozent Wählerstimmen oder mehr zu bringen. Es muss vor Ort die richtige Parteiarbeit durchgeführt werden, so dass die Bürger/innen wieder VERTRAUEN in die SPD bekommen.

Besinnt Euch wieder zur wirklichen SOZIALDEMOKRATIE zurück, regelt nicht immer stückchenweise die PROBLEME in der Gesellschaft, sondern habt den MUT und regelt das GESAMTE, also alles zusammen, die Steuergesetzgebung (Vereinfachung und Streichung aller Subventionen) in Verbindung mit der Rentenversicherung - alle Bürger/innen zahlen ein, (Selbstständige, Manager, Beamte u. s. w.), die Krankenversicherung-Gesundheitsreform in Verbindung mit der Pflegeversicherung, dazu muss die Arbeitslosenversicherung mit einbezogen werden, wobei Hartz IV auch verbessert werden muss, die Leihfirmen wie Adecco verboten werden müssen, dies ist Versklavung der Menschen per Gesetz!!!

Leiharbeit darf nicht von privaten Leihfirmen vermittelt
werden, sondern muß vom Arbeitsamt (staatlich) durchgeführt
werden.

Wenn Ihr nicht öffentlich zugebt, das die Schröder Agenda 2010 verkehrt war und Ihr kein besseres Konzept dagegen setzt, so das die Menschen in unserer Republik wieder erkennen können, das Sie Vertrauen in die SPD haben können, werdet Ihr zu einer bedeutungslosen 10 - 15 Prozent-Partei abgestraft werden!!!

Gruß aus Baunatal
Bernd Heinicke

Reichlich unkonkret

Richard, als Denkanstoss hat der Artikel literarische Qualität, aber für konkrete Politik ist er doch etwas schwierig. Außerdem habe ich den Eindruck, dass ein Teil Deiner Positionen schon in der SPD verankert sind. Jedenfalls fand ich den Deutschland-Plan von Frank-Walter Steinmeier wesentlich konkreter als Deine Vorschläge. Dennoch danke für den Beitrag!

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